Trockenbauplatten schleifen

Gipsfaserplatten sowie Gipskartonflächen müssen wegen der Verspachtelungen erst einmal geschliffen werden, bevor man sie tapeziert oder streicht.

Schritt 1 – Kleberaustritte abstoßen

 Mit einem breiten Spachtelwerkzeug stößt man die Kleberaustritte ab und trägt auch rund um die Schraubstellen den Materialkranz ab.

Schritt 2 – Schraubenköpfe abdecken

Mit einer abgestimmten Gipsfaserspachtelmasse geht man großzügig über die Plattenstöße hinweg und deckt die Schraubenköpfe ab.

Schritt 3 – Fugenmasse eindrücken

Da die Gipsbauplatten zur Wand hin mit 5 mm-Fuge verlegt sind, lässt sich hier nun leicht die Fugenmasse mit dem Breitspachtel eindrücken.

Schritt 4 – Kanten spachteln

Auch an Knickstellen oder Kanten sorgt man mit der Spachtelung für saubere Übergänge, die dann nach Trocknung noch beigeschliffen werden.

Schritt 5 – Schleifgitter

Zum Schleifen haben wir ein neuartiges Schleifgitter verwendet, das sich wegen der Perforierung kaum zusetzt bzw. gut vom Staub befreien lässt.

Schritt 6 – Schleifgitter aufsetzten

Der Wand- und Deckenschleifer hat einen Schleifteller, auf den das Schleifmittelpad leicht aufgesetzt werden kann und auch sicher haftet.

Schritt 7 – Pad mittig zentrieren

Darauf achten, dass das Pad exakt mittig auf dem Teller zu liegen kommt und so beim späteren Rotieren nicht unzentrisch läuft und schlägt.

Schritt 8 – Rotationsgeschwindigkeit einstellen

Am Stellrad des Gerätegriffs lässt sich die Rotionsgeschwindigkeit stufenlos einstellen. Wir arbeiten hier mit maximaler Drehzahl.

Schritt 9 – Maschine ansetzten

Mit laufender Maschine nun ansetzen und die Maschine hin- und herführen. Hier sieht man auch gut, wie sich bodennah schleifen lässt, denn …

Schritt 10 – Abdeckhaube einsetzten

… die Abdeckhaube ist segmentartig abgeschnitten, das Schleifmittel tritt hier heraus und man kann somit auch bis in den Knick hineinschleifen.

Schritt 11 – Wand schleifen

Ansonsten führt man das Gerät bequem mit zwei Händen und fährt in ständiger Bewegung über die Spachtelstellen und Bauplattenflächen.

Schritt 12 – Flexibelen Kopf einsetzten

Dank des flexibel schwenkbaren Schleifkopfs sind auch Deckenpartien bequem zu bearbeiten, ohne dass einem der feine Staub ins Gesicht fällt.

Schritt 13 – Verlängerungsgriff benutzen

Wenn es noch weiter nach oben geht, hilft der schnell anbaubare Verlängerungsgriff. Vom Boden aus führt man das Gerät dann sicher überkopf.

Schritt 14 – Vergleich geschliffen/ungeschliffen

Hier einmal im Vergleich der ungeschliffene Stoßbereich rechts und links davon der bereits geschliffene. So entstehen streichbare Flächen.

Schritt 15 – Wandanschlussbereich bearbeiten

Detailarbeit am Wandanschlussbereich. Auch hier kommt das Schleifgitter direkt bis an die Wand und zieht seine Bahn entlang des Winkels.

Schritt 16 – Finish

Alternative fürs letzte Finish kann auch ein Handwerkzeug mit Teleskopstange sein, allerdings bietet dieser Schleifvorsatz keine Staubabsaugung.

Weitere Informationen

Je nach Härte des Spachtelmaterials kann das eine odere andere Schleifmittel oder z. B. auch eine grobere Körnung geeigneter sein. Hier hilft nur ausprobieren. Der hier im Dachraum eingesetzte Wand- und
Deckenschleifer wird als „Giraffe“ angeboten von www.flex-tools.com. Hilfreiche Handwerkzeuge wie etwa Spachtel oder Schleifplatten gibt es z. B. von www.wolfcraft.de.

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