renovieren.de Renovieren, Modernisieren, Sanieren
Newsletter

Neue Farbakzente setzen – renovieren kann so günstig sein

05.02.2019

Es kommt wohl jedem bekannt vor. Die eigene Wohnung gefällt, wirkt nett, wird von Freunden mit nickenden Köpfen und einem Lächeln bedacht. Doch für einen selbst stimmt irgendetwas nicht. Wer tagtäglich in den vier Wänden lebt, kann diese tolle Wohnung irgendwann nicht mehr sehen. Die Wände sind langweilig, die Zimmer öde und überhaupt müsste sich dringend etwas ändern. Wirken die Wände gar, als wollten sie eine Statistenrolle in der nächsten Arzt- oder Krankenhausserie einnehmen? Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, wird klar: Es fehlen Farbakzente. Eine Renovierung ist notwendig, und dass diese gar nicht so teuer sein muss, wie viele glauben, zeigt dieser Artikel.

Wohnzimmer mit heller Ledercouch

Abbildung 1: Eine schöne Wohnumgebung lässt sich durch ganz unterschiedliche Farbkombinationen erreichen. Quelle: leemeline08 (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Mit der Dekoration Farbe bekennen

Zugegeben liegt es nicht jedem, mit Farbeimer und Rolle bewaffnet durch die Wohnung zu gehen und die Wände in einen farbigen Zustand zu zaubern. Das ist auch gar nicht notwendig, denn die Dekoration kann genügend Farbakzente setzen:

  • Tattoos – sie können auch als »Wandfarbe für Einsteiger« bezeichnet werden und sind einfach grandios, um Dekoration und Farbe zugleich zu haben. Wandtattoos sind denkbar einfach anzubringen und in so vielen Varianten erhältlich, dass die Auswahl wahrlich schwerfällt. Wer Lust und Laune auf ein echtes Tattoomeisterwerk hat, der kann mehrteilige Tattoos wählen, beispielsweise Bäume, von denen ein Vogelschwarm auffliegt.
  • Kissen und Decken – ist der Raum eigentlich perfekt, doch es fehlt ein besonderer Hingucker? Die Couch eignet sich als wunderbares Dekoelement und kann wahrlich für Farbe im Raum sorgen. Was benötigt wird, sind: Decken, Kissen, Kissenbezüge. Das Schöne an dieser Dekoration ist, dass die Kissen auch noch kuschelig sind, gleichfalls kann die Deko ganz nach Laune verändert werden. 
  • Trendfarben – so wie sich Dekorationen stets ändern, wandeln sich auch die Farben. Aktuell sind Stein- und Erdtöne ebenso im Trend, wie Gold. Toll an diesen Farben ist, dass sie sich wunderbar miteinander kombinieren und ergänzen lassen. Es braucht nur eine steinfarbene Schale mit dunklem Sand auf dem Tisch zu stehen, in den eine goldene Kerze platziert wird. Auch lassen sich Farbakzente mit goldenen Pflanzkübeln setzen, die zudem einen edlen Look mit sich bringen.
  • Vorhänge/Plissees – auch mit diesen Mitteln lassen sich Farbakzente setzen. Plissees gibt es praktisch bereits in allen Farben und da sie auch als Klemmvariante erhältlich sind, eignen sie sich für sämtliche Wohnungen. Vorhänge bringen ebenfalls Farbe in die Wohnung. Übrigens: Auch hier lassen sich Gold- und Erdtöne kombinieren. 

Coole Wandteppiche als Hingucker

Wer weiter ergehen möchte und den Raum an sich verändern will, kann auch tiefergehen: Teilweise reicht es schon, eine Wand im Raum zu verändern, um das ganze Ambiente zu verwandeln. Ein schöner Wandteppich kann eine ideale Lösung sein, doch wer nun sogleich aufschreit, der darf sich beruhigt zurücklehnen. Wandteppiche sind heute weit mehr als die einstigen riesigen Wandbehänge, die Staub anzogen und kleinen Räumen einen muffigen Charakter verliehen. Sie haben – abgesehen von klassischen Ausnahmen – keine Gemeinsamkeiten mehr mit den dicken Bodenbelägen, die es irgendwie an die Wand geschafft haben. Dafür haben sie wunderbare Eigenschaften:

  • Blickfang – moderne Wandteppiche lösen das echte Bild oder die Leinwand ab. Sie sind längst nicht mehr überproportional groß und nehmen die ganze Wand ein, sondern stellen bildgerecht einen Hingucker dar.
  • Stil – wie Leinwände, Kunstdrucke oder Bilder sind auch moderne Wandteppiche ein kleines Kunstwerk und sollen ebenso eingesetzt werden. Die meisten Webungen oder Drucke orientieren sich an modernen Kunstdrucken oder Leinwanddrucken. 
  • Größe – die wenigsten Wandteppiche für die Wohnung sind riesig. Die meisten besitzen eine praktische Postergröße und stellen somit auch niemanden vor ungeahnte Schwierigkeiten beim Aufhängen. Eine doppelte Postergröße ist ebenfalls gängig. 
  • Work in Progress – sehr interessante und abwechslungsreiche Wandteppiche sind praktisch ein »Work in Progress« und optisch halb fertig. Ein Teil des Teppichs ist fertig gewebt, der Rest unfertig. Diese Wandteppiche sind sicherlich für all diejenigen perfekt, die auch bei Fransendecken oder den Flickenteppichen nicht herumkommen, mit den Fransen zu spielen oder Muster zu flechten.

Und wer es ein wenig verrückter mag oder wer gewisse Hobbys, TV- oder Serienleidenschaften hat, der braucht sich im Netz nur ein wenig umschauen oder einen eigenen Teppich in Druck zu geben. Es gibt längst Wandteppiche mit den Symbolen der Häuser aus »Game of Thrones«, mit dem Pferd Rohans oder dem Baum von Gondor.

Fototapeten für den letzten Schliff

Wem das noch nicht reicht oder wer das Gefühl hat, dass ein Raum oder der Flur irgendwie zu beengt wird, der kann mit einer Fototapete arbeiten:

  • Motiv – die Lagune in der Sonne, ein Wald, aber auch Klippen oder die Berge – gerade Naturmotive sorgen für Farbe und helfen dabei, den Raum optisch zu erweitern.
  • Kniff – die modernen Fototapeten arbeiten mit der 3-D-Optik und wirken tatsächlich »echt«. Daher bieten sie sich optimal für kleinere Räume oder den Flurbereich an. 
  • Vlies – vermutlich schütteln viele bereits den Kopf, da Fototapeten vor 15 Jahren eine Katastrophe waren, und das Tapezieren ohnehin bei den meisten Menschen ganz weit unten auf der Beliebtheitsskala steht. Wer allerdings Vliestapeten wählt, der hat wesentlich weniger Probleme. Der Clou ist, dass nicht die Tapete, sondern die Wand mit Kleister bestrichen wird. Und wer sich nicht sicher ist, ob die Tapete beständig hängen soll: Mit den bekannten Power-Klebestreifen lässt sich eine solche Tapete auch ohne Kleister und dauerhafte Befestigung gut und sicher faltenfrei an die Wand bringen.

Damit der »Echtzeiteffekt« zur Geltung kommt, sollte die Tapete stets die ganze Wand einnehmen, darf dabei aber nur eine Wand betreffen. Ein ganzer Raum in Waldoptik ist für die meisten Geschmäcker eindeutig zu »natürlich« und wirkt wiederum überladen.

Wohnizmmer mi blauer Tapete
Abbildung 2: Hier eine gewagte Kombination mit dunkler Tapete. Quelle: keresi72 (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Fazit - Farbakzente statt Malerrolle

Um Farbe ins Spiel zu bringen, ist es längst nicht mehr notwendig, gleich mehrere bunte Farbeimer und Malerrollen zu besorgen. Mit Wandteppichen, Fototapeten oder schlichtweg bunten Dekorationsgegenständen können Räume innerhalb kürzester Zeit mit wenig Aufwand und geringem Geldeinsatz gewandelt werden. Wichtig ist, die Farbe gezielt als Akzent einzusetzen und es nicht zu übertreiben. Selbst die Trends der Erdfarben und Goldtöne wirken überladen, wenn sie überall und praktisch auf jeder Oberfläche zu finden sind.

Bereich: