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Wärmedämmverbundsysteme

30.01.2012

Wärmedämmverbundsysteme zur Dämmung werden sowohl beim Neubau wie bei der Altbaurenovierung eingesetzt. Dämmplatten werden an die Gebäude­außenwand geklebt, gedübelt oder mit Schienen mechanisch befestigt. Anschließend werden sie mit einem Putz überzogen, der durch ein Gewebe armiert ist. Darüber kommt der abschließende Oberputz, beziehungsweise das gewünschte Oberflächenmaterial. 

Die Dämmplatten weisen Unterschiede in Sachen Dämmleistung, Bauphysik, Verarbeitbarkeit und Preis aus. So ist etwa Mineralschaum nicht brennbar und sorgt für einen massiven Klang, wenn man an die fertige Fassade klopft. Steinwolle ist nicht brennbar, ist jedoch nicht so druckfest. Wer einen nachwachsenden Dämmstoff einsetzen möchte, kann beispielsweise zu Holzfaser greifen.

Ein hochpreisiger aber sehr leis­tungsfähiger Dämmstoff spielt seine Vorteile aus, wenn Dämmschichten nicht zu dick werden dürfen, etwa bei grenznaher Bebauung oder geringem Dachüberstand bei einer Sanierung.

 

Foto: RockwoolMineralwolle
Beispiel: Speedrock II von Rockwool. Nichtbrennbare Steinwolle-Lamelle. Durch senkrecht zur Bauteiloberfläche ausgerichtete Wollstruktur hohe Druck- und Abreißfestigkeit. Das Produkt ist ab Werk beidseitig mit einer mineralischen Beschichtung versehen und ermöglicht bei maschineller Verarbeitung des Klebemörtels eine 50 Prozent schnellere Verlegung gegenüber herkömmlichen Lamellen. 
Wärmeleitfähigkeit: 0,041.

 

 

 

Foto: SteicoHolzfaser
Beispiel: Steico Protect. Die putz­beschichtbare Holzfaserdämmplatte ist mit vierseitiger Nut und Feder sowie mit stumpfer Kante in Dicken von 40 bis 160 mm erhältlich. Die wasserabweisende aber diffusionsoffene Platte bietet auch guten sommerlichen Hitzeschutz. Brandschutz­konstruktionen bis F 90-B sind möglich. Wärmeleitfähigkeit 0,042 bis 0,048.

 

 

 

Foto: BaumitPolystyrol
Beispiel: Baumit open plus. Die Platten aus blockgeschäumtem und expandiertem Polystyrol-Partikelschaum sind lieferbar in den Qualitäten 032 G, 035 G und 035 W. Sie gehören zur Baustoffklasse B 1 – schwer entflammbar. Die diffusionsoffenen Platten werden in Dicken von 60 bis 200 mm angeboten. Wärmeleitfähigkeit: 0,032/0,035.

 

 

 

Foto: KnaufPhenolharzschaum
Beispiel: Knauf PF Slimtherm 022.
Die Fassadendämmplatten aus Phenolharz-Hartschaum haben stumpfe Kanten und sind beidseitig vlieskaschiert. Sie gehören zur Baustoffklasse B 2 – normal entflammbar (im System Warm-Wand Baustoffklasse B 1 – schwer entflammbar). Erhältlich sind Dicken von 20 mm bis 40 mm. Wärmeleitfähigkeit (je nach Plattendicke variiert der Bemessungswert): 0,022/0,024/0,025.

 

 

 

Foto: PurenPolyurethan
Beispiel: Purenotherm von Puren.
Der Hochleistungsdämmstoff mit stumpfer Kantenausbildung ist in Dicken bis 300 mm erhältlich. Er ist aus Rohstoffen der Bayer Material Science AG hergestellt und gehört zur Baustoffklasse B 2. Er schmilzt nicht, glimmt nicht und tropft nicht brennend ab (kein thermoplastisches Verhalten). Wärmeleitfähigkeit: 0,026/0,027/0,028.

Weitere Informationen zu den einzelnen Dämmstoffen:

 

www.gdi-daemmstoffe.de

 

www.daemmt-besser.de

 

www.fpx-daemmstoff.de

www.heizkosten-einsparen.de


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