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Dachdämmung von Aussen

05.02.2018

Beim Dachausbau muss in der Regel die Dachdämmung neue justiert werden. Ein gut gedämmtes, luft- und winddichtes Dach spart im Winter Heizkosten und verhindert im Sommer Sauna-Effekte.

Wer von innen einen Blick auf die Dachkonstruktion werfen möchte, für den wird die Dachdämmungauf den Sparren erste Wahl sein. Foto: IVPU
Wer von innen einen Blick auf die Dachkonstruktion werfen möchte, für den wird die Dachdämmung auf den Sparren erste Wahl sein. Foto: IVPU

Dachdämmung = Top Klima unterm Dach

In der Vergangenheit wurden aus Unwissenheit oder mangelnder Sorgfalt oft Fehler beim Ausbau von Dachgeschossen gemacht. Aufgeheizte Dachgeschosse in heißen Sommern und unangenehme Zugerscheinungen im Winter müssen heute nicht mehr sein. Dächer sind der Sonneneinstrahlung durch ihre Ausrichtung stärker ausgesetzt als andere Bauteile. Aus diesem Grund ist ein guter sommerlicher Wärmeschutz der Dachflächen für die Wohnqualität unterm Dach entscheidend. Alle Dämmstoffe sind durch ihre eingeschlossenen Luftporen grundsätzlich schlechte Wärmeleiter und bremsen so den Wärmedurchgang.

Die Eigenschaft eines Materials, Wärme zu transportieren, nennt man Wärmeleitfähigkeit. Sie wird üblicherweise in Wärmeleitstufen (WLS) kategorisiert. Übliche Dämmstoffe gehören zu den Wärmeleitstufen 040, 035 ist Standard, bis 022 ist möglich. Je geringer dieser Wert, 
desto besser die Dämmwirkung des Materials, der Schutz vor Wärmeverlusten in den Wintermonaten und die Verhinderung des Eindringens von Wärme in Sommermonaten.

Aus der Wärmeleitfähigkeit und der Dämmstoffdicke wird der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) ermittelt. Er wird in W/m2K angegeben und benennt die Eigenschaft des Bauteils, Wärme langsam oder schnell von der warmen zur kalten Seite zu transportieren. Je geringer der U-Wert, desto besser dämmt also das Bauteil.

Die Wahl der Dämmstoffe spielt für den sommerlichen Wärmeschutz eine wichtige Rolle. Schwere Dämmstoffe wirken sich ebenfalls positiv auf das Raumklima aus. Bei jedem Dachausbau muss darauf geachtet werden, dass die Konstruktion luftdicht ist. Denn nur so können unnötige Energieverluste sowie Feuchte- und Schimmelpilzschäden in der Konstruktion verhindert werden.

Da der Ausbau von Dachgeschossen zu hochwertigem Wohnraum, aber auch schon die Wärmedämmung komplexe Vorhaben sind, ist eine Beratung durch Fachleute dringend zu empfehlen – auch wenn kein Bauantrag gestellt werden muss.

Sanierung von Aussen

Für die nachträgliche Wärmedämmung des Daches von außen gibt es zahlreiche Systemlösungen: als Aufsparrendämmung oder in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung ausgeführt – energetisch optimal auf Ihre Anforderungen und Bedürfnisse zugeschnitten. Die Vorteile dieser Systemlösungen: Da alle Sanierungsarbeiten von außen durchgeführt werden, laufen alle Arbeiten ohne Eingriff in den Innenraum ab und die Architektur des Hauses wird nicht grundlegend verändert. Wir stellen zwei Varianten exemplarisch vor.

Sanierung mit Kombidämmung

Dachdämmung mit einer Zwischensparrendämmung. Foto: Bauder

 

1. Bedachungsmaterial

2. Dachlatte

3. Konterlatte

4. Kombi-Wärmedämmelement

5. Dampfsperrbahn

6. Zwischensparrendämmung

7. Sparren

8. vorhandene raumseitige Verkleidung

 

 

 

Sanierung mit Ausparrendämmung

Sanierung mit einer Aufsparrendämmung. /strong></p><p><img src=


1. Bedachungsmaterial

2. Dachlatte

3. Konterlatte

4. Aufsparren-Wärmedämmelement

5. Unterdeckbahn

6. vorhandene Zwischensparrendämmung

7. Sparren

8. vorhandene raumseitige Verkleidung

(Grafiken: Bauder)

 

 

 

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 2/3-2018)

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