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Energie sparen im runderneuerten Haus

02.07.2013

Alles im Blick - alles im Griff: Der Hager tebis-KNX-Touch-Panel mit 15-Zoll-Monitor ermöglicht den Zugriff auf die Gebäudeautomation.Wenn Matthias Weis im fränkischen Bischberg Kunden zu sich nach Hause nimmt und sie durch seine Räume führt, geht es dem Elektromeister darum, „den Leuten zu zeigen, was möglich ist.“ Energiesparen ist dabei ein wichtiger Aspekt. Und so demonstriert er gern, wie die Thermostate zudrehen, sobald ein Fenster geöffnet wird.

Möglich macht dies eine umfassende Gebäudesteuerung, die sämtliche elektrotechnischen Funktionen seines Hauses einbindet. Neben dem möglichst effizienten Umgang mit Energie steht für Weis auch der Aspekt einer komfortablen Bedienung im Vordergrund. Er entschied sich in seinem Haus für das kabelbasierte tebis KNX-Bussystem von Hager, auch die Elektroverteilung im Keller sowie die Lichtschalter stammen von diesem Hersteller.

Mit dem Bussystem steuert Weis nicht nur die Innen- und Außenbeleuchtung und die Rollläden, sondern eben auch die Heizung: Die KNX-Aktoren an den Heizkörpern regulieren nach Vorgabe selbsttätig die Raumtemperatur, indem sie beispielsweise die Heizung automatisch ausschalten, wenn die Raumtemperatur einen bestimmten Wert überschreitet.

Wäre es bei einer Renovierung nicht sinnvoller gewesen, ein Steuersystem auf Funkbasis zu installieren, um sich die Kabelverlegung zu ersparen? „Beim Umbau wurde das Obergeschoss komplett erneuert“, erklärt Weis. „Ich musste sowieso viele Schlitze schlagen und verputzen, da konnte ich auch gleich eine Busleitung verlegen.“ Er trifft die Entscheidung für Kabel oder Funk „fallbezogen“. „Kleinere Installationen mache ich auch auf Funkbasis.“

Die Wetterstation (oberhalb er Satellitenschüssel) liefert die Daten zur Steuerung von Rollläden und Heizung auf das Bussystem.Leichte Systemhandhabung
Energiesparend wirkt die intelligente Technik auf verschiedene Weise. Und mit verschiedenen Helfern: So befindet sich auf dem Dach des Einfamilienhauses eine Hager-Wetterstation, die den Wind und die Sonneneinstrahlung misst und diese Daten an den KNX-Bus weiterleitet. Dieser wertet wiederum diese Daten aus und löst Stellbefehle aus, beispielsweise an die Rollladensteuerung oder an die Heizung.

Zudem sind in verschiedenen Bereichen des Hauses Bewegungsmelder installiert, die für eine wirtschaftliche Ausleuchtung sorgen – das Licht schaltet sich dort nur dann ein, wenn es tatsächlich benötigt wird. Hält sich niemand mehr in dem Bereich auf, schaltet es sich automatisch wieder aus.

Wer befürchtet, dass das Steuerungssystem kompliziert in der Handhabung sein könnte, kann beruhigt werden. In den einzelnen Räumen  sind diverse Taster installiert, die wie „normale“ Schalter betätigt werden und die der Regelung von Beleuchtung und Jalousien dienen. Doch Standard ist längst etwas anderes.

„Richtig interessant wird eine Busanlage für mich erst mit einer Visualisierung“, betont Weis. „Denn nur damit lassen sich alle Vorteile dieser Technik konsequent nutzen – darauf wollte ich deshalb keinesfalls verzichten.“ So installierte er das Programm KNX domovea  von Hager. Es ermöglicht ihm nicht nur die Anzeige sämtlicher Gebäudefunktionen, sondern darüber hinaus auch deren Steuerung. Als Anzeige- und Bedieneinheiten nutzt Matthias Weis zum einen den Hager tebis KNX-Touch-Panel mit 15-Zoll-Monitor, den er zentral im Wohnbereich neben der Küche in die Wand eingebaut hat.
 
Steuerung per Smartphone
Außerdem hat er sich für die Möglichkeit einer mobilen Bedienbarkeit entschieden: Mit Hilfe einer speziellen Smartphone-App kann er die gesamte Busanlage auch über sein Smartphone steuern – von jedem beliebigen Ort aus. Und auch ein Tabletcomputer kommt bei der Steuerung der Gebäudetechnik zum Einsatz.

Rennt Elektromeister Matthias Weis mit seiner Begeisterung für die Möglichkeiten intelligenter Haustechnik bei seiner Kundschaft offene Türen ein? „Es wird besser“, sagt er vorsichtig. „Die Leute schauen oft nur auf den Preis und sparen am falschen Ende.“ Doch Weis lässt sich davon nicht beirren. Er selbst schätzt die Flexibilität des Systems und plant schon die nächsten Erweiterungen. Aktuell lässt er eine Markise am Haus montieren, die natürlich ebenfalls in das KNX-Bussystem integriert wird.  

DATEN UND FAKTEN ZUM HAUS

TECHNIK:
Kabelgebundenes KNX-Bussystem tebis von Hager zur Steuerung verschiedener Funktionen; zusätzlich Visualisierung der Vorgänge mit tebis-KNX-domovea auf Touch-Panel mit 15-Zoll-Monitor und (Fern)Steuerungsmöglichkeit per Tabletcomputer und Smartphone.

HERSTELLER:
Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co.KG
Zum Gunterstal, 66440 Blieskastel
Tel. 06842/945-0
www.hager-zuhause.de

INSTALLATEUR:
Elektro Weis, Matthias Weis
Fischerei 48, 96120 Bischberg
Tel. 0951/62648
www.elektro-weis.biz