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Trockenboden auf Holzbalkendecke

05.02.2019

Was tun, wenn ich einen schlanken und komfortabler Bodenaufbau wünsche? Mit einem neuen Trockenboden sind Holzbalkendecken statisch leicht zu sanieren.

Neu verlegter Trockenboden im Wohnraum unterm Dach.
Neu verlegter Trockenboden im Wohnraum unterm Dach. Foto: Knauf Integral

Trockenboden verlegen

Ein typisches Problem bei der Sanierung von älteren Wohnhäusern sind krumme und knarrende Fußbodenaufbauten auf Holzbalkendecken. Um die heutigen Anforderungen speziell beim Schallschutz zu erreichen, ist oft ein mindestens dreischichtiger Aufbau ab Oberkante der Holzbalken notwendig. Dies können in der Höhe schnell 10 bis 15 Zentimeter werden – die nicht immer vorhanden ist. Deshalb entfernt man noch die Unterdecke. Der Aufwand dafür ist aber erheblich und eine Renovierung im bewohnten Zustand unmöglich.

Die Verlegung des Trockenbodens ist eine sehr platzsparende und rentable Lösung. Eine Sanierung wird durchgeführt, ohne die darunterliegende Wohnung zu tangieren. So gewinnt man so wertvolle Raumhöhe, da die Platten im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen sehr dünn sind. Ein vergleichbarer Bodenaufbau ist in der Regel etwa 10 Zentimeter dicker.

Mit einem Trockenboden sind Altböden leicht zu sanieren.
Wertvoller Wohnraum unterm Dach – doch oftmals sind die Altböden sanierungsbedürftig. Mit einem neuen Trockenbodensystem sind Holzbalkendecken schnell vorbereitet für neue Gehbeläge und auch schalltechnisch in bester Verfassung. Foto: Knauf Integral

Trockenboden mit Fußbodenheizung

Dieser Trockenboden wird elementweise schwimmend auf den nivellierten Holzbalken (z. B. Brettanlaschungen) verlegt. Dämmstreifen dienen als Schallentkoppler. Bei der Verlegung ist keine zwingende Plattenstoß-Unterfangung erforderlich (Balken-Achsabstand maximal 120 cm bei zweilagiger Ausführung 32 + 18 mm). Es ist eine freie Aneinanderreihung der Platten mit fliegenden Stößen möglich. Kreuzfugen sollten zwischen den Plattenreihen vermieden werden.

Die Platten sind in der Nut-und-Feder-Kante mit einem speziellen Kleber verleimt. Nach Aushärtung des Klebers ist der Boden als in sich stabile Scheibe sofort belegbar mit jeglicher Art von Belägen. Zusätzlich lassen sich je nach Raumhöhe auch auch Fußbodenheizsysteme verlegen.

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Die Balkenzwischenräume sind gedämmt, unebene Balken mit Brettern auf ein Niveau gebracht, dazwischen ist eine Dämmschüttung eingebracht und es wurden Dämmstreifen aufgeklebt. Dann werden die Platten verlegt.
Die mit einer Rundum-Nut-und-Feder-Kante ausgestatteten Elemente werden mit einem Spezialkleber verbunden. Die Plattenstöße werden dann dicht zusammengeschoben.
Bei der Verlegung darauf achten, dass die Plattenquerstöße mindestens 20 cm auseinanderliegen. Sogenannte fliegende Stöße (ohne Balkenauflage) sind statisch kein Problem. Das Reststück einer Reihe dient dann als Erststück für die nächste Reihe.
Noch mehr Wohnkomfort mit einer Fußbodenheizung: In einer  zweiten Plattenschicht können die Warmwasserrohre direkt in den eingefrästen Vertiefungen der Systemelemente eingelegt werden.

Weitere Informationen

Die Platten bestehen aus Gips und Zellulose in Form von Altpapier sowie Wasser. Sie enthalten keinerlei Leime oder gesundheitsschädliche Stoffe und sind ökologisch sowie baubiologisch unbedenklich. Die Elemente lassen sich rückbauen und recyceln. GIFA-floor-Presto ist die Bezeichnung für das Trockenboden-System. Fotos: Knauf Integral

www.knauf-integral.de

www.balkendecke.de