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Feuchteschäden im Mauerwerk

28.11.2013

Mauerwerksanierung ist eine Aufgabe für erfahrene und qualifizierte Fachbetriebe. IsotecJedes dritte Haus in Deutschland ist älter als 50 Jahre, jedes zweite Haus älter als 30 Jahre. 
Der Instandsetzungsbedarf undichter Außenwände, durchfeuchteter Sockel und Balkone, schadhafter Fenster und Türen beträgt geschätzt 60 Milliarden Euro. Allein jeder fünfte Keller im Land müsste eigentlich saniert werden.

Feuchtigkeit im Mauerwerk hat die verschiedensten Ursachen. Nicht selten sind es minimale Baumängel, die im Laufe der Zeit zu erheblichen Bauschäden führen können. Zur Feststellung der Schadensursache bedarf es daher zu Beginn einer Sanierungsmaßnahme immer einer genauen Schadensanalyse durch einen Bausachverständigen oder eine Fachfirma.

Die Ursachen für die Durchfeuchtung des Mauerwerks sind in der Regel eine fehlende oder nicht funktionierende Abdichtung gegen aus dem Erdreich aufsteigende oder von der Seite eindringende Feuchtigkeit, falsche Baustoffe, Schwitzwasser und eine ungenügende Wärmedämmung.

So wurden zum Beispiel bis weit ins letzte Jahrhundert hinein die Häuser nur selten horizontal gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt. Daher leiden gerade Altbauten im unteren Sockelbereich unter einer starken Durchfeuchtung. Die Wirkung von ständig aufsteigender Feuchtigkeit äußert sich dann in der Zermürbung von Mauerziegeln, Mauer- und Putzmörteln, Anstrichen, Beschichtungen, aber auch in Form von Schimmelentstehung und Schwammbildung an Holzbauteilen, Bodenbelägen und Tapeten, was in extremen Fällen zur vollständigen Zerstörung der vorhandenen Bausubstanz führen kann.

Abhilfe bieten hier Techniken und Schutzsysteme in Form unterschiedlichster Maßnahmen und Methoden. Das hat zur Folge, dass nur der Fachmann, der die Materie kennt und sich weiterbildet, in der Lage ist, unter der Vielzahl von Möglichkeiten die jeweils richtige Methode zu wählen, mit deren Hilfe sich Schäden sicher beheben lassen.

Überblick Horizontalabdichtungen

Für den nachträglichen Einbau von horizontalen Sperrschichten wurden im Laufe der Jahrzehnte mehrere Verfahren entwickelt, die aber alle recht aufwendig sind. Es empfiehlt sich daher, im Einzelfall genau zu prüfen, ob die Anwendung eines der im folgenden vorgestellten Verfahren angemessen ist.

Mauersägeverfahren
Das Mauerwerk wird mit einer speziellen Säge aufgetrennt. In die entstandene Fuge wird ein Edelstahlblech eingelegt oder die Fuge wird mit einem Dichtungsmittel unter Druck ausgefüllt.
Bei diesem Verfahren muss unter Umständen mit Setzrissen gerechnet werden.

Edelstahlverfahren
In die Lagerfugen des Mauerwerks werden etwa einen Millimeter dicke nichtrostende Edelstahlbleche maschinell eingebracht. Das Verfahren lässt sich nur bei Mauerwerk mit durchgehenden Lagerfugen anwenden.

Maueraustauschverfahren
Das Mauerwerk wird abschnittsweise ausgestemmt und ausgemauert, wobei eine Dichtungsbahn eingelegt wird – zum Beispiel eine dicke Bitumenbahn mit Gewebe- oder Metalleinlage. Das Verfahren bietet sich an, wenn stark versalzene Wandteile ohnehin ausgetauscht werden sollen oder wenn ein neues Fundament hergestellt wird. Dieses Verfahren ist vergleichsweise kostengünstig und zum Selbermachen geeignet. Auch hier muss man mit Setzrissen rechnen.

Injektionsverfahren
Es werden Bohrlöcher hergestellt, in die mit oder ohne Druck eine abdichtende Flüssigkeit eingebracht wird. Dieses Verfahren eignet sich besonders bei saugfähigem Ziegel- und Natur-steinmauerwerk. Der Durchfeuchtungsgrad sollte allerdings nicht über 50 Prozent liegen. Unter Umständen ist eine Nachbehandlung erforderlich.

Elektro-Osmose
Beim Elektro-Osmoseverfahren wird das im feuchten Mauerwerk immer vorhandene natürliche elektrische Feld durch das Erzeugen einer Spannung umgekehrt. Das künstliche elektrische Feld bewirkt nun auch eine Umkehrung der Fließrichtung des Wassers und verhindert so eine weitere Durchfeuchtung des Mauerwerks.

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