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Fördergeld für Solarstrom-Speicher

24.09.2013

Praktisch sind Lithium-Ionen-Speicher, die modular aufgebaut sind. Der "ReeVOLT" lässt sich mit bis zu 16 Akkus bestücken (mögliche Akku-Kapazität zwishcen 0,26kWh und 5 kWh). www.reevolt.deMit der rückläufigen Einspeisevergütung verändert sich immer stärker die Motivation von Eigenheimbesitzern, in eine Photovoltaikanlage zu investieren. Früher war die Höhe der Solarrendite vor allem davon abhängig, dass möglichst viel Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist wurde. Künftige Betreiber müssen insbesondere darauf achten, einen möglichst hohen Anteil des eigenen Solarstroms selbst zu nutzen, damit die Investition wirtschaftlich ist.

Eine weitere Triebfeder ist die Möglichkeit, sich mit dem vom eigenen Dachkraftwerk produzierten Solarstrom unabhängiger von der öffentlichen Stromversorgung zu machen und sich somit auch von künftigen Strompreissteigerungen teilweise abzukoppeln.

Allerdings ist es aktuell für motivierte Bauherren gar nicht so einfach, den Eigenverbrauchsanteil über 30, 40 oder sogar 50 Prozent hinaus zu erhöhen. Denn dafür sind zum einen leistungsfähige und bezahlbare Batteriespeicher erforderlich. Ein Bereich, wo noch erheblicher Nachholbedarf bei Forschung und Entwicklung besteht.

Die Politik hat diese Defizite erkannt und ein Förderprogramm für Solarstrom-Speicher aufgelegt, von dem auch investitionsfreudige Hausbesitzer seit dem 1. Mai 2013 profitieren können. Laut Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) können Eigenheimbesitzer mit einem geförderten Batteriespeicher ihren Strombezug um bis zu 60 Prozent reduzieren.

Der Blei-Gel-Batteriespeicher "SolStore 8.0 Pb Home"  (Speicherkapazität: 8 kWh) hat laut Herstelller eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren. www.ibc-solar.deErste Batterie-Akkus für den Eigenheimbereich sind schon auf dem Markt, wobei es zwei unterschiedliche Technologien gibt: auf Lithium-Ionen- und auf Blei-Basis. Die Hauptunterschiede lassen sich am Preis und an der Lebensdauer festmachen. Während es kleine Bleibatteriesysteme schon ab etwa 8000 Euro gibt, starten die Lithium-Ionen-Modelle derzeit ab etwa 13 000 Euro, wobei die Preise mit steigendem Absatz in den nächsten zwei Jahren deutlich fallen dürften.

Bleibatterien sind zwar günstiger, gehen aber schneller kaputt. So gehen die Hersteller von Ladezyklen zwischen etwa 1600 und 3000 aus, während es bei den Lithium-Akkus zwischen 2600 und 15 000 sind. Zur Relation: In einem Durchschnittshaushalt geht man von jährlich 250 Zyklen aus, wobei die Batterie in den Wintermonaten aufgrund des mangelnden Solarstromangebots in der Regel nicht in Betrieb geht. Welche Größe ein Batteriespeicher haben sollte und wie wirtschaftlich er ist, sollte immer anlagenbezogen vom Fachmann berechnet werden.

Tipp: Eine umfangreiche und aktuelle Produktdatenbank für PV-Batteriespeichersysteme gibt es unter www.pv-magazine.de.



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