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Schieferplatten für Fassade und Dach

09.01.2018

Nur wenige hundert Meter vom Ufer des Bodensees entfernt erfüllte sich Familie Schwarz ihren ganz persönlichen Wohntraum. Aus einer schlichten Nachkriegs­immobilie entstand ein Design-Objekt in markantem Schiefer-Look.

Schieferplatten für Fassade und Dach. Foto: Rathschek
Ein architektonisches Juwel am Bodensee. Das mit Schiefer verkleidete Haus der Familie Schwarz. Fotos: Rathscheck

Schwarze Schieferplatten

Irgendwann wurde es ihm zu bunt. Fortan trug er schwarz. „Ist doch praktisch!“, sagt er. Die Lieblingsfarbe seiner Kleider spiegelt sich auch im Beruf wider. Als Architekt trägt er die Farbe nicht nur vom Schuh bis zum Kragen und im Namen – Uwe Schwarz setzt auch beruflich voll auf edle dunkle Töne. Zu seinen favorisierten Materialien zählt Schiefer. Aus Leidenschaft und Überzeugung erfüllte er sich mit seiner Familie seinen privaten Haustraum: Dach und Fassade zieren nach dem Umbau einer fast 60 Jahre alten Immobilie rechteckige Schieferplatten.

Der Bodensee gehört nicht unbedingt zu den günstigsten Wohnlagen in Deutschland. „Ein gutes Grundstück ist schwer zu bekommen“ – selbst für einen, der täglich mit dem Thema zu tun hat. Die Suche gestaltete sich langwierig. Dann stieß Familie Schwarz „eines Samstagsmorgens“ im Internet auf die Altimmobilie – knapp 250 Meter vom eigenen Reihenhaus entfernt: Versteckt hinter hohen Bäumen und einer schmalen Einfahrt lag das eher unscheinbare und von drei Parteien bewohnte Gebäude, sichtbar in die Jahre gekommen und längst nicht nur außen ein umfangreicher Sanierungsfall. „Das kam uns gerade recht“, erinnert sich Uwe Schwarz an die erste Besichtigung.

Schieferfassade. Foto: Rathscheck
Die alte Putzfassade ist passé. Die neuen Schieferplatten von Rathscheck verwandeln das Eigenheim in ein echtes ästhetisches Highlight.

Die Fenster mit Einscheibenglas stammten noch aus dem Jahr 1960, durch die verwitterten Rahmen pfiff der Wind und an vielen Stellen bröckelte der Putz. Was andere Interessenten abschreckte („zu alt, zu groß, zu heruntergekommen“), spornte Architekt Schwarz an: „Das alte Gemäuer hatte durchaus Potenzial.“

Aus „drei mach eins“ lautete der Plan, aber es war ein steiniger Weg. Die meisten Innenwände wurden entfernt, die Haustechnik musste komplett erneuert werden, das Dach ebenfalls. Die Idee, durch eine asymmetrische Giebelkonstruktion im obersten Geschoss sowohl Wohnraum als auch einen rundum geschützten Innenhof zu schaffen, verleiht dem Gebäude nicht nur besonderen Pfiff – sie garantiert den Bewohnern auch uneinsehbares wie windgeschütztes Verweilen.

Dynamische Deckung - Fassadenbekleidung

Bei der Fassadenverkleidung und Dacheindeckung entschied sich der Architekt für Schieferplatten. Ein 400 Millionen Jahre alter Stein aus den Tiefen der Natur, die schwarzblaue Farbe, die Langlebigkeit, der seidige Glimmer an der Oberfläche – das fand der Architekt sehr ansprechend. Zu hausbacken erschienen ihm aber die klassischen geschwungenen Schieferformate, wie sie seit Jahrhunderten Kirchen, Klöster und Schlösser zieren.

Deshalb experimentierte der Hausbesitzer mit neuen Rechteckformaten, die er auf einer Messe gesehen hatte: „Wir wollten daraus etwas Ungewöhnliches machen.“ Erste Verlege-Versuche fanden auf dem Hof vor dem Büro statt. Mit Unterstützung der technischen Experten von Rathscheck Schiefer sowie des beteiligten Dachdeckers entwickelte sich daraus die  „Dynamische Deckung“ – eine Fassadenbekleidung, die modern ist, zeitlos wirkt und lange hält. Da war es letztlich keine Frage, dass das eigene Haus rundum in die lebhafte Dynamische Deckung und das Dach in eine sehr harmonische Rechteck-Doppeldeckung gehüllt wurde, die der Architekt noch einmal nach eigenen Vorstellungen mit unterschiedlich breiten Steinen abwandelte. „Hier ist ein Haus üblicherweise massiv gemauert und verputzt“, schmunzelt der Baumeister. Inzwischen überzeugte er zahlreiche andere Bauherren von den technischen wie optischen Vorzügen des Natursteins.

Haus mit Schieferplatten: zeiitlos schön und praktisch. Foto: Rathscheck
Die schwarzblaue Farbe und der seidige Glimmer macht Schiefer  – neben anderen Vorteilen – zu einem attraktiven Naturbaustoff.

Die sanierte Nachkriegsimmobilie ist heute ein echtes Unikat inmitten klassischer Siedlungsumgebung  und ein Gebäude mit besonderem Charakter, das auch für Gesprächsstoff gut ist.

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 12/1-2018)

Schiefer-Deckarten

Rechteckige Schieferplatten halten in der modernen Architektur immer häufiger Einzug. Geradlinige Rechteck-Deckungen für Dächer und Fassaden erfüllen alle Ansprüche an minimalistische Ästhetik. Die Dynamische Deckung mit unterschiedlich großen rechteckigen Steinen verbindet modernes Design mit einem lebhaften Deckbild.

Die Unterlegte Deckung ermöglicht rechteckige oder quadratische Ansichtsflächen, die einzelnen Schiefer werden dabei mit sichtbaren Edelstahlklammern befestigt. Bei der Symmetrischen Deckung werden die Schiefersteine mit Edelstahlklammern oder Hinterschnitt-Ankern in eine Aluminium-Unterkonstruktion eingehängt. Mehr Infos zu modernen Schiefer-Deckarten, kostenlosen eBooks zum Thema Sanierung und kurzen Filmbeiträgen: www.schiefer.de.
Infos zur Architektur: www.hildebrand-schwarz.de

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