Technik News im Februar 2021

Technik News im Februar 2021

Wir haben für euch wieder die interessantesten Themen in den Bereichen Technik und Entertainment aus dem vergangenen Monat zusammen gesucht. Folgende News waren im Februar 2021 spannend und sorgten für Aufsehen.

Hacker wollen Fritzboxen übernehmen

Fritzboxen des Berliner Herstellers AVM sind in Deutschland sehr beliebt. Die weite Verbreitung scheint ein Grund zu sein, warum aktuell viele Fritzboxen von Hackern attackiert werden. In Medien spricht man von einer massiven Angriffswelle. Betroffen sind Router, die im Internet erreichbar sind, wie zum Beispiel über den AVM-Dienst MyFritz. Wenn ihr in den Einstellungen unter “Internet / Freigaben / FRITZ!Box-Dienste” die Option “Internetzugriff auf die FRITZ!Box über HTTPS aktiviert”, eingeschaltet habt, ist Eure Fritzbox angreifbar.

Bild: Fritzbox von AVM

Im Sommer 2020 gab es bereits die ersten Angriffe dieser Art im Internet. Wer prüfen möchte, ob seine Fritzbox ebenso angegriffen wurde, kann in das Ereignis-Protokoll schauen. Sind dort Anmeldeversuche verzeichnet, die dann noch von der IP-Adresse 185.232.52.55 kommen, ist die Fritzbox betroffen.

VW mit Milliardengewinn trotz Corona und Abgas-Skandal

Volkswagen hat das Corona-Jahr 2020 mit einem Gewinn nach Steuern von 8,8 Milliarden Euro abgeschlossen – und das trotz stockenden Verkäufen, Produktionsstopps, Problemen mit den Lieferketten und den Nachwirkungen des Abgas-Skandals. Die Marke lieferte in 2020 9,3 Millionen Autos aus und ist damit weltweit nach Toyota die Nummer 2.

Das positive Ergebnis für 2020 täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Wolfsburger Autokonzern im Vergleich mit 2019 erhebliche Rückgänge hinnehmen musste. Im Jahr 2019 hatte die VW-Gruppe noch ein Ergebnis nach Steuern von 14 Milliarden Euro erreicht. Im Jahr vor der Pandemie lieferte VW noch knapp 11 Millionen Autos an die Kunden aus. Zu der Zeit war VW die Nummer 1 vor Toyota. Erfreulich war in 2020, dass zum Jahresende die Verkäufe von Elektro- und Hybridfahrzeugen zugelegt hatten.

ID-Buzz soll autonom fahren

Bleiben wir in Wolfsburg. Der niedersächsische Autohersteller will in diesem Jahr seinen Kleinbus ID-Buzz autonom fahrend auf Deutschlands Straßen schicken. Vorerst zum Testen und ab voraussichtlich 2025 als eine Art autonome Fahrgemeinschaft zusätzlich Personen befördern.

Bild: ID-Buzz von Volkswagen

Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren sagt dazu: „In diesem Jahr starten wir erstmals Feldversuche in Deutschland, bei denen das Self-Driving-System von Argo AI in einer Version des künftigen ID. BUZZ von Volkswagen Nutzfahr­zeuge zum Einsatz kommt. Ziel ist die Entwicklung eines Ride-Hailing- und Pooling-Konzepts, ähnlich dem heutigen Angebot von MOIA. Mitte dieses Jahrzehnts können sich unsere Kunden dann in ausgewählten Städten mit autonomen Fahrzeugen zu ihrem jeweiligen Zielort bringen lassen.“

Mit der Telekom raus aus dem Glasfaser-Loch

Deutschland ist Glasfaser-Entwicklungsland. Nach Primus Südkorea, mit 83,9 Prozent Glasfaser-Anteil an allen Breitbandanschlüssen – so berichtet es das Online-Portal Statista – rangieren wir nach Chile (32,8 Prozent), Mexiko (27,1 Prozent), Polen (25,3 Prozent) und sogar der kleinen Schweiz (22,2 Prozent) mit nur 4,7 Prozent Glasfaser-Anteil ganz weit hinten. Hinter Deutschland sind nur das Vereinigte Königreich mit 3,9 Prozent Anteil sowie Österreich (3,3 Prozent), Belgien (1,3 Prozent) und Griechenland (0,2 Prozent).

Das will die Deutsche Telekom nun ändern und kräftig aufs Gas drücken. Bis 2024 sollen Gigabit-Internetanschlüsse in etwa 10 Millionen Haushalten möglich sein, vermeldete jüngst der Konzern mit dem Magenta-T. Aktuell sei ein Glasfaser-Anschluss in 2,2 Millionen Haushalten möglich. Noch in diesem Jahr sollen 1,2 Millionen dazukommen. “Wir fahren unsere Maschinerie weiter hoch”, versprach Telekom-Chef Tim Höttges.

Um das zu erreichen, wird die Telekom bis 2024 die Investitionen in Glasfaser in Deutschland von derzeit bis zu 2 Milliarden Euro pro Jahr auf bis zu 2,5 Milliarden Euro steigern. Eine Komplettabdeckung Deutschlands mit Glasfaser kann auch die Telekom allein nicht stemmen und setzt auf Kooperationen mit EWE, Netcologne und Deutsche Glasfaser. Ziel ist, bis 2030 alle Haushalte in Deutschland mit Glasfaser zu versorgen.

Förderung für private Wallboxen für Elektroautos verlängert

100 Millionen Euro steckt der Bund mehr in den Fördertopf für private Wallboxen an Wohngebäuden. Damit stünden insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden mit einem Zuschuss von 900 Euro der Kauf und die Installation einer privaten Ladestation. Bis zum 25. Februar 2021 förderte die Kreditanstalt für Wiederaufbau mehr als 300.000 Anträge für Wallboxen. Das entspricht rund 270 Millionen Euro. Noch ist Geld im Fördertopf.

KfW-Förderung für private Ladestationen. Bild: Hyundai

Google Stadia vor dem Aus?

Bild: Google Stadia

Nachdem Google das eigene Entwicklungsstudio für Stadia geschlossen hat, folgt die zweite Hiobsbotschaft. Um für Stadia beliebte Videospiele zu portieren, hat der Suchmaschinen-Riese jeweils einen zweistelligen Millionenbetrag ausgegeben. Darunter sind laut Bloomberg Spiele wie Red Dead Redemption 2. Aber die Nutzer blieben weg. Nach unbestätigten Angaben hat Stadia das Ziel um hunderttausende aktive Nutzer verfehlt. Ob Google nun mehr Geld in die Hand nimmt oder den Dienst schließt ist nicht bekannt.

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