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Gas-Brennwerttechnik

01.03.2011

Das Einsparpotenzial bei der Wärmeerzeugung ist gewaltig - gerade auch bei der Nutzung fossiler Energieträger wie Gas.

Das Einsparpotenzial bei der Wärmeerzeugung ist gewaltig. Vorab: Ohne seriöse Beratung durch einen Fachplaner oder Heizungsbauer geht’s nicht. Das Motto „Alter Kessel raus, neuer Kessel rein“ ist eindeutig zu kurz gegriffen. Es gilt, in Ruhe das Pro und Contra verschiedener Energieträger und Erzeugersys-teme abzuwägen. Ziel ist ein individuell für das Objekt und seine Nutzer geplantes, langfristig kostengünstiges und umweltschonendes Gesamtsystem.

Brennwertgeräte bieten heute die effizienteste Technik zur Wärmeerzeugung –  zum Beispiel mit Erdgas. Sie lassen sich praktisch überall einsetzen, wo bisher ein herkömmlicher Heizkessel betrieben wird und bieten für jeden Bedarf die passende Lösung – ob im Ein- oder Mehrfamilienhaus, im Neu- oder Altbau. Es gibt auch schon Brennwertkessel, die auf die Zumischung von Biobrennstoffen vorbereitet sind.

Durch ihr spezielles Konstruktionsprinzip erreichen Brennwertgeräte einen sehr hohen Nutzungsgrad und arbeiten besonders energiesparend. Gegenüber den alten Wärmeerzeugern können sie den Heizenergieverbrauch um bis zu 30 Prozent und mehr senken.

Deshalb macht sich ein Kesselaustausch in der Regel schon nach wenigen Jahren bezahlt. Allein durch den Austausch der Anlage ist der Brennwertnutzen allerdings nicht garantiert. Es ist unbedingt notwendig, die gesamte Heizungsanlage überprüfen zu lassen.

Der "Vitodens 300-W" von Vissmann verwandelt die im Gas enthaltene Energie sehr effizient ins Heizwärme.In Verbindung mit einer Solaranlage erzeugt der Brennwertkessel bedarfsgerecht die Wärme, die von der Sonne nicht geliefert wird. Im Winter übernimmt er die Heizwärmeerzeugung (oder den größten Teil davon, falls die Solaranlage die Heizung unterstützt) und heizt das – eventuell von der Sonne vorgewärmte – Trinkwarmwasser für Dusche, Bad und Küche entsprechend auf. Außerhalb der Heizsaison kann er ganz abschalten oder muss lediglich an kühleren Tagen das Trinkwarmwasser etwas nachheizen. Das Zusammenspiel wird vom Heizsystem automatisch geregelt.

Selbst wenn eine Solaranlage nicht sofort installiert wird, sollte zumindest eine spätere Nachrüstung vorbereitet werden, indem ein geeigneter Speicher gewählt wird und die Rohrleitungen sowie ein Fühlerkabel bis zum Dach schon verlegt werden.

Die meisten Gasbrennwertgeräte werden an die Wand montiert, das liegt im Trend. Sie sparen Platz und eignen sich bei raumluftunabhängiger Betriebsweise auch für einen Aufstellort in Küche, Diele oder Bad. Es entsteht also auch mehr Raum im Keller, wenn das massige Ungetüm seinen Platz endlich räumen muss.

Das Schaubild zeigt die wichtigsten Elemente dieser effizienten Technik. Das Kondensat lässt sich einfach über die Kanalisation abführen.(Grafik: IEU)Was heißt Brennwert?
Wärmeerzeuger, die mit der Brennwerttechnik ausgestattet sind, verwerten nicht nur die fühlbare Wärme, die direkt bei der Verbrennung zum Beispiel von Erdgas entsteht, sondern auch die im Wasserdampfgehalt des Abgases gebundene sogenannte Kondensationswärme, die bei herkömmlichen Heizkesseln ungenutzt durch den Schornstein entweicht.

Dabei kondensiert der Wasserdampf und gibt zusätzliche Wärme frei (Kondensationswärme), die für das Heizsystem genutzt werden kann. Der Zugewinn beträgt bis zu 15 Prozent. Somit erzielen Heizkessel mit Brennwerttechnik Nutzungsgrade, die bei fast schon sagenhaften 98 Prozent liegen können.

 

 

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