Wärmepumpe für Einfamilienhaus einfach nachrüsten

Stiebel mechernich_held_wp_haus_02 (Groß) Wärmepumpe für Einfamilienhaus
Der Einbau einer Wärmepumpe kann auch bei unsanierten Gebäuden sinnvoll sein. Bild: Stiebel Eltron

Die Energiekrise und die hohen Preise für Gas, Öl, Holz und Strom heizen die Nachfrage nach erneuerbaren Heizsystemen und speziell der Wärmepumpe für Einfamilienhaus an. Allerdings arbeiten die begehrten Wärmepumpen erst in gut gedämmten Häusern besonders kostensparend. Weshalb das so ist, wie ein altes Haus wärmepumpenfit wird und wo sich alternativ ein Hybridsystem einsetzen lässt, erläutert unser Beitrag.

Wärmeverbrauch zu hoch?

Bis zum Jahr 2045 soll der deutsche Gebäudebestand klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Bundesregierung auf zwei grundlegende Strategien: Zum einen soll der Einsatz von fossilen Energieträgern reduziert und durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Zum anderen soll der Wärmeverbrauch der Gebäude verringert werden. Um die Hausbesitzer dahingehend zu „motivieren“, setzt die Politik auf das „Fordern und Fördern“. Konkret bedeutet dies, dass es einerseits ordnungsrechtliche Maßnahmen gibt, wie zum Beispiel neue oder verschärfte Bestimmungen und Grenzwerte im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes, das Neu- und Bestandsgebäude betrifft.

Vor allem die teilweise kritischen Liefersituationen und die Verknappung bei den fossilen Brennstoffen sowie die explodierenden Preise für Gas, Öl, Holz und Strom haben sehr viele Althausbesitzer aufgeschreckt. Sie suchen nach Möglichkeiten, um Ihre fossile durch eine umweltfreundliche Heizung zu ersetzen und um den Energieverbrauch beziehungsweise Energiebedarf des Gebäudes dauerhaft zu reduzieren. Doch wann ist der Energieverbrauch des Gebäudes eigentlich zu hoch? Eine gute Orientierungsmöglichkeit bietet der „Heizspiegel für Deutschland 2022“, welcher zahlreiche Verbrauchskostenabrechnungen aus dem Jahr 2021 darstellt. Dringender Handlungsbedarf ist gegeben, falls der Heizenergieverbrauch des Eigenheims in die Bereiche „erhöht“ oder „zu hoch“ fällt. Das betrifft öl- oder gasbeheizte Eigenheime, bei denen der jährlich Wärmeverbrauch über etwa 256 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche liegt.

Wärmepumpe für Einfamilienhaus TIPP: Zur individuellen Einschätzung den „Heizcheck“ unter www.heizspiegel.de nutzen.

Doch selbst wenn die eigenen Verbrauchswerte im Durchschnitt niedriger sind, sollten Besitzer älterer Gebäude sorgfältig prüfen (lassen), ob energetische Sanierungsmaßnahmen, wie Heizungs- und Fenstertausch oder Fassadendämmung, sinnvoll sind. Vor allem bei älteren un- oder teilsanierten Eigenheimen ist es generell empfehlenswert, eine ganzheitliche, energetische Analyse durchführen zu lassen.

Am besten ist diese Aufgabe bei einem unabhängigen, qualifizierten Energieberater aufgehoben. Dieser nimmt zunächst bei einer Hausbegehung den Zustand und die Besonderheiten des Gebäudes unter die Lupe. Auf Basis dieser Erkenntnisse, von Verbrauchsabrechnungen und den Wünschen der Bewohner erarbeitet er ein individuelles, schlüssiges Modernisierungskonzept, welches auch Investitionskosten, Finanzierung, Fördermöglichkeiten, energetischen und ökologischen Nutzen, Wirtschaftlichkeit und die (bautechnisch) sinnvolle Reihenfolge berücksichtigt.

Wärmepumpe für Einfamilienhaus TIPP: Unbedingt das Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude“ nutzen.

Wann ist eine Wärmepumpe sinnvoll?

Egal ob Brennwerttechnik, Solarthermie oder Wärmepumpe für Einfamilienhaus: Generell günstig für eine möglichst hohe Wärmeerzeuger-Effizienz sind ein hoher energetischer Gebäudestandard kombiniert mit einem Flächenheizsystem, welches mit niedrigen Heizsystemtemperaturen zurechtkommt. Im Rahmen einer umfassenden Modernisierung, die sich auch auf das Gebäudeinnere und die Wohnräume erstreckt, ließe sich auch eine Fußboden- oder Wandheizung nachrüsten – inklusive einer Wärme- oder Trittschalldämmung bei Bedarf.

Speziell für die Renovierung gibt es besonders flache Fußbodenheizsysteme, die nur wenige Zentimeter hoch sind. Alternativ lassen sich in dem vorhandenen und dafür geeigneten Estrich mit einer staubabsaugenden Spezialmaschine passende Kanäle zum Einlegen der Heizrohre einfräsen. Die fertige Konstruktion wird anschließend nur noch mit einer dünnen Ausgleichsmasse abgedeckt.

Doch auch in Altbauten mit Heizkörpern ist ein wirtschaftlicher Wärmepumpenbetrieb möglich. Allerdings wird als Voraussetzung für den Wärmepumpen Kauf von Experten eine Heizwasser-Vorlauftemperatur von maximal 50 bis 55 Grad Celsius empfohlen (bezogen auf den normierten Auslegungsfall bei niedrigster Außentemperatur am Gebäudestandort). Um dies zu realisieren, müssen eventuell einzelne oder alle Heizkörper gegen größere, leistungsstärkere Modelle ausgetauscht oder durch spezielle Wärmepumpenheizkörper mit integriertem Gebläse ersetzt werden.

Geringere Heizkosten & erhöhter Wohnkomfort mit Wärmepumpe für Einfamilienhaus

In un- oder teilsanierten Gebäuden mit hohem Heizwärmebedarf kann es notwendig oder sinnvoll sein, den Heizenergiebedarf des Gebäudes zu reduzieren, zum Beispiel durch Wärmedämmmaßnahmen und/oder neue wärmeschutzverglaste Fenster. Wichtig ist bei einem Altbau, generell alle (wirtschaftlich) sinnvollen energetischen Sanierungsmöglichkeiten zu betrachten – unabhängig davon, ob später alle oder nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden. Bestimmte energetische Maßnahmen können übrigens zusätzlich den Wohnkomfort deutlich verbessern.

Beispiel: Im Wohnbereich werden neue und größere, energiesparende Fenster mit Wärmeschutzverglasung und wirksame Verschattungselemente einbaut. Dadurch gelangt oft mehr Tageslicht und im Sommer weniger Hitze in die Räume. Zudem verbessert sich oft der Schallschutz. Außerdem ermöglichen sehr gut gedämmte Fenster und Außenwände nicht nur niedrigere Heizenergieverbräuche, sondern sorgen zusätzlich für höhere und angenehmere Oberflächentemperaturen im Winter.

Um keine unnötigen Kosten zu verursachen, sollten Hausbesitzer auf die vom Energieberater vorgeschlagene, optimale Abfolge der Sanierungsmaßnahmen achten: So ist es zum Beispiel besser, erst die Fenster zu erneuern und anschließend die Fassade zu dämmen. Oder es wird zuerst die Gebäudehülle energetisch verbessert und danach erst die auf den niedrigeren Heizwärmebedarf ausgelegte Wärmepumpe eingebaut.

Vorteile: Zum einen verringern sich die Investitionskosten für den Wärmeerzeuger. Zum anderen sinken dauerhaft die Heizkosten und die CO2-Emissionen des Eigenheims. Und nicht zuletzt lassen sich die derzeit teilweise monatelangen Wartezeiten auf bestimmte Wärmepumpenmodelle und Materialien sowie auf freie Kapazität beim installierenden Fachhandwerk sinnvoll überbrücken.

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Die Grafik zeigt die durchschnittlichen Heizkosten pro Energieträger und Heizsystem. Bild: co2online.de
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Wer sich einen Überblick über Heizkosten und Energieverbrauch verschaffen will, kann online einen individuellen Heizcheck durchführen. Bild: co2online.de/Marc Beckmann

Einsatzbereiche von hybriden Heizsystemen

Aufgrund individueller Lebensumstände sind die Eigentümer eines unsanierten Gebäudes nicht immer motiviert oder finanziell in der Lage, in (teure) energetische Modernisierungsmaßnahmen zu investieren. Aber was tun, wenn es doch gewünscht ist eine Wärmepumpe nachrüsten zu lassen? Da deren Effizienz, wie oben ausgeführt, sehr stark vom Heizsystemtemperaturniveau sowie von weiteren Randbedingungen abhängt, sollten sich Hausbesitzer an einen erfahrenen, geschulten Wärmepumpen-Fachhandwerksbetrieb wenden.

Dieser ermittelt zum Beispiel die Heizlast des Gebäudes und der einzelnen Räume, schaut sich mögliche Standorte für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe an oder prüft, ob sich das Grundstück für eine Erdwärmenutzung eignet. Und er weiß über die staatlichen Fördermöglichkeiten Bescheid.

Um in Wohngebäuden mit hohen Vorlauftemperaturen von deutlich über 55 Grad Celsius eine Wärmepumpe wirtschaftlich zu betreiben, bietet sich der Einsatz eines Hybridheizsystems an. Dazu wird meistens ein vorhandenes oder neues Öl- oder Gas-Brennwertgerät mit einer Wärmepumpe kombiniert.

Erforderlich ist dazu ein ausreichend großer Pufferspeicher und eine speziell auf diese Hybridkombination abgestimmte Heizungsregelung. Diese kann zum Beispiel auf Basis aktueller Energiepreise sowie der Witterung und Wärmeanforderung den jeweils wirtschaftlicheren Wärmerzeuger ansteuern: Bei kalten Außentemperaturen und in Phasen hoher Wärmeanforderung übernimmt der Brennwertkessel die komplette oder schwerpunktmäßige Wärmebereitstellung. In den wärmeren Übergangsphasen kommt dann die Wärmepumpe zum Zuge.

Alternativ zu Öl- und Gaskesseln lässt sich eine Wärmepumpe im Hybridverbund mit einem wasserführenden Holz-/Pellet-Zimmerofen oder mit einem Scheitholz- oder Pellet-Zentralheizkessel betreiben. Generelle Vorteile von Hybridsystemen: höhere Versorgungssicherheit und Leistungsreserven, insbesondere während der Heizperiode, für Heizung und Warmwasserbereitung. Nachteilig sind die höheren Investitions- und Wartungskosten für mehrere Wärmeerzeuger und deren Integration ins Heizsystem.

Übrigens: In Gebäuden, die mittelfristig energetisch saniert werden sollen, kann das hybride Heizen eine sinnvolle Übergangsoption sein. Der Heizleistungsanteil der Wärmepumpe für Einfamilienhaus würde in diesem Fall so ausgelegt, dass sie später die gesamte Beheizung übernimmt, und das fossile Heizgerät überflüssig wird. Nachteil: Im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Einzelmaßnahme“ wären die Demontagekosten der alten Gas-/Ölheizung nicht förderfähig und der Heizungstauschbonus von 10 Prozent für das neue Wärmepumpenheizsystem nicht anwendbar.

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Wärmepumpe für Einfamilienhaus: Eine Erdwärmepumpe nutzt die Umweltenergie des Erdreiches. Vorab ist eine Tiefenbohrung notwendig. Foto: Bundesverband Wärmepumpe (BWP)

Sorgfältige Planung, Inbetriebnahme und Kontrolle

Der Aufbau einer Hybridheizung lässt sich modular gestalten, beispielsweise gemäß den Sanierungsplänen oder den finanziellen Möglichkeiten. Allerdings sollte(n) die Erweiterung(en) vorab geplant und die notwendigen Komponenten und Anschlüsse bereits installiert oder vorbereitet werden. Dazu gehört zum Beispiel ein Pufferspeicher, welcher den technischen Erfordernissen der Endausbaustufe entspricht. Oder die Vorbereitungen zur Nutzung von selbst produziertem Solarstrom, zum Beispiel zum Wärmepumpenbetrieb, falls ein gewünschtes Photovoltaiksystem erst zu einem späteren Zeitpunkt montiert wird.

Wärmepumpen- und Hybridsysteme müssen nach der Montage vom Fachmann sorgfältig eingestellt und einreguliert werden. Unverzichtbar sind ein hydraulischer Abgleich an den einzelnen Heizflächen sowie die sorgfältige Einweisung der Bewohner in die Nutzung des Heizsystems, weil deren Verhalten den Energieverbrauch spürbar beeinflusst. Denn Wärmepumpen reagieren deutlich sensibler auf veränderte Umgebungsbedingungen als Brennwertkessel.

Nach Abschluss sämtlicher Arbeiten sollte der Hausbesitzer die Entwicklung des Heizenergieverbrauchs kontrollieren – am besten mit Hilfe von elektronischer, vernetzter Mess- und Regeltechnik. Sollten die Verbrauchsdaten über einen gewissen Zeitraum ungewöhnlich hoch ausfallen, kann dies auf Defekte oder falsche Einstellungen des Heizsystems sowie auf ein verändertes Heiz- und Energienutzungs-Verhalten der Hausbewohner hindeuten. Dann sollte der Hauseigentümer zeitnah handeln und sich an den zuständigen Fachmann wenden, um die Ursachen klären und beheben zu lassen – sodass die Jahresrechnung des Energieversorgers nicht zu einer teuren Überraschung führt.

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Wärmepumpe für Einfamilienhaus - Empfehlung der Redaktion:
Bosch Compress 6800i AW

Wärmepumpe für Einfamilienhaus Signet unsanierter Altbau

Eine leise Wärmepumpe

Das rundum schalloptimierte Produktdesign macht die platzsparende Compress 6800i AW mit integriertem Schalldiffusor zur leisesten Wärmepumpe von Bosch. Der Schallpegel von lediglich 46 dB(A) im Nachtmodus ist kaum wahrnehmbar und stört weder Sie noch Ihre Nachbarn – selbst in Reihenhaussiedlungen. In einer Entfernung von drei Metern beträgt der Schalldruckpegel lediglich 28,5 dB(A), was in etwa dem Geräusch von einem leichtem Wind entspricht.

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Bilder: Bosch Thermotechnik

Natürliches Kältemittel

Reduzieren Sie Ihre Energiekosten und machen Sie Ihr Zuhause zukunftssicher mit einer umweltfreundlichen elektrischen Heizlösung. Die Compress 6800i AW wird mit dem neuen, effizienten und nachhaltigen natürlichen Kältemittel R290 (Propan) betrieben, das sich durch ein äußerst geringes Treibhauspotenzial auszeichnet. Um mehr Energie zu sparen – und nachhaltiger zu heizen – kann die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit dem Bosch Energy Manager und Solarenergie aus eigener Erzeugung kombiniert werden. Fragen Sie Ihren Installateur nach Förderungsmöglichkeiten für den Kauf Ihrer Wärmepumpe für Einfamilienhaus.

Energiesparen – auch mit Solarstrom

Wechseln Sie Ihre bestehende konventionelle Heizungsanlage gegen eine zukunftssichere elektrische Lösung von Bosch aus. Mit einem SCOP von bis zu 4,6 (bei A7/W35) erreicht die Compress 6800i AW eine hohe Effizienz mit einer ErP-Klasse von A+++. Die Compress 6800i AW ist kompatibel mit Ihren vorhandenen Heizkörpern und erleichtert so den Umstieg auf nachhaltiges Heizen. Für noch mehr Effizienz und Energieeinsparung können Sie den Bosch Energy Manager integrieren und somit kann Solarenergie aus eigener Erzeugung genutzt werden

Und schön sieht sie auch noch aus

Einfach mehr als nur heizen – zusätzlich zu ihrer hohen Qualität und ihrem Heizkomfort zeichnet die Compress 6800i AW das neu gedachte Design von Wärmepumpen aus. Ein vollständig Side-by-Side Designkonzept, das optisch aufeinander abgestimmt ist und effizient zusammenarbeitet. Das hochwertige Glasdesign der Inneneinheit und die moderne Außeneinheit unterstreichen den Premium-Anspruch des Produkts. Die Compress 6800i AW ist eine vollelektrische Heizlösung für ein nachhaltigeres, energieeffizienteres Zuhause mit einem Designkonzept, zugeschnitten auf Ihr Zuhause.

Smart in der Bedienung

Bedienen Sie Ihre Heizungsanlage einfach über das neueste UI800 Farbdisplay an der Inneneinheit der Wärmepumpe oder über die innovative HomeCom Easy App auf Ihrem Smartphone. Die Compress 6800i AW lässt sich ganz einfach mit dem integrierten Bosch WiFi Gateway K30 RF verbinden, um von einem vernetzten, effizienten Smart Home zu profitieren.

Wärmepumpe für Einfamilienhaus: Förderangebote nutzen

Die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) steht im Mittelpunkt für alle Maßnahmen rund um die Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien, vor allem mit Blick auf Bestandsgebäude.

Seit Mitte 2022 gilt hinsichtlich der BEG-Antragsabwicklung:

  • Zuständig für alle energetischen Einzelmaßnahmen, die direkt bezuschusst werden, ist das BAFA.
  • Wer umfangreichere Sanierungsprojekte plant und diese zu günstigen Konditionen kreditfinanzieren möchte, wendet sich an die KfW-Förderbank.
  • Vor dem Projektstart unbedingt die genauen Förderbedingungen und den Zeitpunkt der Antragsstellung in Erfahrung bringen. Dazu kann sich der Althausbesitzer selbst schlau machen oder sich zum Beispiel bei einem Energieberater erkundigen.
  • Wichtig: Bei Bestandsgebäuden muss der Bauantrag zum Zeitpunkt des Förderantrags mindestens fünf Jahre alt sein.
  • Nachfolgende energetische Sanierungs-Einzelmaßnahmen werden von der BEG über das BAFA mit prozentualen Zuschüssen gefördert, die sich auf die Brutto-Investitionskosten beziehen (maximal 60.000 Euro pro Kalenderjahr im Eigenheim):
    • 10 bis 45 Prozent für eine Heizungsmodernisierung mit erneuerbare Energiesystemen, wie Wärmepumpe für Einfamilienhaus, Biomassekessel und Solarthermie.
    • 10 / 15 Prozent für Maßnahmen an der Gebäudehülle, wie die Wärmedämmung von Dach und Fassade sowie der Fensteraustausch
    • 10 / 15 Prozent für anlagentechnische Maßnahmen, wie den Einbau einer Lüftungsanlage und digitaler Systeme zur Verbrauchsoptimierung)
    • 10 / 15 Prozent für Maßnahmen zur Heizungsoptimierung
  • Attraktive Kredite (bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit) mit Tilgungszuschüssen bietet die BEG im Rahmen des KfW-Programms 261 „Wohngebäude – Kredit“ Eigentümern an, die ihr Haus oder ihre Wohnung energieeffizient bauen und sanieren möchten.
  • Die BEG bezuschusst ergänzend die „Baubegleitung und Fachplanung“ durch einen Energie-Effizienz-Experten bei Ein/Zweifamilienhäusern mit 50 Prozent, bezogen auf Gesamtkosten von maximal 10.000 Euro (pro Antrag und Kalenderjahr).
  • Ergänzend zur BEG bietet das BAFA das Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude“ an. Dabei analysiert ein zugelassener Energie-Effizienz-Experten (Energieberater) das gesamte Gebäude hinsichtlich energetischer Schwachstellen und erstellt zum Schluss einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) zur Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.
  • Die Zuschuss-Förderung beträgt 80 Prozent des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, wobei es Obergrenzen gibt (maximaler Zuschuss: 1.300 Euro bei Ein-/Zweifamilienhäusern).
  • Weitere 5 Prozent BAFA-Förderung erhält, wer bei seiner Wärmepumpe auf ein natürliches Kältemittel, wie zum Beispiel R290, setzt.

Weiterführende Links zu Wärmepumpe für Einfamilienhaus:

www.bafa.de
www.kfw.de
www.energie-effizienz-experten.de

Umfassende Gebäudeanalyse ist vorteilhaft

Im Rahmen einer fachmännischen Energieberatung können folgende energetische Effizienz-Maßnahmen sowie ergänzende Sicherheits- und Komfortaspekte berücksichtigt werden:

  • Gebäudetechnische Maßnahmen: Dazu gehören vor allem die (zusätzliche) Wärmedämmung und Abdichtung von Außenwänden, Dachbereich und der Untergeschossdecke sowie den Austausch von alten Fenstern und Außentür(en) zugunsten moderner, wärmeschutzverglaster Modelle, die bei Bedarf auch einen erhöhten Einbruchschutz bieten.
  • Anlagentechnische Maßnahmen: Im Mittelpunkt steht hier vor allem ein effizientes und intelligent geregeltes Heizungssystem mit einem modernen Wärmeerzeuger in Verbindung mit möglichst niedrig temperierten Heizflächen. Eventuell lässt sich auch ein Flächenheizsystem nachrüsten. Außerdem sind die energieeffiziente und hygienische Warmwasserbereitung sowie die Systemoptimierung weitere Bestandteile dieses Maßnahmenbereichs.
  • Einbindung von erneuerbaren Energien: Dazu gehört die komplette oder teilweise Umstellung auf eine erneuerbare Wärmeversorgung, zum Beispiel mittels Wärmepumpe für Einfamilienhaus, Pelletkessel, wasserführender Kaminofens oder Solarthermieanlage. Auch eine Photovoltaikanlage kann, zum Beispiel in Verbindung mit einer Wärmepumpe, die Wärmebereitstellung kostengünstig und CO2-neutral unterstützen.
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung, die sich per App bedienen lassen und auch Bestandteile eines Smarthome-Systems sein können.
  • Berücksichtigt werden müssen zudem noch individuelle Faktoren, wie die Haushaltsgröße, verfügbares Sanierungsbudget sowie Anforderungen und Wünsche der Nutzer, auch mit Blick auf den Komfort.
  • Ergänzend sollten bei Bedarf noch Maßnahmen mitbetrachtet werden, die den Wohnkomfort (zum Beispiel Verschattungselemente), den Einbruchschutz, die Barrierefreiheit sowie die Lüftungssituation in den Wohnräumen verbessern.

Wärmepumpe für den Betrieb im unsanierten Altbau gesucht?

Hier geht's zum Wärmepumpen-Finder >>

BWP 91_MFH-Stuttgart_LWP_Solarthermie wärmepumpe für einfamilienhaus
Solarthermie auf dem Dach lässt sich auch mit einer Wärmepumpe kombinieren. Bild: BWP
NIBEKundenbild wärmepumpe für einfamilienhaus
Hier zu sehen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe vom Hersteller Nibe. Bild: Nibe

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