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Laminat – Meister der Kopie

14.12.2015

Holz ist nach wie vor eines der beliebtesten Dekore für Laminatfußböden. Die hohe Authentizität wird durch aufwändige Replikationsverfahren ausgesuchter Echthölzer sichergestellt. Dadurch sind gerade helle Holzarten wie Buche, Erle und Ahorn, oder auch Obsthölzer geradezu zeitlos. Varianten ergeben sich durch Verfremdungseffekte, wie zum Beispiel weiß gekälkte Naturdekore oder Holzböden in verschiedenen Alterungszuständen. Weitere Akzente setzen mittelbraune, rötliche und dunkle Holzdekore wie zum Beispiel Nussbaum, Kirschbaum und Wengé – oder besonders edle exotische Hölzer, wie Teak oder Palisander.

Neben der Farbgebung erzeugt vor allem die Maserung des Dekors die gewünschte Echtholzoptik, die von schwach gemustert bis sehr lebhaft reicht. Hochauflösende Repliken der natürlichen Vorbilder garantieren dabei einen absolut natürlichen Look, während aufwändige optische Prüfverfahren die ideale Kombination der Dielen zueinander sicherstellen. Laminat-Elemente gibt es übrigens in unterschiedlichen Formaten – als Lang-, Schmal- oder Kompaktdiele.

Um dem natürlichen Vorbild möglichst nahe zu kommen, werden zudem Fasern und Poren in das Dekor eingearbeitet. Der Effekt ist spürbar, denn die Oberfläche ist nicht mehr einheitlich glatt, sondern bietet ein haptisches, sprich fühlbares Erlebnis. Ermöglicht wird dieser Effekt durch modernen Register- und Porensynchrondruck.

Warum auch warten, bis ein neuer Boden alt und rustikal aussieht? Mit Laminat bestimmen Sie von vornherein, wie Ihr Boden hinterher dauerhaft aussehen soll. Neuartige Holzdekore bieten rustikale Optiken mit einzigartig strukturierten Oberflächen, die z. B. wie gebürstet wirken.

Gerade vor diesem Hintergrund lassen sich mit Laminat viele außergewöhnliche und besonders individuelle Raumgestaltungen realisieren.

Laminatfußböden sind in der Regel in drei Schichten aufgebaut: Die Oberseite besteht aus einer dünnen Schicht wasserbasierten Melaminharzes, das frei von organischen Lösemitteln ist. Diese Beschichtung ist, entgegen vieler Vorurteile, gesundheitlich unbedenklich.

Diese transparente Schicht schützt das darunter liegende Dekorpapier gegen den schädlichen Einfluss von Licht, Chemikalien, organischen Lösemitteln und Temperaturen, so dass selbst nach Jahren noch die volle Farbqualität des Dekors erhalten bleibt. Das Dekorpapier wird ohne schädlicher Farbstoffe und Pigmente bedruckt.

Tipp: Achten Sie beim Kauf unbedingt auf die Beanspruchungsklasse auf der Produktverpackung. Dadurch stellen Sie sicher, dass der Bodenbelag auch wirklich für den von Ihnen geplanten Einsatzbereich geeignet ist.

Die dickste Schicht ist die Trägerplatte aus mittel- oder hochverdichteten Holzfasern (MDF- oder HDF-Platten). Um die Holzfasern dauerhaft miteinander zu verbinden, wird vor der Pressung ein umweltverträgliches Leimharz zugemischt, das aus natürlichen Rohstoffen besteht.
Da die Platte aus Holzwerkstoff „arbeitet“, sorgt schließlich auf der Unterseite ein äußerst festes, formbares Gegenzugpapier für die notwendige Stabilität.

Bildergalerie:

Lebendiges Maserbild in ausgewogener Mischung:  Ein Laminatboden in Nussbaumoptik passt auch in  ein modernes Küchenambiente. www.meister.com
Die Landhausdiele LD 300 in verfremdendem Grau wirkt auch auf Grund der eher zurückhaltenden Maserstruktur sehr modern. www.meister.com
Laminat auch  im Bad mit Aquaplus HDF-Trägerplatte und Tiefenstruktur. www.egger.com
Fugenbetonung gewünscht? Besonderheit hier ist die umlaufende extra-feine und schwarz folierte Nano-V-Fuge, die sich rundum dezent abhebt und so den Dielencharakter verstärkt. www.jangal.eu
In diesem Eaum liegt ein geseifter Eicheboden – könnte man denken. Doch die perfekte Reproduktion ist nur ein Druckbild. Der trendige Laminatfußboden Eiche Century geseift  ist aus der Trendtime 1 Serie und weist nur an den Längsseiten gefaste Kanten auf. www.parador.de
Dauerbrenner Eiche in neu interpretierter Ausführung: Laminat-boden Tritty 75 Eiche Artico sand, hier wieder einmal eine Zwei-Stab-Variante. www.haro.de
Das kann nur Laminat: Holzoptik und Marmorstreifen auf einem  Element vereint. Der Effekt überrascht enorm. Edition 1 mit Dark Marble Oak. www.parador.de
Bei dieser Laminat-Art (Elesgo) werden nicht wie üblich Melamin-, sondern Acrylharze eingesetzt, die durch Elektronenstrahlen gehärtet werden. Und während sonst die  V-Fase erst angefräst und dann lackiert wird, was zu einer Dekor-Unterbrechung in der Gesamtfläche führt, werden die Fasen hier beim Contour floor ebenso direkt beschichtet wie die Oberfläche. Ergebnis: Ein absolut harmonischer Übergang von Diele zu Diele – wie bei Holz. www.hdm.info