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Einbau einer Regenwassernutzungsanlage

08.06.2017

Vorgaben der Behörden, steigende Wasser- und Abwassergebühren, ja sogar Niederschlagswassergebühren sowie mehr Bewusstsein fürs kostbare Nass: Der Einbau einer Regenwassernutzungsanlage lohnt sich.

Jeder wollte hier mithelfen: Aber auch mit zwei Mann lässt sich der Tank bequem in die Grube einbringen. Foto: Graf

Wer den Außenbereich, seinen Garten neu anlegt, sollte sich die Chance auf den Einbau einer nahezu unsichtbar integrierten Regenwassernutzungsanlage nicht entgehen lassen.

Ein solcher Zeitpunkt im Rahmen von „sowieso“ anliegenden Verschönerungsarbeiten wäre ideal. „Aber auch geplante An- und Umbaumaßnahmen sowie die Sanierung eines Bestandsgebäudes können Anlass sein, das geschenkte Nass sinnvoll zu verwerten“, so Andreas Steigert, Marketingleiter beim Regenwasserspezialisten Otto Graf aus Teningen.

Der Aushub für den Flachtank „Platin“ lässt sich mit einem Mini-Raupenbagger erstellen. Foto: Graf

Und, wie unser Beispiel zeigt, lassen sich Befürchtungen, dass durch den Einbau bereits angelegte Garten- und Grünanlagen stark in Mitleidenschaft gezogen würden, überzeugend ausräumen. „Diese Bedenken können wir sehr schnell zerstreuen, wenn wir erklären, dass wir für die Regenwassernutzungsanlage einen Flachtank einbauen und den wenigen Aushub mit einem Minibagger bewältigen“, weiß Michel Kopp, Prokurist beim Garten- und Landschaftsbauer Meding. Er berät seit Jahren Interessenten über die Vorteile einer Regenwassernutzungsanlage. Dieses Argument hat auch einen Eigenheimbesitzer überzeugt, der einen Flachtank „Platin“ von Graf mit 1500 Liter Fassungsvermögen einbauen ließ. In nur zwei Manntagen war alles fertig.

Nach dem Einbringen des Tanks wird er mit Rundkornkies eingebettet. Das Material lässt sich per Handstampfer verdichten. Foto: Graf

„Aufgrund der flachen Bauweise, die wir für den Kunststofftank ‚Platin‘ gewählt haben, reicht, je nach Tankgröße und Niveau der Anschlussleitungen, zumeist eine Aushubtiefe von 1,20 bis 1,50 Metern aus. Die für den Flachtank benötigte Grube kann somit noch mit einem Mini-Raupenbagger ausgehoben werden“, erklärt Andreas Steigert. Flachtanks aus Kunststoff eignen sich nicht nur wegen des geringen Erdaushubs, sondern auch wegen des geringen Gewichts für den nachträglichen Einbau.

Mit einem Rollrasen lassen sich die Einbauspuren in kurzer Zeit beseitigen. Foto: Graf

Der Flachtank wiegt nur 80 Kilogramm und konnte von zwei Mitarbeitern an den Einbauort getragen werden. Dies reduziert eine unerwünschte Verdichtung des Bodens sowie größere Schäden an Weg- und Grünflächen auf ein Minimum. Der Einbau einer vergleichbaren Betonzisterne macht den Einsatz deutlich schwererer Baumaschinen notwendig. Der Tank mit den Grundmaßen 210 x 125 x 70 Zentimetern (ohne Tankdom) wurde ohne großen Kraftaufwand mit zwei Gurten auf das vorbereitete Bett aus Rundkornkies abgelassen. Die stabile Tank-abdeckung kann leicht an die Geländetopografie angepasst werden. Die Teleskop-Domschächte sind hierzu stufenlos höhenverstell- und um 5 Grad neigbar. In der Farbe „Rasengrün“ und mit dem bündigen Abschluss zur Geländeoberkante fügt sich die Tankabdeckung harmonisch in den Garten ein und ist damit kein Hindernis beim Rasenmähen. Alternativ werden eine Pkw-befahrbare schwarze Gussabdeckung oder ein Adapter für Betonringe angeboten. Der Schlauch zur Gartenbewässerung wird mit einer handelsüblichen Schlauchkupplung direkt an eine Wassersteckdose in der begehbaren Tankabdeckung angeschlossen. Ergänzend oder beim Einsatz einer Gussabdeckung kann eine zweite externe Wassersteckdose mit zwei Anschlüssen frei im Garten positioniert werden.

Der Schlauch zur Gartenbewässerung wird mit einer handelsüblichen Schlauchkupplung direkt an eine Wassersteckdose in der begehbaren Tankabdeckung angeschlossen. Foto: Graf

Unser Beispiel zeigt, dass eben auch der nachträgliche Einbau einer 
Regenwasser-Zisterne von Fachleuten mit einem überschaubaren Aufwand geleistet werden kann.

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 6/7-2017)

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