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Türen austauschen

16.10.2013

Bei der Renovierung der eigenen vier Wände wird ein Element oftmals gern vergessen: Die Zimmertür. Dabei kann gerade mit neuen Türen dem Innenbereich ein ganz anderes – vor allem modernes Erscheinungsbild gegeben werden. Enge Räume wirken plötzlich größer oder der sonst so dunkle Flur ist dank eines Lichtausschnitts im Durchgang nun viel heller als zuvor.

Eine Bandbreite ver­schiedener Varianten und Oberflächen bieten zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Räumlichkeiten. Zum Beispiel muss nicht jede Tür schwenkbar sein. Der Zugang zu einem kleinen Badezimmer könnte auch mit einer Falttür optimiert oder ein großes Wohnzimmer mit einer zwei­flügeligen Schiebetür aufgewertet werden.

Türen mit Glaselementen sorgen für natürliche Helligkeit in den Räumen. Foto: VHITür-Bauarten
Nicht nur Räume werden höher, auch die Menschen werden größer. Beim Neubau kann man das berücksichtigen, im Bestandsgebäude ist es wegen der vorgegebenen Sturzhöhen eher schwierig. Und so ist neben dem Standardmaß von 1,98 Meter zunehmend das Übermaß 2,11 Meter gefragt. Dennoch: Wer gerade in älteren Häusern Räume optisch erhöhen möchte, kann z. B. den ausgemauerten Sturzbereich zurückbauen (Deckenstatik bzw. Deckenbalkenlagen beachten!) und so mit der optimierten Höhe auf neuesten Komfortstandard kommen. Das streckt gewaltig in die Höhe und sorgt für markante Modernität.

Auch Türen mit dekor­gleichen Füllungen, die oberhalb der Türzarge weiter bis zur Decke laufen, können eine Lösung sein. Hier im oberen Bereich lassen sich dann zudem sogenannte Oberlichter einbauen, die zusätzlich für Lichteinfall sorgen, ohne den Blick in den anderen Raum freizugeben. Und schließlich sind auch echte raumhohe Türen eine Alternative. Diese enden direkt unter der Decke, die ihrerseits ohne Sturz von Raum zu Raum durchläuft.

Bei der Oberflächenwahl spielt zunehmend auch die Haptik eine Rolle. Foto: VHIOberflächen zum Fühlen
Besonders robust und langlebig im Vergleich zu Naturhölzern sind CPL-Beschichtungen (Continuous Pressure Laminate), die aus mehrschichtigem und unter hohem Druck zusammengepressten Laminat bestehen. Zudem sind CPL-Türen leicht zu reinigen. Derzeit im Trend sind die Weiterentwicklungen der CPL-Oberflächen mit sichtbarer und – da die Haptik bei Alltagsgegenständen zu­nehmend gefragt ist – auch mit fühlbarer Struktur. So wird die Tür nicht nur zum Hingucker, sondern zusätzlich zum Handschmeichler.

Wer noch höhere Ansprüche in Sachen Robustheit hat, kann auf HPL-Türen zurückgreifen. HPL steht für High Pressure Laminate und meint Schichtstoffplatten, die unter Hochdruck zusammengefügt werden und überaus strapazierfähig sind.

Der natürlichen Anmutung von Holz am nächsten kommen furnierte Türflächen. Die Sichtseiten sind aus dünnen Holzlagen und weisen die Maserung sowie den Wuchs eines Baumes auf, was jede Tür zu einem Unikat macht. Für den nötigen Schutz sorgen Lackierungen. Moderne Walz- und Spritzverfahren sowie UV-härtende, umweltschonende Lacke in nahezu jeder Farbe bieten nicht nur eine optimale Oberflächenqualität, sondern sind auch langlebig und leicht zu pflegen. So sind Farblackierungen ebenso möglich wie dezente Pastelltöne – beides steht Furnierflächen besonders gut.

Touch Pinie von Prüm verbindet die authentische Wirkung natürlicher Hölzer mit den robusten Eigenschaften pflegeleichter CPL-Oberflächen.<br />
Foto: PrümTüren mit Funktion
Nicht nur bei der Wahl der Oberfläche ist das künftige Einsatzgebiet der Tür zu beachten – je nach Raum und Nutzung spielen auch andere Ausstattungsfeatures eine Rolle. So empfiehlt sich beispielsweise im Flur eine Tür mit wärmedämmenden Eigenschaften, sodass die Kälte in der Diele und die Wärme im Wohnraum bleiben.

Dementsprechend gibt es Feuchtraumtüren für das Badezimmer oder auf Schallschutz optimierte Türen für den Proberaum des schlagzeugspielenden Sohns. Und wem zusätzliche Sicherheit wichtig ist, für den gibt es Türen mit Einbruchschutz. Sie sind mit einem speziellen Schließsystem ausgestattet und halten aufgrund ihres besonderen Aufbaus mechanischen Einwirkungen besonders gut stand.

Ein Garant für die Qualität dieser und anderer Innenraumtüren ist das RAL-Gütezeichen. Es steht unter anderem für Verformungsstabilität, sehr gute Maßhaltigkeit und Bedienerfreundlichkeit. Außerdem umfassen die Güte- und Prüfbestimmungen des RAL-Zeichens, dass das verwendete Holz überwiegend aus zertifiziert nachhaltiger Waldwirtschaft stammt.

Tausch leicht gemacht
Obwohl durch den Austausch alter Türen die Wirkung der eigenen Wohnung komplett verändert werden kann, scheuen viele renovierungswillige Hausbesitzer einen Türenwechsel. Dies liegt meist in der Annahme, der Wechsel sei mit hohen Kosten und großem Schmutz verbunden. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich eine Tür in weniger als einer Stunde austauschen – ein Fachmann kann sogar noch weniger Zeit benötigen.

Gebürs­tete Aluminium-Dekoreinlagen trennen bei dieser stumpf einschlagenden Tür mit  kantiger Zarge die wechselweise waagerecht und senkrecht mit  Roheffekt-Eiche furnierten Felder. www.koehnlein- tueren.de
Dank eines speziellen  Beschlages können die Drehtüren des  Systems Turn nach beiden Seiten bis zu  90 Grad ge­öffnet werden. Die Dicke des Türblattes ist bis hin zur Wandstärke möglich. www.bodor-ktm.com
Viel Komfort bei wenig Raum  bietet die platzsparende, vor der Wand laufende Schiebetürvariante mit U-Stahlzarge. Das Modell aus dem Solid Style-Programm ist mit dem laufleisen Soft-Stopp-System ausgestattet. www.hoermann.com
Die Flächen­fräsungen bei allen Lombardo Modellen  können in verschiedenen Farben lackiert  werden. Dies ermöglicht es, eine dezente  optische Verbindung von Tür und Raum zu schaffen. www.jeld-wen.de
Gedeckte, dezente Farben  wie Grau- und Beigetöne  liegen im Trend.  VHI
In der kunststoffbeschichteten Wohnraumserie Style werden vier Musterprägungen angeboten. Kombiniert mit einem der fünf Trendfarben entstehen so ausgefallene Türen, die das Erscheinungsbild im Wohnraum entscheidend prägen. www.westag-getalit.de