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Die Vielfalt von Innentüren

13.07.2017

Noch mehr Design-Vielfalt bei Innentüren, stärkere Transparenz durch Glastüren und komfortable Nutzung: Das sind die aktuellen Trends bei Wohnraumtüren.

Einrichtung und Innenarchitektur revolutioniert die Innentür „Q45“. Ihre bauliche Gestaltung lässt das Element mit der Architektur verschmelzen. Foto: Jeld-Wen

Weiß ist nach wie vor der alles überragende Farbtrend bei den Wohnraumtüren. „Über 70 Prozent der Türen, die unser Werk verlassen, sind weiß. Weil aber viele Häuser und Wohnungen immer offener und heller gestaltet werden, steigt der Anteil an Glastüren stark“, sagt Tim Buschmann, Produktmanager bei Hörmann. Der Tor- und Türspezialist erweitert deshalb sein Glastürenprogramm um mehr als 50 Motive, darunter auch Designs, die so bislang auf dem Markt nicht erhältlich sind. Für ein einheitliches und 
modernes Erscheinungsbild gibt es einige der Glastüren im Designverbund mit den Holztüren. Beide sind dann bezogen auf das Design ansichtsgleich und unterscheiden sich nur im Material. Transparenz muss also keinen Stilbruch bedeuten.

Küchenhersteller machen es vor: zu jedem Wohnstil gibt es das passende Küchendesign von Landhaus über mattmodern bis Hochglanzoberflächen. Das bieten jetzt auch die renommierten Türen-Hersteller an. Die Farben Weiß, Lichtgrau und Anthrazitgrau sind nun auch mit 
ultramatter oder hochglänzender Oberfläche erhältlich. Die ultramatte Oberfläche ist so beschaffen, dass auf ihr keine Fingerabdrücke zu sehen sind. Eine weitere Oberfläche einer neuen Türenlinie erinnert in Optik und Haptik an Schiefer und zeichnet sich durch eine edle Licht- und Schattenwirkung sowie eine reliefartige Struktur aus. „Grautöne sind ein weiterer Trend: sie kommen auch mehr und mehr im Haus- und Wohnungsinneren zum Einsatz. Viele Verfechter der puristischen Architektur möchten nicht nur Haustür, Garagentor und Fenster in der Trendfarbe umsetzen, sondern auch die Innentüren“, so Experte Tim Buschmann.

„Struktura“ für Traditionelle und Trendbewusste. Die Modelle in Kupfereiche gibt es in den Ausführungen gebürstet naturlackiert und gebürstet geölt. Foto: Dana

Bei Türen im Holzdesign verzichten zwar immer mehr Menschen auf Echtholz-Furnier, auf eine möglichst naturgetreue Optik legen sie aber dennoch viel Wert. 

Die Ansprüche werden immer größer: Sehr robuste, stoßfeste und 
reinigungsunempfindliche Oberflächen werden immer mehr nachgefragt und deshalb von den Herstellern auch in noch mehr nahezu naturgetreuen Holzdesigns angeboten. Dabei ist ähnlich wie bei Echtholz die Holzmaserung fühlbar, die Türen sind aber trotzdem lichtunempfindlich, stecken Stöße ohne größere Schäden weg und können beliebig gereinigt werden.

Neben Haptik und Optik steht heute aufgrund der hohen Lebenserwartung auch die Barrierefreiheit im Fokus. Eine extrem leichtgängige Mechanik, nutzergerecht angebrachte Drücker, intuitive Bedienbarkeit sind nur einige der vielen Möglichkeiten, die mehr Komfort für alle Benutzer einer Tür schaffen. Aber gerade für ältere oder körperlich beeinträchtigte Menschen sind diese Eigenschaften entscheidend, wenn es um ein langes, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden geht. Die Gedanken um Funktionalität und wie Türen diesen „Komfort für alle“ unterstützen, ist eine Maxime, die von den renommierten Türenherstellern mit Nachdruck verfolgt wird. 

Im Prinzip kann man die Anforderungen an eine barrierefreie Innentür wie folgt definieren: Maße, Öffnungstechnik und Sicherheit. Die Bewegungsflächen, die Leibungstiefen und der Abstand zu den Hauptschließkanten sind in den DIN-Normen geregelt. Außerdem sollte auf Türschwellen weitestgehend verzichtet werden. Sind diese jedoch nicht zu verhindern, dürfen sie nicht höher als 20 Millimeter sein.

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 6/7-2017)

 

Schiebetüren verbinden Räume, öffnen Wege: mal eher zurückhaltend in der Wand laufend, mal lebendig und ausdrucksstark mit sichtbarer Technik. Foto: Kilsgaard

 

Ganzheitliche Wohnharmonie aus einer Hand. Haustüren, Innentüren, Fenster, Glaselemente, Böden, Treppen, Paneele, Sockelleisten: Alles ist so aufeinander abgestimmt, dass die einzelnen Elemente zusammen eine in sich stimmige, harmonisch wirkende Gesamtkomposition im persönlichen Lebensraum ergeben. Foto: Josko

 

Neue Oberflächen mit mediterranem Flair zeigen Trendkompetenz. Hier das Modern-Türelement Horizont, Decora Vital Pinie Karamell quer. Foto: Herholz

 

Hier wurde bei der Schiebetür-Montage ein Fertigkasten-System eingesetzt, das in Trocken- oder Massivbauweisen verwendet wird. Türen- und Zargenvarianten sind darauf abgestimmt. Foto: Westag & Getalit



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