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Ein Spa in den eigenen 4 Wänden einrichten

27.03.2018

Mit dem Beginn des Frühlings und damit endlich dem Herannahen wärmerer Tage wird uns Menschen erneut bewusst, wie sehr wir die Wärme vermisst haben. Dass der Mensch ein beständiges Bedürfnis nach Wärme hat, erkennt er besonders dann, wenn er lange Kälte zu ertragen hatte oder eine Vielzahl von Stressoren seinen Alltag prägt. Vermutlich sehnen Sie sich gerade nach einem Kurzurlaub oder einem Wellnesswochenende? Doch wo lassen sich die eigenen Energiereserven besser auftanken als im vertrauten Zuhause? Stellen Sie sich vor, Sie haben ein „Home-Spa“ direkt in Ihrem Badezimmer: Verabreden Sie sich mit Ihrer Badewanne, Ihrer Heimsauna und lassen Sie sich dabei von Ihrer Infrarotheizung sanft wärmen. Was sich wie ein Märchen anhört, kann für Sie Realität werden. Alles, was Sie für Ihr Wellnesserlebnis brauchen, erfahren Sie hier.

Die Relevanz von Erholung:

In unserer beschleunigten Gesellschaft wird Arbeit und Leistung groß geschrieben und am Feierabend fällt es vielen Leuten schwer, sich den nötigen Ausgleich zu gönnen. Interessanterweise wird im Internet der Begriff „Spa“ am häufigsten in Estland gesucht (analysiert durch Google Trends von 2004 bis heute), gefolgt von Malaysia und Italien. Deutschland liegt in Bezug auf diese Suchanfrage nur auf Platz 38. Der Begriff „Wellness“ hingegen wird am meisten in Ungarn gesucht, gefolgt von Slowaken und Schweizern. Hier liegt Deutschland auf Platz 5. Wenn derartigen rudimentären Analysen geglaubt werden soll, so kann mit Vorbehalt davon ausgegangen werden, dass in Deutschland tatsächlich ein wie auch immer geartetes Bewusstsein von Wellness existiert. Doch inwieweit hierzulande die Bedeutungen von Achtsamkeit, von Balance zwischen Geist und Körper sowie von Entschleunigung vom Berufsalltag, die Kernaspekte jeder Wellnessanwendung, verstanden und umgesetzt werden, bleibt nur zu vermuten.

Spa oder Wellness:

Im Allgemeinen wird die Bezeichnung „Spa“ aus dem Lateinischen mit „sanus per aquam“ (deutsch: „Gesund durch Wasser“) abgeleitet. Einige Kritiker behaupten jedoch, dass diese Herleitung falsch sei und verweisen dabei auf den belgischen Badeort „Spa“. Seit dem 16. Jahrhundert genießen hier, so die Überlieferung, nicht nur britische Touristen Anwendungen und nutzen die warmen Bäder zur Entspannung. Dieser Sachverhalt wirft den Gedanken auf, dass als „Spa“ ursprünglich jede Art von Mineralquelle bezeichnet wurde. Erst einige Jahrhunderte später wurde das Wort „Spa“ auch auf Badebereiche und Wellnesseinrichtungen angewendet. Vor allem im deutschsprachigen Raum werden die Begriffe „Spa“ und „Wellness“ fast synonym verwendet, wobei sie grundsätzlich nicht das Gleiche implizieren. Während die Bezeichnung „Wellness“ als Kombination der englischen Worte „fitness“, „happiness“ und „well-being“ verstanden werden kann, also gleichbedeutend mit „Wohlbefinden“ zu übersetzen ist, konzentriert sich ein Spa stets auf Anwendungen mit Wasser. Wer sich nach Wellness sehnt, sucht nach körperlicher, seelischer und geistiger Entspannung – hinzukommen für gewöhnlich noch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Während Wellness somit ein ganzheitlich gesundheitsförderndes Konzept symbolisiert, ist ein Spa, streng betrachtet, nur ein Teilbereich von Wellness und daher gegebenenfalls auch vernachlässigbar.

Anforderungen an Ihre Wohlfühloase:

Ein Spa bzw. eine Wellnesseinrichtung können Sie auch bei sich zu Hause aufbauen. Eine klare Definition, was in einem typischen Spa oder Wellnesstempel vorhanden sein muss, gibt es jedoch nicht. Neben Wasseranwendungen ist selbstverständlich auch Wärme ein bedeutender Faktor für ein derartiges Wohlfühlambiente. Was ein richtiges „Home-Spa“ von einem Badezimmer unterscheidet, ist mit Sicherheit seine großzügige Ausstattung. Sie müssen hierfür in Ihrem heimischen Bad jedoch nicht zwangsläufig einen Whirlpool, eine Sauna, eine Luxus-Dusche oder ein auch Dampfbad installieren, wenngleich dies natürlich der Luxusausstattung einer beispielhaften Wellnessoase sehr nahe kommt. Doch auch eine Badewanne mit Sprudelfunktion, eine Infrarotheizung und eine Liege zum Ausruhen sorgen bereits für das typische Wellnessgefühl. Abgerundet wird die Atmosphäre durch gedämmtes und indirektes Licht (am besten warm-weißes mit gelblichem Touch bzw. farbiges Licht). Oder wie wäre es zum Beispiel mit einem bezaubernden „Sternenhimmel“ aus kleinen LED-Leuchten? Nach Belieben können Sie noch Kosmetik- und Maniküre-Fleckchen hinzufügen.

Infrarotheizung
Saunagänger wissen die behagliche Wärme von Infrarotheizungen zu schätzen. Quelle: pixabay.com © solskin (CC0)

Die Behaglichkeit einer Infrarotheizung:

Bei einer Infrarotheizung werden Gegenstände im Raum sowie das dazugehörige Mauerwerk durch Infrarotwellen erwärmt, weswegen die Heizung auch auf diese ausgerichtet sein sollte. Diese wiederum geben – beispielsweise im Gegensatz zu Fenstern – die gespeicherte Wärme an die Luft ab. Infrarotstrahlen sind sozusagen wie Sonnenstrahlen – elektromagnetische Wellen, die keinerlei schädliche Wirkung auf den menschlichen Körper haben, sondern als wohltuende Wärmestrahlung wahrgenommen werden. Richtig positioniert, können sie nicht nur Strom sparen, sondern auch noch effektiv vor Schimmelbildung schützen. Die kreative Einbindung von Infrarotheizungen – beispielsweise als Handtuch- oder Spiegelheizung – macht sie dabei nahezu unsichtbar. Sie können also bequem und ungestört Ihrem Wellnessprogramm nachgehen, während Sie rasch von sanften Infrarotstrahlen umschmeichelt werden. Sie können unbesorgt Ihrer Lieblingsplaylist lauschen, denn die Heizung ist geräuscharm und wirbelt zudem noch keinerlei Staub auf wie etwa herkömmliche Heizungen. Infrarotheizungen lassen sich überdies sehr gut mit Photovoltaikanlagen verbinden, wodurch sie noch ökologischer werden, als sie es ohnehin schon sind.

Erholung mit allen 5 Sinnen:

Eine Entspannung wird dann optimal auf Sie wirken, wenn Sie dabei alle Ihre Sinne ansprechen: Fühlen, Hören, Riechen, Sehen und Schmecken. Gönnen Sie sich Ihre Lieblingssnacks zum Wellnessprogramm und hören Sie dabei Ihre Lieblingslieder. Ein paar gut positionierte Kerzen und Leuchten sorgen zudem für eine besonders harmonische Stimmung in Ihrem Bad, welche noch von aromatischen Duftakzenten Ihrer Wahl unterstrichen werden kann. Eine „echte“ Französin würde zum Beispiel einen „thé au miel et à la verveine“ (einen Verbenentee mit Honig) trinken. Um den Tag perfekt ausklingen zu lassen, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten offen:

  • Bewegung: Sie brauchen einen Ausgleich zum vielen Sitzen am Schreibtisch. Optimal sind nun Yoga-Übungen, da Sie hier Ihren Körper dehnen und strecken müssen. So reduzieren sich Verspannungen und Ihre Muskulatur wird gelockert.
  • Gesichtsmaske: Insbesondere abends verlangt die Haut nach Feuchtigkeit. Schuld daran hat die für gewöhnlich trockene Büroluft.
  • Massage: Egal ob Fuß, Hand, Kopf oder Körper, massieren Sie sich oder lassen Sie sich massieren. Das dabei ausgeschüttete stressreduzierende Wohlfühlhormon Oxytocin wird Ihnen neue Energien vermitteln.
  • Peeling: Ein Peeling löst Hautschüppchen, regt die Durchblutung an und verleiht der Haut ein gesundes Erscheinungsbild.
  • Vollbad: Ein warmes Vollbad ist die wohl beste Entspannung nach einem langen Tag. Bereits nach zwei Minuten lockern sich Ihre Muskeln und Ihre Atmung wird gelassener.

Denken Sie jedoch daran: Für absolute Entspannung ist komplette Ruhe am besten. Daher sollten Sie Ihr Smartphone am besten ab und Ihr Telefon ausstellen.

Duftkerze
Nicht zu unterschätzen ist der wohltuende Effekt von ein paar aufgestellten Duftkerzen. Quelle: pixabay.com © taniabri777 (CC0)

Jeder Mensch braucht einen Rückzugsort, um sich von den tagtäglichen Anstrengungen wirksam zu erholen. Am besten geht das natürlich in einem persönlichen Wellnesstempel – ausgestattet mit Wasseranwendungen und viel Wärme. Bei einer Infrarotheizung fühlt sich ein Raum zum Beispiel schon bei 19°C Lufttemperatur behaglich warm an. Sie sparen dadurch nicht nur eine Menge Strom, sondern halten auch eine mögliche Schimmelbildung in Schach. Die Größe der jeweils benötigten Infrarotheizung hängt dabei vom Energiebedarf Ihres jeweiligen Raumes ab. Am besten lassen Sie sich von einem seriösen Heizungsplaner beraten, um herauszufinden, wie Sie Ihre Infrarotheizung optimal in Ihr Bad integrieren können. Damit Ihr Bedarf nach Erholung am Abend nicht so groß ausfällt, sollten Sie auch in Ihren Alltag viele kleine Pausen einbauen. Diese seien laut dem „Deutschen Wellness Verband“ demnach viel effektiver als ein lange Pause.