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Rauchmelder im Haus retten Leben

18.06.2014

Die meisten Brandopfer sterben nicht durch Feuer sondern an Rauchvergiftung. Rauchwarnmelder können durch ein rechtzeitiges Warnsignal Leben retten. Foto: blaulichtfoto/fotoliaSchon raucht‘s. Damit erst gar keine tödliche Brandgefahr entsteht,schlagen Rauchwarnmelder frühzeitig lautstark Alarm. Was es bei der Installation zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Rauchmelder oder Rauchwarnmelder in allen Bundesländern Pflicht sind. Und das ist auch gut so. Denn jeden Monat verunglücken in Deutschland nach Angaben des Forum Brandrauchprävention e.V. rund 40 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. „Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung“, konstatieren die Präventions-Experten. Und: „Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.“

Ausgelöst wird ein Brand beispielsweise durch Fahrlässigkeiten wie das Rauchen im Bett oder das Vergessen von brennenden Kerzen. Weitaus häufiger jedoch sind technische Defekte verantwortlich für den Ausbruch von Feuer. Das Tückische daran: Nachts, wenn der Mensch schläft, riecht er nichts. „Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein“, betont das Forum Brandrauchprävention, „die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.“

Rauchmelder können also tatsächlich Lebensretter sein. Brandschutzexperten empfehlen die Installation eines Rauchmelders in den Fluren jedes Stockwerks, im Schlaf- und im Kinderzimmer und in der Küche. Den optimalen Schutz erhalten die Bewohner jedoch nur, 
wenn Rauchwarnmelder in allen Räumen angebracht wurden.

Sie werden an der Decke installiert. Ein optischer Mechanismus sorgt dafür, dass bei Rauchentwicklung ein Alarmton ausgelöst wird, der mit Lautstärken von ca. 85 Dezibel auch Menschen mit sehr tiefem Schlaf aufweckt. Es gibt batteriegestützte und netzgebundene Versionen. Die Lebensdauer der Batterie liegt je nach Geräteausführung bei zwei bis zwölf Jahren. Wird die Batterie schwach, meldet dies der Rauchmelder per akustischem Signal.

Rauchwarnmelder sollten gemäß Empfehlung der Initiative Elektro Plus die Anforderungen der Norm DIN EN 14604 erfüllen, da diese Geräte sich ständig selbst überprüfen (z.B. einmal pro Minute). Und wenn der Hausbesitzer persönlich nach dem Rechten schauen will, kann er die entsprechende Prüftaste drücken. Da die Rauchmeldertechnik ein gewisses Know-how erfordert, ist von Billigversionen dringend abzuraten, zumal ordentliche Geräte je nach Ausführung für 25-90 Euro zu haben sind.

Ist ein Haus mit einem intelligenten Steuersystem ausgestattet, lassen sich auch die Rauch- und Wärmemelder vernetzen. Der Vorteil: Registriert ein Melder Rauch oder eine ungewöhnliche Wärmeentwicklung, schlagen sämtliche Geräte Alarm. Darüber hinaus können je nach Installation Meldungen per E-Mail weitergeleitet oder an der Bedienoberfläche (z.B. Wanddisplay oder Tablet) sichtbar gemacht werden. Außerdem können weitere Befehle ausgelöst werden: 
z. B. Beleuchtung ein und Rollläden auf, damit im Falle eines Falles die Fluchtwege sichtbar und vor allem offen sind.

Weitere Infos:
www.rauchmelder-lebensretter.de

Augen auf beim Rauchmelderkauf!

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt beim Kauf von Rauchmeldern auf folgende Punkte zu achten:

1. Das CE-Zeichen: Kaufen Sie nur Rauchmelder mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“.

2. Neues Prüfzeichen „Q“: Das „Q“ ist ein unabhängiges und herstellerneutrales Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geprüft wurden. Diese Leistungsmerkmale müssen vorhanden sein: geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen, erhöhte Stabilität, z. B. gegen äußere Einflüsse, fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer. Das „Q“ erscheint immer in Verbindung mit den Prüfzeichen der VdS Schadenverhütung oder dem Kriwan Testzentrum.