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Moderne Wohnraumtreppen

15.02.2011

Heutige Wohnraumtreppen haben sich der geradlinigen Hausarchitektur angepasst. Möglichst schnörkellos, aber dennoch markant und individuell, so heißt die Devise.

Treppen sind ja inzwischen im Wohnraum integriert, das kalte separate Treppenhaus ist im Einfamilienhaus – ob massiv gebaut oder als Fertighaus – kaum mehr anzutreffen. Und auch bei Modernisierungen im Bestand wird im Zuge der Grundriss-umstrukturierung meist auch die Treppe umfunktioniert und umgestaltet. Dann wird der Treppe auch mehr Augenmerk geschenkt, zumal sie ja fester Bestandteil der Wohnwelt geworden ist.
So wie die moderne Architektur sich momentan auf gerade Linien, reduzierte Formen und offene Wohnsituationen eingependelt hat, entwickelte sich die Formensprache der Treppen in gleicher Weise weiter. Barocke Verzierungen, üppige Schwünge und Bögen oder gedrechselte Stäbe und formgefräste Handläufe wollen da nicht mehr so richtig dazu passen.

Und auch beim Material geht man neue Wege. Holz natur ist zwar nach wie vor gefragt, aber Landhaus oder Buche hell haben in einem modernen Umfeld kaum mehr Zutritt. Edle Harthölzer oder Hölzer in neuer Verarbeitungstechnik sind in. Auch Glas ist im Kommen, vor allem im Geländerbereich, aber auch als Stufen. Stahl und Aluminium sind ebenfalls en vogue. Und vor allem der Materialmix bietet einen interessanten Variantenreichtum.

Vielfalt ebenfalls in Sachen Konstruktion: Faltwerktreppen, freitragende Skulpturen, schwebende Stufen, hängende Konstruktionen. Und auch bei der Stufengestaltung erfährt man immer wieder Neues und Erstaunliches.

 

Foto: TreppenmeisterRelinggeländer
Diese Massivholztreppe betont ihre Geradlinigkeit durch den breiten Handlauf, der die Treppe wie ein Rahmen konturiert.

Mit dem Relinggeländer bleibt die Treppe dennoch filigran. Die Tritte sind einzeln in der Wand verankert.

 

 

 

Foto: SillerDurchblick bis nach unten gewähren Ganzglastreppen. Hier beginnt der Treppenlauf mit einem Holzpodest und führt dann mit Klarglasstufen auf einen Galerieumgang.

Brüstung und Geländer werden ebenfalls von Glasscheiben gebildet. Vorteil von Glaseinbauten: Unterhalb bleibt es hell und offen.

 

 

 

Foto: TreppenmeisterMinimalismus
Ohne Geländer, ohne Handlauf, ohne Wangen, ohne sichtbare Befestigungen. Die Massivholzstufen sitzen auf Wandkonsolen, sogenannten Kragarmen, und schweben dadurch im freien Raum.

Ihre Vouten-Form (dreiecksförmige Abschrägung) und die keilförmige Verjüngung in Richtung Raum sprechen ein eigene Designsprache.

 

 

 

 

Foto: TreppenmeisterTreppenmöbel
Wenn schon integriert, dann möbel-like. Hier wurde die Treppe passend zur Möblierung als Einrichtungsgegenstand verstanden und präsentiert sich folglich ebenso in Weiß. Die Stufen wie hängende Regalboards.

 

 

 

Foto: FrammelsbergerFreiträger
Ein individuelles Exemplar, das frei im Raum steht und sogar sein eigenes Podest mitbringt. Die schwebenden Stufen werden von den Geländerstäben gehalten.

Und die breiten Handläufe gehen quasi in Antrittspfos-ten über und wechseln dabei die Oberfläche. 

 

 

 

 


 

Foto: NautilusRundpodest
Zwei Stufenstrecken und ein Zwischenpodest, das allerdings nicht die eckige Treppennische voll nutzt, sondern als Halbkreis ausgestaltet ist.

Das Glasgeländer hält ebenfalls Abstand zu den Wänden. Effekt: Eine größere skulpturale Eigenständigkeit der Treppe.

 

 

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