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Zeitgemäße Dachdämmung

14.09.2017

Mit einer zeitgemäßen Dachdämmung kann man bis zu einem Drittel kostbarer Heizenergie sparen. Erst eine Wärmedämmung macht den Dachraum fit für die Zukunft. Wer hier investiert, erhöht den Wohnkomfort und steigert den Wert seines Gebäudes.

Dachdämmung. Foto: Bauder

Foto: Bauder

Etliche Häuser, die vor 50 oder 60 Jahren gebaut wurden, besitzen entweder gar keine oder nur eine unzureichende Dachdämmung. Wechseln alte Häuser den Besitzer, steht meist eine mehr oder weniger umfangreiche energetische Sanierung an. Dabei gilt der Grundsatz: Erst kommt die Diagnose, dann die Therapie. Ein qualifizierter Fachmann sollte den energetischen Zustand des Eigenheimes erheben, Schwachstellen aufdecken und einen wirtschaftlichen Maßnahmenkatalog erarbeiten.

Bei Bestandsimmobilien sind Steildächer die vorherrschende Dachkonstruktion. Das Steildach bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und schafft beim Ausbau zusätzlichen Wohnraum. Zur Wohnbehaglichkeit gehören jedoch angenehme Temperaturen im ganzen Haus – im Winter warm, im Sommer kühl. Wohnraum wird erst dann wertvoll, wenn neben der Behaglichkeit und dem Wohnklima auch die Energiebilanz stimmt. Denn Fakt ist: Bis zu einem Drittel kostbarer Heizenergie kann durch eine schlechte Dachdämmung ins Freie entweichen. Und: Ein dämmtechnisch optimal aufgestelltes Haus ist mehr wert als eine ungedämmte Altimmobilie.

Mit einer leistungsfähigen und fachgerecht montierten Wärmedämmung können Energieverluste wirkungsvoll vermindert und somit Heizkosten eingespart werden. „Eine Faustregel besagt: Eine energetische Sanierungsmaßnahme lohnt sich besonders dann, wenn ohnehin eine umfangreiche Maßnahme im oder am Haus beziehungsweise Bauteil ansteht. Denn das spart nicht nur Zeit, sondern auch unnötige Kosten“, betont der Fachverband Mineralwolleindustrie (FMI).

Die wichtigste Eigenschaft eines Dämmstoffes ist sein Wärmedämmvermögen. Maßstab für seine Dämmleistung ist die Wärmeleitfähigkeit beziehungsweise der Wärmedurchlasswiderstand: je niedriger die Wärmeleitfähigkeit, je höher der Wärmedurchlasswiderstand, desto besser das Dämmvermögen in der kalten Jahreszeit. Aber auch umgekehrt gilt: je besser die Dämmung, desto weniger Wärme dringt während der heißen Mittagstunden im Sommer in den Dachraum ein.

Es gibt verschiedene Arten der Dachdämmung. Muss etwa die alte Dacheindeckung abgetragen und durch eine neue ersetzt werden, so bietet sich die Aufsparrendämmung an, da ohnehin ein Gerüst aufgestellt werden muss. Der Dachdecker oder Zimmermann kann zusätzlich zur neuen Dacheindeckung die Wärmedämmung übernehmen. Bei der Dämmung auf den Sparren wird unterhalb der Dachpfannen eine Dämmschicht hergestellt, die nicht von Dachbalken oder anderen Teilen des Dachstuhls unterbrochen wird und somit sehr effizient ist.

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Aufsparrendämmung-Bauder. Foto: Bauder

Eine Aufsparrendämmung eröffnet die Option, die Dachbalken im Wohnraum sichtbar zu lassen. Außerdem hilft sie, viel Heizenergie einzusparen und die Umwelt von Co2-Emissionen zu entlasten. Foto: Bauder

Die wärmebrückenfreie und winddichte Dämmschicht bietet winterlichen wie sommerlichen Wärmeschutz. Die Dachbalken können raumseitig bekleidet werden oder sichtbar bleiben. Für die Dämmung über den Balken wird häufig Polyurethan-Hartschaum, Mineralwolle oder Holzfaserdämmstoff verwendet. Soll das Dach zum Wohnraum ausgebaut werden und ist die Dacheindeckung noch intakt, wird in der Regel zwischen den Sparren mit einer raumseitig angebrachten Dampfsperre gedämmt. Der Dämmstoff wird dabei mit einem Übermaß zugeschnitten und zwischen die Sparren geklemmt. Als Dämmmaterial kommt hier häufig Mineralwolle oder Holzfaserdämmstoff zum Einsatz. Soll die Energieeffizienz weiter optimiert werden, bietet sich eine Zusatzdämmung unterhalb der Sparren an.

(aus der Zeitschrift: Althaus modernisieren 8/9-2017)

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Aufsparrendämmung: Über den Dachbalken wird eine geschlossene Dämmschicht hergestellt, die nicht von den Sparren unterbrochen wird. Bei fachgerechter Montage entsteht eine wärmebrückenfreie und winddichte Dämmschicht auf den Sparren.
Zwischensparrendämmung: Sie ist am meisten verbreitet. Der Dämmstoff wird ein wenig breiter zugeschnitten als der Sparren­zwischenraum lang ist. Die Dämmung muss möglichst dicht an den Sparren anliegen. Die Dampfbremse ist raumseitig anzubringen.
Zwischen- und Untersparrendämmung: Ist die Zwischensparrendämmung in einer angemessenen Dämmdicke nicht möglich, kann durch eine Zusatzdämmung unter den Sparren die fehlende Dämmdicke erreicht werden. Zwischen den beiden Dämmlagen lässt sich eine Dampfsperre anbringen.
Dämmung der obersten Geschossdecke: Wird das Dachgeschoss  nicht als beheizter Raum genutzt, ist es meist wirtschaftlicher, nur  die oberste Geschossdecke zu dämmen. Dabei werden Dämmplatten  oder -matten auf die vorhandene Decke gelegt.
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