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Schwimmteich im Grünen

23.07.2015

Ein leichtes Lüftchen weht vom nahen Siebengebirge hinunter in den großen, weiten Garten. Die Mähnen der still weidenden Pferde auf der benachbarten Koppel wehen leicht im Wind. Wie auch die Wipfel der dicht bewachsenen, saftig grünen Bäume, Büsche, Stauden und Hecken. Im Teich davor wogt das Wasser leicht hin und her und lässt die Sonnenstrahlen und die Wolken etwas schimmern. Schwalben flatschen mit Sinkflug auf die Wasseroberfläche und holen sich einen erfrischenden Schluck. „Wir fühlen uns hier wie im Paradies“, lächelt die Dame mittleren Alters tiefenentspannt und nennt weitere Tiere, die hier ihren Lebensraum gefunden haben und die sich wie in einem kleinen Naturlabor täglich beobachten lassen: Molche, Fledermäuse, Ringelnattern, Bienen, Libellen und viele andere Vögel und Insekten.

2009 haben sie und ihre Familie beschlossen, sich die unglaublich große Gartenfläche für das körperliche Wohlbefinden nutzbar zu machen, „nachdem wir mit dieser Idee bestimmt 15 Jahre lang schwanger gegangen waren.“ Dann beauftragten sie den unweit im Westerwald beheimateten Teichbauer Carsten Schmidt mit dem Bau eines Badegewässers, das sich möglichst organisch in das kleine Paradies einfügen sollte.

Eine Bereicherung für den Garten

Schmidt baute eine rund 180 Quadratmeter große Anlage in geschwungener Nierenform. Natursteine, vorwiegend Grauwacke aus der Region, grenzen die Schwimmzone von der Regenerationszone ab, deren Wasserpflanzen sich wie eine Art Schutzgürtel um den kompletten Teich herum formiert haben. Ein Steg aus selbst geschlagener Eiche, Quellstein und viele dekorative Anpflanzungen machen die Anlage zu einer harmonischen Einheit. „Oft sitzen wir nur da auf unserer Terrasse, trinken ein Glas Wein und beobachten dieses herrliche Szenario. Das Wasser bringt Tiefe und Dimension in den Garten, das ist wirklich eine Bereicherung!“

Und natürlich wird der Teich ausgiebig zum Schwimmen und Baden genutzt. „Wir alle sind Wasserratten und bewegen uns gerne darin“, sagt sie. Auch schon zu Ostern, wenn die Wassertemperatur noch weit unter 20 Grad liegt. Schließlich ist ihnen auch bewusst, dass eine ausgiebige Nutzung dem Teich und seiner Wasserqualität grundsätzlich gut tut. „Je öfter geschwommen wird, desto mehr Hydraulik und Strömung findet statt und desto mehr Einträge werden an die Oberfläche gewirbelt, die sich wiederum von der Oberflächenabsaugung oder dem Handkescher abziehen lassen“, bestätigt Teichbauer Carsten Schmidt.

Daten & Technik

Baujahr: 2009
Schwimmzone: ca. 80 m2
Regenerationszone: 100 m2
Wassertiefe Schwimmzone: 2,50 m
Wassertiefe Regenerationszone: 1,20 m
Wasservolumen: 150 m3

Technik & Ausstattung: Becken in erdmodellierter Bauweise mit Natursteinquadern aus heimischer Grauwacke als Abtrennung, 1,5 mm Abdichtung aus hochwertigem, komplett ökologisch hergestelltem FPO, TG-Pumpentechnik mit Skimmerpumpe, 250 Watt, Betrieb 3 x 2 Stunden/Tag, Filterpumpe mit 40 Watt Leistung mit permanentem Betrieb in der Badesaison, jährliche Stromkosten ca. 280 Euro (Annahme: 0,25 Euro/kWh), Einstiegssteg aus heimischer, selbst geschlagener Eiche, Quellsteine als Wasserspiel und zur Rückführung des gereinigten Wassers in den Teich, www.teichundgarten.de

Wasseraufbereitung: System „Teich & Garten“ mit Nährstoffabbau durch ­submerse Pflanzenzonen, u.a. mit Binsen, Seerosen und verschiedenen Gräsern ­bewachsen. Langsam durchströmte Substratkörper sorgen für eine mechanische Filtration und eine Stabilisierung der Wasserhärte. Zwei Wasserkreisläufe: ­Skimmerkreislauf und Filterkreislauf, www.teichundgarten.de

Mehr Informationen
Schwimmteichbau:
Teich & Garten Carsten Schmidt, Kriegershofer Str. 2, 57635 Fiersbach, Tel.: 02686/988863, www.teichundgarten.de sowie unter www.naturpools.de

Bildergalerie:

„Wir fühlen uns hier wie im Paradies“, sagt die Eigentümerin des Schwimmteichs. Viele Tier- und Pflanzenarten haben an dem Ort ihren Lebensraum gefunden. Foto: Joachim Scheible
Foto: Joachim Scheible
Ein Skimmer dient der Absaugung des Oberflächenwassers. So gelangen die nährstoffhaltigen Einträge in die aus Pflanzen bestehende Wasseraufbereitung. Foto: Joachim Scheible
Als wäre er ein natürlich gewachsener Teil der Landschaft: Der Schwimmteich ist organisch in die grüne Umgebung und das wilde Grundstück eingegliedert. Foto: Joachim Scheible
Gestein stellt einen weiteren Schwerpunkt dieser Anlage dar. Natursteine aus der Region bilden Abgrenzungen, Gestaltungselemente, Tritte und Wege. Foto: Joachim Scheible
Der Teich ist erdmodelliert, und mit PVC-Folie ausgelegt. Die tiefste Stelle misst 2,50 Meter, zum Schwimmen stehen 80 Quadratmeter zur Verfügung. Foto: Joachim Scheible
Ein Meer an üppig sprießenden Stauden und Bäumen bildet die Kulisse für dieses Naturschauspiel. Die Affinität zur Natur kann hier richtig genossen werden. Foto: Joachim Scheible
Die komplette Teichanlage ist 180 Quadratmeter groß. Für die Regenerationszone um das Gewässer herum wurden circa 100 Quadratmeter Fläche bepflanzt. Foto: Joachim Scheible
Wie ein Schutzgürtel formiert sich die regenerative Pflanzenzone um die nierenförmige Schwimmzone. Vorwiegend leben dort Seerosen, Binsen und Gräser. Foto: Joachim Scheible

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