Smart Home: Die Systeme im Überblick

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Die Vielfalt der intelligenten Vernetzungstechnik ist auf den ersten Blick schwer überschaubar. Wir zeigen Ihnen verschiedene Smart Home Systeme, die auf dem Markt zu finden sind.

Smartphones sind allgegenwärtig und werden auch von Menschen eifrig genutzt, die sich nicht unbedingt als technikinteressiert bezeichnen würden. Das kommt der Verbreitung intelligenter Haustechnik entgegen, denn die Bedienung über Apps wird zum Kinderspiel. Eine IT-Ausbildung ist nicht (mehr) vonnöten. Allerdings macht die Vielzahl von Systemen Bauherren zu schaffen.

Welches ist das richtige für mich?

Für intelligente Vernetzungen haben sich drei Systeme zur Datenübertragung herauskristallisiert. Bei Neubauten kann parallel zu den Elektroleitungen eine spezielle Datenleitung verlegt werden (ein sogenannter „Bus“). So funktionieren etwa Systeme nach KNX-Standard. Alternativ können die Stromleitungen selbst als Medium dienen. Schließlich gibt es Systeme, bei denen Befehle per Funk übertragen werden.

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Da hier keine Leitungen verlegt werden müssen, eignen sich Funksysteme besonders gut zur Nachrüstung im Gebäudebestand. Allerdings ist hier zu ergänzen, dass bei Häusern, die noch mit uralten elektrischen Leitungen ausgestattet sind, sowieso eine Komplettsanierung der Elektrik ansteht, sodass dann auch ein kabelgebundenes System infrage kommt.

Wichtig ist also eine gute Beratung, die exakt ermittelt, welcher Bedarf besteht. Handelt es sich um einen Neubau oder um eine Renovierung? Falls Letzteres, ist es wichtig, in welchem Zustand sich die vorhandenen elektrischen Leitungen befinden. Alte zwei-adrige Elektroleitungen sind nicht geeignet, zusätzlich als Daten-Highway zu dienen.

Bedarf ermitteln und danach auswählen

Dann muss geklärt werden, welche Funktionen mit dem System gesteuert werden sollen. Nur das Licht und die Jalousien oder auch die Heizung und das Home-Entertainment? Welche Bedienoberflächen (Geräte) und Visualisierungen (optische Darstellung) stehen mir zur Verfügung?

Da eine Hausautomation mehrere traditionelle Gewerke umfasst (Heizung/Sanitär und Elektro) ist es wichtig, im Vorfeld zu klären, welcher Handwerker für welche Arbeiten zuständig ist. Ein Systemberater oder Elektroplaner kostet zwar Geld, hilft aber (eher als ein Architekt) dabei, Fehler zu vermeiden, und überwacht die Ausführung der Arbeiten.

Wer diese Punkte rechtzeitig und sorgfältig klärt, stellt sicher, dass die intelligente Technik tatsächlich auch den erhofften Gewinn bringt. Vielleicht stellt ein Interessent dann fest, dass er für sein Haus gar kein komplettes System benötigt, sondern eine einfache Lösung reicht, z. B. eine Rollladenmotorisierung. Jedoch sollte man bei einer „Insellösung“ darauf achten, dass man später im Bedarfsfall die Einzelautomation doch noch zu einer Systemlösung ausbauen kann.

Welches System ein Bauherr letztlich wählt, hängt von diversen Faktoren ab wie die Größe des Gebäudes oder der gewünschte Umfang der Funktionen. Am leistungsfähigsten sind kabelgebundene Systeme, was sich jedoch auch im Preis niederschlägt.

Nicht am falschen Ende sparen

Allerdings sollten Bauherren bedenken: Die Digitalisierung des Lebens ist nicht mehr zu stoppen! Insofern ist eine Hausautomation ein nachhaltiges Investment, für das man erweiterte Sicherheit, Komfort und Energieeinsparung bekommt. Diese Flexibilität ist mit konventioneller Installation nicht oder nur sehr schwer zu erreichen.

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