Innenausbau in authentischer Betonoptik

Beton-Optik. Foto: www.imi-beton.com

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Nur drei Räume gibt es auf dieser Wohnebene in einem ehemaligen Maschinenturm eines Kraftwerks: Einen riesigen Wohnraum mit offener Küche, dazu ein Schlafzimmer, das mit seiner integrierten Dusche an ein Hotelzimmer erinnert, und schließlich ein Gästezimmer. „Wir wollten nicht, dass Wände eingezogen werden und die große Raumoptik zerstört wird“, so die Eigentümer. 

Dieser klaren und ruhigen Struktur sollte dann auch das Material für die Inneneinrichtung entsprechen. Mit Ausbauplatten in Betonoptik 
hat man schließlich einen Werkstoff gefunden, der ruhig und zurückhaltend wirkt.Außerdem passt die Betonoptik hervorragend zur Fassade des Industriebaus.

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Beton-Optik. Foto: www.imi-beton.com

Tür und Schrankfronten, Waschbecken-Unterschrank und Bettkopf – alles aus einem Guss. Der Innenausbau hat eine eigene und einheitliche Materialsprache. Foto: www.imi-beton.com

Ein weiterer Pluspunkt des Materials ist die leichte Verarbeitbarkeit. Man kann es wie Holz verarbeiten. Fast alles in der Wohnung ist mit dem Verbundwerkstoff gestaltet worden. Wandverkleidungen, große Schränke, Badunterschränke, Sideboards und die Schreibtische. Immer ist auf Gehrung gesägt worden, zudem wurde das Imitat so verarbeitet, dass man keine Kanten und Nähte sieht. Alles wirkt wie aus einem Guss – einem Beton-Guss eben.

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Auch wurden verschiedene 
Möglichkeiten des Werkstoffs genutzt. Zum Beispiel hat man die waagerechten Flächen mit einem transparenten Füllmittel vergossen, um die Poren zu schließen – Beispiel Schreibtisch. Bei den senkrechten Flächen ist die raue Oberfläche hingegen nicht geglättet worden.Die poröse Struktur mit ihren kleinen, natürlich aussehenden Vertiefungen bleibt damit auch haptisch greifbar – nach dem Motto: Sieht aus wie Beton und fühlt sich auch so an.

Beton-Optik. Foto: www.imi-beton.com

Auch Möbelbau ist kein Problem: Hier wurde ein Schreibplatz ebenso in Beton inszeniert wie das Konsolmöbel  links oder die Verkleidung des Wandpfeilers. Foto: www.imi-beton.com

Um die Betonoptik authentisch darzustellen, hat man zudem an den Schränken auf Griffe verzichtet. Stattdessen öffnen sich die Fronten auf sanften Druck. Die perfekte Optik setzte aber auch eine hundertprozentige Unterkonstruktion voraus, damit die Verbundplatten auch versatzfrei angebracht werden können. Ebenso hat man die Kanten (etwa bei den Gehrungen) mit einer Spezialmischung überarbeitet, sodass die Stöße als solche nicht mehr in Erscheinung treten. Eine echt raffiniert imitierte Optik!

(aus der Zeitschrift Bauen & Renovieren 3/4-2017)

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