Einbruchschutz wird immer wichtiger

Schutz vor Einbruch
Foto: Hörmann

Sichern Sie Ihre Immobilie gegen Ganoven für besseren Einbruchschutz. Einbruchschutz sollte immer auf der Agenda stehen, wenn Sie das Eigenheim sanieren oder umbauen. Mechanische und elektronische Sicherheitsmaßnahmen machen Einbrechern das Leben schwer und schlagen sie in die Flucht.

Maßnahmen für einen guten Einbruchschutz

Die gute Nachricht vorweg: Die Einbruchszahlen sinken. Im Jahr 2018 registrierte die Polizei rund 97 000 Wohnungseinbrüche. Das waren 19 000 weniger Delikte als im Vorjahr. 2018 blieben überdies 45 Prozent der Einbrüche im Versuchsstadium stecken. Diese positive Entwicklung ist auf Fahndungserfolge der Polizei zurückzuführen, vor allem aber auch auf die Tatsache, dass Immobilieneigentümer mehr Geld in den Einbruchschutz investieren.

Faktor Zeit: In der Widerstandsklasse RC 3 benötigt der Langfinger fünf Minuten, um eine entsprechend gut gesicherte Tür aufzubrechen. Schüco

Um zu verstehen, warum Sicherheitsmaßnahmen für den Einbruchschutz wichtig sind, sollte man sich in Denkweise von Ganoven hineinversetzen. Für Einbrecher ist der Faktor Zeit von entscheidender Bedeutung. Je länger sie erfolglos versuchen, ein Fenster aufzuhebeln oder eine Haustüre aufzubrechen, desto höher ist die Gefahr, dass sie entdeckt werden und umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihr illegales Tun abbrechen, um nicht aufzufliegen. Dennoch dürfen die gesunkenen Zahlen nicht zu Nachlässigkeit seitens der Immobilieneigentümer führen. Was ist also zu tun?

Mechanischer Einbruchschutz

Einbruchschutz beginnt mit relativ einfachen Maßnahmen. So sollten Bewohner niemals die Fenster gekippt lassen und immer die Haustüre abschließen, wenn sie die Immobilie verlassen. Potenzielle Einbrecher suchen sich Objekte aus, von denen sie annehmen, dass die Bewohner nicht zu Hause sind. Deshalb hilft es, wenn Bewohner mit Licht- und Rollladensteuerung ihre Anwesenheit simulieren.

Sichere Fenster: Das „Aktiv Pilot“-Kippspatelschließblech mit Eckumlenkung, hält bei Aufhebelversuchen der Kraft von über einer halben Tonne stand. Winkhaus

Viel wichtiger ist jedoch die Investition in mechanische Schutztechnik. Bauelemente wie Fenster und Haustüren werden je nach Sicherheitsausstattung in Widerstandsklassen eingeteilt. Je höher die Widerstandsklasse, desto mehr Zeit benötigt der Schurke, um das Bauelement zu knacken. Beispiel: Um eine Haustüre der Widerstandsklasse RC 3 zu knacken, benötigt der Übeltäter lange fünf Minuten – für Einbrecher eine halbe Ewigkeit. Einbruchsichere Beschlagstechnik an Fenstern und Haustüren ist wichtig. Diese sollten über Mehrfachverriegelungen verfügen. Abschließbare Fenstergriffe erschweren den Kriminellen ihr Tun ebenso wie bruchsichere Fensterscheiben aus Verbundsicherheitsglas. Lichtschächte und Kellerfenster kann man mit Gittern sichern. Wird mechanische Sicherheitstechnik mit elektronischer kombiniert, ist das Eigenheim noch sicherer.

Alarmanlagen geben laute akustische Signale, wenn eine Glasscheibe eingeschlagen oder ein Fenster aufgehebelt wird. Außen angebrachte Kameras überwachen das Umfeld der Immobilie, Bewegungsmelder treten in Aktion, wenn sich nachts jemand dem Haus nähert. Wer sein Zuhause mit einer funkbasierten Hausautomation ausrüstet, die Funktionen wie Heizung, Beleuchtung oder Sonnenschutz steuert, kann in dieses System auch den Einbruch- und Brandschutz integrieren. Grundsätzlich gilt: Das Fachhandwerk ist der erste Ansprechpartner.

Smarter Einbruchschutz

Das Gira-Sicherheitssystem „Alarm Connect“ schützt die eigenen vier Wände. Es erinnert nicht ständig an Gefahren, sondern schützt nach Angaben des Herstellers wirkungsvoll davor. Möglich wird das durch richtungsweisende intelligente Technik in einem zurück-haltenden Design. Das Sicherheitssystem geht weit über ein klassisches Alarmsystem hinaus, denn es bietet „Safer Smart Home“ für alle Einsatzbereiche – vom Schutz vor Einbruch, Sabotage und Feuer bis hin zu Aktivitätsüberwachung und medizinischem Notruf.

Foto: Gira

Es ist für den Neubau ebenso gedacht wie für die Renovierung, weil es dank Funktechnologie mühelos nachrüstbar ist. Zudem lässt es sich in bestehende Gira-KNX-Installationen problemlos integrieren. Herzstück des Sicherheitssystems ist die Alarmzentrale. Sie steuert alle Komponenten und leitet Alarmmeldungen an Sirenen oder externe Wachdienste weiter. Daran anschließen lassen sich bis zu 48 Melder. Auch Zusatzfunktionen wie Aktivitätsüberwachung oder Funkmagnetkontakte an Fenstern können in das System integriert werden.

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