Modernisierungskredit nutzen: So wird die Renovierung günstig

Abbildung 1: Größere Modernisierungen können heute bequem per Kredit finanziert werden - doch was ist dabei zu beachten? Bildquelle: @ Roselyn Tirado / Unsplash.com

Hausbesitzer befinden sich hin und wieder in einem Dilemma. Im Haus stehen größere Renovierungsarbeiten oder auch Modernisierungen an, was natürlich mit hohen Kosten verbunden ist. Gleichzeitig müssen sie oft noch die Baufinanzierung abtragen. Da stellt sich rasch die Frage, wie die Renovierung gestemmt werden kann. Optionen gibt es durchaus einige, doch der Modernisierungskredit stellt sich oft als beste Option heraus.

Was ist ein Modernisierungskredit?

Der Name an sich verrät es schon. Ein Modernisierungskredit ist ein zweckgebundenes Darlehen, welches nicht nur an die Arbeiten gebunden ist, sondern auch an das Haus. In der Regel sind Modernisierungsdarlehen relativ unkompliziert erhältlich und bieten auch abseits der Beantragung Vorteile:

  • Kostengünstig – ein Modernisierungskredit ist im Vergleich zu anderen Finanzierungsmitteln günstig. Das Zinsniveau ist niedrig und die Darlehen können oft mittels kostenlosen Sondertilgungen zusätzlich bedient werden.
  • Beantragung – Hausbesitzer müssen nur ihren Hausbesitz nachweisen. Natürlich wird zugleich auf die finanzielle Situation geschaut, doch ist es realistisch möglich, dass die Raten bedient werden können, wird der Kredit vergeben. Oft müssen Hausbesitzer jedoch Kostenvoranschläge vorlegen, da das Darlehen zweckgebunden vergeben wird.
  • Vorteil – dieser Kredit wird nicht als Grundschuld eingetragen. Das Haus wird somit nicht zusätzlich belastet. Zugleich spart die fehlende Eintragung wieder Geld, da keine Eintragungsgebühr anfällt. Die Erhöhung des Baukredits würde beispielsweise in einem geänderten Eintrag enden, wodurch Kosten entstehen.

Für umfangreichere Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten bietet sich diese Kreditform grundsätzlich an. Natürlich darf auch ein Modernisierungskredit mit Förderkrediten kombiniert werden. Auch regionale Förderungen lassen sich mit dem Kredit vereinen.

Günstige Modernisierungskredite: Angebote vergleichen

Die meisten Banken stellen auch Modernisierungskredite vor. Allerdings lohnt es sich immer, die Angebote insgesamt zu vergleichen und auch online auf Vergleiche zurückzugreifen. Es gilt:

  • Bestmögliche Lösung – jeder Immobilienbesitzer sollte für sein Vorhaben die bestmögliche Lösung herausfinden. Dabei stehen die Zinskonditionen zwar im Mittelpunkt, jedoch nicht allein. Auch die restlichen Konditionen rund um Laufzeit, Sondertilgungen oder kostenlose vorzeitige Ablöse sind wichtige Kriterien. Ein Renovierungskredit von CrediMaxx lässt sich beispielsweise sehr gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
  • Anbieter – gerade beim Onlinevergleich stoßen Hausbesitzer auf Anbieter, die sie persönlich nicht kennen. Es hilft immer, sich den Anbieter genauer anzuschauen und ein wenig zu recherchieren, wie die allgemeinen Erfahrungen anderer Kunden mit ihnen sind. Onlineangebote dürfen natürlich immer mit denen der Hausbank verglichen werden.
  • Geschwindigkeit – auch Modernisierungskredite gibt es heute als Digitalkredit. Diese Variante punktet mit ihrer Geschwindigkeit, denn Antrag, Nachweise, Unterschriften und Identifikation finden alles online statt. So kann das Geld schon in zwei Tagen auf dem eigenen Konto eingehen. Die Voraussetzung ist natürlich, dass der Antragsteller alle Unterlagen bereits digitalisiert hat und auf Rückfragen oder Aufforderungen schnell reagiert.

Um jedoch überhaupt einen Vergleich durchführen zu können, müssen Immobilienbesitzer eine solide Vorarbeit leisten. Nur so können sie ein passendes Angebot herausfiltern, welches tatsächlich das Vorhaben unterstützt.

Was ist sonst noch zu beachten?

Eigentlich ist eine gute Vorbereitung unabhängig von der Finanzierungsform. Immobilienbesitzer sollten für sich eine konkrete Liste erstellen und notieren, welche Arbeiten erledigt werden müssen, in welcher Reihenfolge dies geschieht und welche Arbeiten besonders wichtig sind. Im nächsten Schritt geht es an die Nachweise:

  • Kostenvoranschläge einholen – selbst wenn einige Arbeiten eigenständig durchgeführt werden sollen, sind Kostenvoranschläge wichtig. Für die einzelnen Bereiche sollten jedoch auch mindestens zwei Voranschläge eingeholt werden, damit die Kosten verglichen werden können. Handelt es sich bei den geplanten Arbeiten um energetische Sanierungen, ist der Energieberater oder ein entsprechend zertifizierter Handwerker notwendig, denn ohne ihn können keine Fördermittel beantragt werden.
  • Materialkosten einholen – wer viele Arbeiten selbst durchführt, der sollte sich beim Baustoffhändler einen Kostenvoranschlag über das notwendige Material erstellen lassen. Sicherheitshalber empfiehlt sich bei selbst zu verbauenden Materialien ein Aufschlag. Ungeübten Heimwerkern passiert es immer mal, dass mehrere Fliesen brechen, dass Estrich falsch angerührt wird oder dass sonstige Missgeschicke geschehen. Solche Mehrkosten müssen mit einkalkuliert werden.
  • Fördermöglichkeiten? – viele Modernisierungsarbeiten am Haus sind förderfähig. Meist kommt die KfW-Bank ins Spiel. Modernisierungskredite lassen sich mit den Fördermitteln vereinen, doch unterliegen Förderungen besonderen Regelungen. Je nach Maßnahmen ist es beispielsweise notwendig, einen Energieberater mit ins Boot zu holen.

Die Einholung von Kostenvoranschlägen ist grundsätzlich notwendig, denn nur so lassen sich die Kreditkosten überhaupt einschätzen. Es lohnt sich nicht, eine pauschale Summe zu nennen und während der Modernisierung festzustellen, dass diese nicht ausreicht. Da gerade in älteren Häusern böse Überraschungen lauern können, ist eine Expertenmeinung vorab immer sinnvoll, denn Fachleute können einschätzen, ob es beispielsweise ausreicht, das Bad oberflächig neu zu gestalten oder ob auch die gesamten Leitungen mit erneuert werden müssen.

Läuft die Finanzierung des Hauses noch, so kann ebenfalls geprüft werden, ob die leichte Erhöhung der Finanzierungssumme nicht eine günstige Option ist. Allerdings ist bei der Lösung darauf zu achten, dass sich die Beleihung per Grundschuld ändert, was im Regelfall wiederum mit Kosten verbunden ist. Handelt es sich bei den geplanten Arbeiten hingegen um kleinere Reparaturen, kann sich sogar der Vergleich mit schlichten Ratenkrediten lohnen. Allerdings sind die Vorteile hier allenfalls bei kleinen Summen um die 3.000 Euro ersichtlich.

Abbildung 2: Mit der richtigen Finanzierung wird die Renovierung zum Kinderspiel. Bildquelle: @ Riley Pitzen / Unsplash.com

Fazit – eine wichtige Hilfe bei der Renovierung

Der Modernisierungskredit eignet sich ideal für Reparaturen und Modernisierungen im größeren Umfang. Im Vergleich zu anderen Krediten ist er kostengünstig, zudem ist er für Hausbesitzer leicht zu beantragen. Die Voraussetzung ist neben dem Hausbesitz ein solides Einkommen, welches die Ratenzahlung sicherstellt. Dafür ist das Geld zweckgebunden und kann einzig für die geplanten Arbeiten genutzt werden. Je nach Anbieter ist es notwendig, Kostenvoranschläge einzureichen, allerdings sind diese ohnehin wichtig, um überhaupt das benötigte Budget abschätzen zu können. Wer in Eigenleistung renoviert, der kann die Materialien über den Kredit stemmen. Da Modernisierungskredite nicht als Grundschuld eingetragen werden, entstehen hier weder Kosten noch eine weitere Belastung des Hauses.
Doch trotz der Möglichkeiten, die der Modernisierungskredit bietet, ist es wichtig, mögliche Förderungen gegen zu checken. Der Kredit ist mit Förderungen vereinbar und diese zusätzliche Finanzspritze ist eine weitere Hilfe für den Immobilienbesitzer.

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