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Sicherheit vor Einbruch

27.06.2013

Mit einer Alarmanlage, die bei Glasbruch oder sonstiger Gewaltanwendung einen schrillen Ton und ein Warnlicht auslöst, haben es Gauner schwer Beute zu machen.Dass Schutzmaßnahmen am Haus ein Muss sind, zeigt ein Blick auf die einschlägige Statistik. Die Zahl der vollendeten und versuchten Wohnungseinbrüche in Deutschland hat 2012 nach Erhebungen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im vierten Jahr in Folge deutlich zugenommen. Nach Auswertung der Kriminalstatistiken von 12 der 16 Bundesländer ergeben sich bundesweit etwa acht Prozent mehr Fälle als 2011, als insgesamt 132600 Wohnungseinbrüche registriert worden waren. Seit 2008 mit damals erfassten 108300 Fällen ist ein Anstieg von annähernd 30 Prozent zu verzeichnen.

Der GdP-Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut appellierte angesichts des dramatischen Anstiegs der Einbruchszahlen an alle Länder, sich an einem bundesweiten Lagebild zu beteiligen. Er hatte bereits anlässlich der 2011er Statistik drastisch gewarnt: „Deutschland entwickelt sich zum Einbrecherparadies.“ Besitzern von Immobilien empfiehlt der GdP-Chef dringend „bessere Sicherungsmaßnahmen.“

Diese sind äußerst wirksam, denn die meisten Ganoven geben den Einbruchsversuch schnell auf, wenn sie auf Widerstand stoßen. Die Maßnahmen sollten zwei Bereiche umfassen: Zum einen eine stärkere mechanische Sicherung von Haustüren und Fenstern durch Mehrfachverriegelung (Pilzkopfzapfen), Zusatzriegel, Gitter etc. Auch gern vernachlässigte Nebentüren wie z.B. die Keller- oder Terrassentüren sollten Tätern den Zugang zum Haus so schwer wie möglich machen.

Bewegungsmelder im Garten und am Hauseingang sind in Verbindung mit entsprechender Ausleuchtung eine wirkungsvolle Maßnahme, um Langfinger abzuschrecken bzw. in die Flucht zu schlagen.Zum andern sollten diese Sicherheitsvorkehrungen ergänzt werden durch elektronische Hilfsmittel. Hierzu zählen Alarmanlagen, Bewegungsmelder oder eine Video-Türsprechanlage. Ist das Haus mit einer intelligenten Steuerung ausgestattet, lassen sich die einzelnen Bestandteile miteinander verknüpfen. So kann z.B. ein Warnsignal aufs Handy oder an einen Sicherheitsdienst erfolgen, wenn sich ein Einbrecher an der Haustür zu schaffen macht.

Warum Hausbesitzer mit dem Thema Sicherheit relativ fahrlässig umgehen, ist schwer erklärbar. Denn die Kosten für wirksamen Schutz sind überschaubar. „Ein Basis-Sicherheitspaket für ein Einfamilienhaus kostet jedoch je nach Größe des Hauses nur zwischen 1 500 und 2 500 Euro mehr“, rechnen die Experten der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ vor. 
Eine einfache Alarmanlage für Einbrüche, Rauch oder Gas schlage mit rund 2 500 Euro zu Buche.

Auch eine nachträgliche Absicherung sei möglich: „Rund 200 bis 300 Euro pro Fenster und ca. 750 Euro für die Haustür muss der Eigenheimbesitzer für die Nachrüstung kalkulieren.“ Wer elektronische Sicherungsmaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt plane, „sollte in der Rohbauphase Leerrohre installieren lassen. Das spart Kosten und vermeidet unansehnliche Notlösungen.“

Weitere Infos und Beratung gibt es unter:
www.nicht-bei-mir.de

www.k-einbruch.de

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