Sichere Aufsparrendämmung

Dämmungen funktionieren bestens – das ist unumstritten – wenn sie auch luft- und winddicht eingebaut sind. Wie der Einbau von Dämmschichten auf dem Dach sicher gelingt, zeigt beispielhaft dieses Objekt in Stuttgart.

Schritt 1 – Dämmung der Zwischenräume

 Nachdem die alte Eindeckung abgenommen worden war, dämmte man zunächst einmal die leeren Zwischensparrenräume.

Schritt 2 – Verlegung der Luftdichtheitsebene

Es folgte die geradlinige, vollflächige Verlegung der Luftdichtheitsebene in Querrichtung von unten nach oben.

Schritt 3 – Überlappungsbereiche verkleben

An den jeweiligen Überlappungsbereichen kommt es dann auf die sorgfältige Verklebung der Folien untereinander an.

Schritt 4 –  Führung der Luftdichtheitsebene

Die abgesägten Sparrenköpfe erlauben eine einfache Führung der Luftdichtheitsebene hinunter bis auf die Außenwand.

Schritt 5 – Folienkanten verkleben

Die Folienkanten werden durchgängig und rundherum mit einem Spezialkleber auf der Außenwand verklebt.

Schritt 6 – Anschluss an Fassade

So sieht dann der saubere und dichte Anschluss an der Fassade aus. Ein neuer Trauf­balken setzt die Folie zuätzlich fest.

Schritt 7 – Abdichtung der Querstöße

 Zur Abdichtung der Querstöße gibt es im System ein sehr leistungsfähiges Klebeband, das gut und dauerhaft dichthält.

Schritt 8 – Aufsparrendämmung

Auf einer Seite hat schon die Aufsparrendämmung begonnen. Die Konterlatten bilden zugleich den neuen Dachüberstand.

Schritt 9 – Dämmelemente

Die Dämmelemente mit umlaufender Nut-Feder-Verbindung bilden über den Sparren einen vollflächigen Dämmmantel.

Schritt 10 – Dämmfläche anschließen

Mit dem selbstklebenden First- und Gratband wird die Dämmfläche sicher an den aufgehenden Bauteilen angeschlossen.

Schritt 11 – Grate verkleben

Auch die Grate unseres Walmdachhauses sind so oberhalb der Dämmebene winddicht und wasserführend verklebt.

Schritt 12 – Überblick

Blick auf eine fertige Dachfläche mit Dachgaube und außenliegender Verschattung (Rollläden). Nach der Sanierung bietet das Dachgeschoss nun einen hohen Wohnkomfort. Und optisch macht auch die neue Ziegel-Eindeckung einen sehr guten Eindruck.

Weitere Informationen

Luft- und winddicht
Eine Dachkonstruktion wird durch Winde laufend mit Unter- und Überdrücken belas­tet. Ausschlaggebend für die Dämmqualität und den Wohnkomfort unter einem Dach ist daher die Luft- und Winddichtigkeit der Konstruktion. Der Begriff Luftdichtigkeit bezieht sich auf mögliche Luftströmungen von innen nach außen. Bei Undichtigkeiten der Luftdichtungsebene (Dampfbremse) wird feuchte Raumluft (aus Dusche oder Küche) in die Konstruktion eingetragen, was zu Kondensaten und Bauschäden führen kann. Der Begriff Winddichtigkeit beschreibt dagegen Luftbewegungen, die durch Wind von außen auf die Dachkonstruktion ein-
wirken. Wird das Unterdach nicht winddicht verklebt, kann bei starkem Wind kalte, aber auch heiße Luft (sommerlicher Wärmeschutz), unter die Dacheindeckung und in die Dämmebene eindringen und damit die Wirkung der Dämmung (unbewegte Luft) von außen verringern.

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