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Dämmen und gestalten

25.04.2016

Ob Neubau oder energetische Sanierung – Art der Dämmung und Möglichkeiten der Fassadengestaltung korrespondieren miteinander. Fassadensysteme auf Basis von Polyurethan-, Polystyrol- oder Mineralwolle- Dämmplatten bieten in unterschiedlicher Dicke den vom Hausbesitzer gewünschten Wärmedämmwert.

Auch natürliche Dämmstoffe sind einsetzbar. Ein Holzfaser-Vollwärmeschutz zum Beispiel kann inzwischen auch als Komplettsystem verarbeitet werden, was für den Bauherren bedeutet: Alle Komponenten (Dämmstoff, Putz, Gewebe, Dübel etc.) sind aufeinander abgestimmt und bieten so Ausführungssicherheit.

Abgeschrägte Fassadenflächen und ein samtiger Feinputz in strahlendem Weiß. Seit seiner architektonischen und energetischen Runderneuerung überzeugt dieses Einfamilienhaus aus den 1950er-Jahren durch seine klare Architektursprache. Die abgeschrägten Fassadenbereiche gliedern die glatten Flächen, verleihen dem Gebäude Dynamik und erzeugen ein interessantes Schattenspiel. www.knauf.de (Fotos: Karl Huber Fotodesign; w I Architekten)

Neben Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) bieten sich aber auch – gerade bei der Sanierung – sogenannte hinterlüftete Vorhangfassaden (VHF) an. Sie bestehen aus Dämmstoffen, die mechanisch an der (Alt-)-Fassade befestigt werden, und einer Tragkonstruktion, auf die der Wetterschutzmantel (Holzbretter oder Fassadenplatten) befestigt wird. Hier lassen sich die Werkstoffe später wieder leicht rückbauen.

Wer bei seiner Hausfassade vor allem auf technische Einfachheit und geringen finanziellen Aufwand setzt, wird auch ein entsprechend schlichtes, wenn nicht langweiliges Ergebnis kommen.

Viele Renovierer haben auch den Wunsch, dass ihr Haus am Ende optisch möglichst unverändert aussieht, weil es einem so gefallen hat oder weil es so in die direkte Umgebung passt.

Die Außenwände und Decken dieses Neubaus bestehen aus vorgefertigten Betonelementen. Deren Modularität wird zur Gliederung und zur Farbgestaltung der Fassade nach außen getragen. Die Oberfläche wurde durch Profile in Felder geteilt, die den Abmessungen der Beton­elemente entsprechen. Diese Flächen gestaltete man mit insgesamt drei Weiß- und Grautönen so, dass ein harmonisches und lebendiges Raster entstand. www.brillux.de

Neubau und Modernisierung bieten aber auch die Chance auf eine besondere Fassadenansicht. Diese kann pompös und bombastisch daherkommen – man denke an die tollen Fassaden von Banken, Versicherungsgebäuden  oder Einkaufszentren. Es gibt jedoch auch im privaten Bereich Menschen mit einem Faible für ausgefallene Architektur – oft sind es Architekten selbst, die zeigen wollen, was machbar ist und nehmen dafür etwas mehr Geld in die Hand.

Etwas Besonderes kann man auch mit kleinen Details erzielen. Wie bei einem guten Make-up erfordern diese allerdings genauso einen erhöhten Aufwand, mehr Zeit, mehr Professionalität und hoch­wertigeres Material. Aber es sieht eben besser aus – und bei einer Fassade hat man ja lange etwas davon.

Die Feinheiten können sich an Traditionelles anlehnen, wie etwa die abgeschrägte Fassade ums Fenster herum etwa im Engadin schon uralte Technik ist. Es gibt aber auch immerfort neue Gestaltungsideen – WDVS, die dunkle Anstriche vertragen oder zum Beispiel  die Glasplatten, die direkt auf die Dämmung geklebt werden kann.

Bildergalerie

Eine aufgeschraubte Holzkonstruktion dient als Träger für die doppelte Dämmung aus Holzfaser und Einblasdämmung. Die Dämmung, auch in den abgeschrägten Bereichen, wurde mit Gewebearmierung und Armiermörtel versehen. www.knauf.de (Fotos: Karl Huber Fotodesign; w I Architekten)
Dieser Neubau ist gedämmt mit einem Wärmedämm-Verbundsystem Knauf Warm-Wand Natur mit Holzfaserdämmung. Das reliefartige Gittermuster des Putzes wurde mit einem Armierungsgewebe erreicht: Auf das Gewebe trugen die Facharbeiter den Klebe- und Armiermörtel Knauf SM 300 auf und zogen das Gewebe nach entsprechender Standzeit vorsichtig wieder ab. www.knauf.de (Fotos: Walter Mair; Monika Krebs)
Beim Neubau einer Mehrfamilienhausanlage in Zürich wurde die Dämmung nicht nur  verputzt und mit unterschiedlichen Farben gegliedert. Die olivfarbenen Putzbereiche  wurden zudem mit einer interessanten senkrechten, drei­dimensionalen Struktur ver­sehen. Zur Herstellung kamen spezielle Schleifwerkzeuge und Traufeln zum Einsatz. Die Schraffur verleiht der großen Fassade noch mehr Lebendigkeit und Kleinteiligkeit. www.knauf.de
Die Außenwände und Decken dieses Neubaus bestehen aus vorgefertigten Betonelementen. Deren Modularität wird zur Gliederung und zur Farbgestaltung der Fassade nach außen getragen. Die Oberfläche wurde durch Profile in Felder geteilt, die den Abmessungen der Beton­elemente entsprechen. Diese Flächen gestaltete man mit insgesamt drei Weiß- und Grautönen so, dass ein harmonisches und lebendiges Raster entstand. www.brillux.de
Zwei Modernisierungsbeispiele, bei denen die Wohnhäuser neben Eingriffen in die  Gebäudekubatur auch durch die Fassadendämmung (Sto Therm Classic) und die wärme­reflektierende Fassadenfarbe (Sto Color X-black) ein vollig neues Gesicht bekommen haben. www.sto.de (Foto oben: Guido Erbring) Im einen Fall werden durch transparent-grüne Schutzgläser vor den Fenstern noch weitere starke optische Akzente gesetzt. (Fotos: Düchting Euler Architekten GbR)
Bei der Sanierung dieses Mehrfamilienhauses wurde in Sachen Dämmung und Gestaltung auf einen ganz außergewöhnlichen Weg gesetzt. Die Weber Therm Style Wärmedämm-Verbundsysteme ermöglichen es, unterschiedlichste Materialien auf einer durch- gehenden Dämmschicht sicher zu verkleben. In diesem Fall Glas! www.sg-weber.de