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Holz, Naturstein, Textilien: Den passenden Bodenbelag für jeden Raum auswählen

29.08.2017

Das Material, die Farbe, die Struktur und die Haptik wirken sich maßgeblich auf die Wohnatmosphäre aus. So sollte der Boden den individuellen Anforderungen zu jeder Gelegenheit standhalten. Die unterschiedlichen Materialien liefern eine facettenreiche Auswahl, die entscheidende Vorteile hervorbringt.

Pixabay © messomx

Foto: Pixabay © messomx

Fällt die Entscheidung für Holz, geht es nicht immer nur um das Parkett. Hier ergibt sich eine Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Formen hölzerner Bodenbeläge. So sprechen Fachleute erst ab einer Echtholz-Nutzschicht von 2,5 mm von einem Parkettboden. Das ist vor allen Dingen bei den Mehrschichtparketts gegeben. Wobei Laminat ebenso wie Vinyl von guter Qualität den Parkett-Aufbau nachahmen. Mit einer unteren HDF-Trägerplatte setzen sich diese Materialien aus mehreren Schichten zusammen. Sie verzichten im Gegensatz nur auf die Holznutzschicht.

Die Oberfläche macht den Unterschied

Die Nutzfläche bezieht sich auf die jeweilige Oberfläche, die im Zusammenhang mit Vinyl und Laminat aus Kunststoff besteht. Im direkten Vergleich fühlt sich Parkett wärmer und natürlicher an, da die hölzerne Oberfläche eine besonders gemütliche Atmosphäre in die eigenen vier Wände bringt. Eine praktische und benutzerfreundliche Alternative bietet das Laminat als Landhausdiele, denn es empfindet diese Echtholzmomente nach.

Zu Recht bezeichnen Handwerker diese Materialien als Alleskönner, da sie in nahezu jedem Raum im Einsatz sind, als äußerst strapazierfähig gelten und noch dazu mit einem günstigeren Preis-Leistungs-Verhältnis zu Buche schlagen. Setzen Hausbesitzer und Mieter auf erstklassige Qualität, macht sich dies noch nach Jahren bezahlt, da die Markenböden oftmals mit einer hohen Lebensdauer und Robustheit punkten.

Ein steigender Holzanteil macht sich auch in einem höheren Preis bemerkbar. Bei der Unterscheidung zwischen Laminat und Vinyl sind vor allen Dingen die Optik und das Design preisbestimmend. Hier offenbart sich eine enorme Preisspanne, die bei unter 10 € ansetzt und über 200 € pro Quadratmeter hinausgeht. In direktem Zusammenhang mit der Auswahl des perfekten Bodenbelags steht die Belastung. So macht es einen Unterschied, ob der Belag in einem Zimmer mit wenig Beanspruchung im Einsatz ist oder in Wohnzimmer und Küche.

Der Bodenbelag wird zu einem zunehmenden gestalterischen Element in den Räumen. Eine reichhaltige Auswahl unterschiedlicher Dekors passt sich verschiedenen Einrichtungsstilen an. So wirken die hochwertigen Vinylböden auf den ersten Blick wie Echt-Holz, Parkett oder Stein. Das ist dem vorgefertigten Dekor aus Fotopapier zu verdanken, das die Hersteller in die Nutzschicht aus Kunststoff einlassen.

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Lebensdauer und Haltbarkeit vom Bodenbelag prüfen

Nicht ausschließlich die Optik und die Haptik sollten über die Auswahl der Bodenbeläge für die Räume entscheiden. Wer auf Ökonomie setzt, entscheidet sich für Material, das über viele Jahre haltbar ist. So lässt sich Parkett zum Beispiel mehrere Male abschleifen und aufpolieren, was Beschädigungen und Kratzer verschwinden lässt. Nicht selten sind die hochpreisigen Bodenbeläge über mehrere Generationen im Einsatz. Vinyl erweist sich als ebenso robust, denn es lässt sich ganz einfach mit einem feuchten Bodenwischer reinigen. In diesem Zusammenhang fällt die Robustheit der Laminatböden positiv auf, gerade wenn es um Unebenheiten und Kratzer geht.

Pflege und Reinigung

Nun dürfte es nicht verwunderlich sein, dass Parkett in der Pflege und Wartung im direkten Vergleich zu Vinyl und Laminat mehr Aufwand verursacht. Wer über die Jahre etwas von seinem Parkettboden haben möchte, sollte diesen mit einer speziellen Pflege regelmäßig reinigen. Bei Laminat reicht es aus, den Boden mit einem handfeuchten Tuch trocken zu wischen. Am einfachsten stellt sich das Säubern von Vinyl dar. Hier müssen Verbraucher eigentlich nichts weiter beachten und können den Fußboden mit jedem beliebigen Putzmittel reinigen.

Was beachten beim Kauf der Bodenbeläge?

Laminat: Auf den Piktogrammen der Produktverpackung finden Kunden Angaben und Eigenschaften zur Lichtechtheit, zur Unempfindlichkeit gegenüber Flecken und zum Abrieb-Widerstand. Dabei sind Laminatböden von NK21 bis NK23 gerade für den privaten Einsatz geeignet.

Vinyl oder PVC: Die oben genannten Nutzungsklassen gelten auch bei Vinyl. In den Eigenschaftssymbolen finden Verbraucher beim Kauf eine Eignung für Fußbodenheizung, eine zusätzliche Anti-Rutsch-Oberfläche und antistatische Vorteile.

Parkett: Parkett ist in drei verschiedenen Klassen als Premium, Natur und rustikal erhältlich. In den Premium-Belägen befinden sich kaum Aststellen, was auf eine sehr stabile Qualität zurückzuführen ist. Rustikale Böden weisen mehr Aststellen und eine weniger robuste Nutzschicht auf.

Teppich: Hier offenbaren die Hersteller-Hinweise die Eigenschaften des Fasermaterials und seine Belastbarkeit ebenso wie die Faserlänge, die Wärmedämmung und die Farbechtheit. Diese Merkmale gelten auch bei der Auswahl für Fliesen und Kork.

Mit pflegeleichten Fertigböden Highlights setzen

Nun reicht die Auswahl der Fußbodenbeläge weit über Laminat, Parkett und Vinyl hinaus. Neben Fliesen, Estrich und Kork entscheiden sich viele Hausbesitzer für eine Kombination mit einem Teppich, um das warme Wohlgefühl zurückzuholen. Zu den aktuellen farblichen Trends gehört das edle und neutrale Grau, da es sich problemlos mit verschiedenen Einrichtungsstilen verträgt.

In den aktuellen Designböden empfinden die Hersteller die Optik von Stein und Holz nach. So ist zum Beispiel „Ceramin“ ein Fußbodenbelag auf Mineralstoffbasis, der keinerlei PVC oder Schadstoffe enthält und sich dank seiner wasserfesten und robusten Eigenschaften auch für Küche und Bad eignet.

Die neuen Fußböden offenbaren erst beim genauen Hinsehen ihren Ursprung und bieten bei der Einrichtung eine facettenreiche Auswahl. So sind die modernen Designs oftmals nicht einmal mehr in der Haptik voneinander zu unterscheiden. Die Fertigböden aus Laminat und Kork sind strapazierfähig und unkompliziert im Verlegen. Dennoch wirken sie, als hätten Stein, Fliesen oder Beton Einzug in das eigene Zuhause gehalten.

Wie Verbraucher den passenden Bodenbelag finden?

Im Prinzip spielt sich auf dem Fußboden zuhause das gesamte Leben ab. So sollten das Material und der Bodenbelag zu den individuellen Ansprüchen passen. Kunden finden direkt in den Verbraucherhinweisen konkrete Symbole zur Lichtechtheit, der Materialdichte, der Dicke und der Robustheit. So bringen die unterschiedlichen Bodenbeläge Vorteile und Nachteile mit in einen Raum. Hier gilt es als Verbraucher abzuwägen, ohne dabei einen Kompromiss in Sachen Qualität und Wertigkeit einzugehen.