
Bunt und grün, viel Freiflächen, Zonierungen und technische Features – dieser Dachgarten präsentiert sich in völlig neuer Bauweise. Das Flachdach wurde mit einem aufgestelzten Terrassensystem gestaltet, das vielerlei Ergänzungskomponenten enthält.
Dachterrasse mit Sanierungsbedarf
In luftiger Höhe und mit Blick über die Dächer von Fürth und Umgebung könnte man es sich wirklich gut gehen lassen. Denn hier wartet eine Penthouse Wohnung mit einer 210 Quadratmeter großen Dachterrasse auf. Doch leider wartete diese auch auf eine grundlegende Sanierung.
An eine genussvolle Nutzung in dieser Aussichtslage war bislang nicht zu denken. Denn bereits nach sieben Jahren waren der bisherige Holzdielenbelag stark verwittert und die Unterkonstruktion morsch und faul, da diese ständig im Wasser stand.
Aufgabe war es nun, einen Belag zu finden, der langlebig und wartungsfreundlich ist und auch den ästhetischen Ansprüchen genügt. Bestenfalls sollte dieser dann auch neue vielfältige Bedürfnisse abdecken sowie modular und flexibel sein. Und: Alles sollte perfekt zusammenpassen.
Mehr als nur ein Belag
Unsere Wohnungsbesitzer haben sich für ein Gesamtsystem entschieden, das gleich mehrere Vorteile bietet: So werden Materialien verwendet, die nicht verrotten. Das System kombiniert Feinsteinzeug und Polypropylen zu einer Leichtbau-Systemplatte. Ein Raster legt die Fugenbreite fest, die Platten können sich nicht verschieben.
Die Fugenbreite ist minimal, sodass kaum Blätter eingetragen werden. Sollte doch einmal etwas auf die wasserführende Ebene kommen, lassen sich die Platten einzeln herausheben. Die Unterkonstruktion besteht aus unverrottbaren Stelzlagern. Diese sorgen für einen ungehinderten Wasserablauf und lassen Strom- und Wasserleitungen leicht verlegen. Durch das einfache Handling der Elemente kann die Fläche immer wieder neugestaltet werden.
Der Plan: Komplettsanierung und Zonierung
Im konkreten Fall war erst eine Komplettsanierung von Dampfsperre, Dämmung und Abdichtung der Dachfläche erforderlich. Zudem sollten die Probleme des ursprünglichen Belags nicht wieder auftauchen, und die neue Terrasse sollte Zonierungen für unterschiedliche Nutzung bieten:
Dank des festen Rasters ließen sich alle Elemente wie Pflanzwannen, Leuchtkuben, Strom- oder Wasserbauteile einfach platzieren und genauso einfach verändern. Denn oft lassen sich Räume oder auch Blickwinkel erst bei der Realisation richtig erkennen – Lieblingsecken entstehen vielleicht erst mit dem Beleben der Terrasse.
Nach der Platzierung der einzelnen Elemente erfolgte die Elektrifizierung wie auch die Wasserführung. Dank der werkzeuglosen Verlegung kann dies ganz am Schluss erfolgen. Auch die Bewässerung der Pflanztröge und Pflanzwannen erfolgt unsichtbar von unten. Allein bei einer Rasenfläche ist die Sprühbewässerung von oben vorzuziehen.
Schritt für Schritt Anleitung
Schritt 1 – Anlieferung

Schritt 2 – Erste Plattenreihe verlegen

Schritt 3 – Gitterplatten justieren

Schritt 4 – Niveauausgleich mit Wasserwaage

Schritt 5 – Überblick

Schritt 6 – Ergänzungen integrieren

Schritt 7 – Wasserablauf

Schritt 8 – Ausnivellieren der Gitterroste

Schritt 9 – Schnur spannen für exakte Verlegung

Schritt 10 – Andere Perspektive

Schritt 11 – Integration von anderen Systemelementen

Schritt 12 – Pflanztröge

Schritt 13 – Pflanzenwannen

Schritt 14 – Auffüllen der Erde

Schritt 15 – Sichtschutz

Schritt 16 – Großer Pflanzentrog

Schritt 17 – Erste Zonierungen

Schritt 18 – Hochbeete

Weitere Informationen
PDF Download: Flachdach mit neuem Terrassensystem