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Mauerwerksanierung

23.05.2018

Feuchte bedrohte den charmanten Gewölbekeller eines alten Gutsgebäudes. Erst eine professionelle Mauerwerksanierung in Form einer Innenabdichtung machte die Nutzung auch fürs Billardspiel wieder möglich.

Gutsgebäude mit feuchtem Keller. Foto: Isotec

Foto: www.isotec.de

Harald Müller-Rohde ist Eigentümer eines traumhaft gelegenen Gutshofes, der auf eine bewegte Geschichte seit dem Mittelalter zurückblicken kann. Müller-Rohdes Familie ist nun bereits in dritter Generation Eigentümer des Anwesens. Sie erhielten das damals völlig marode Gut mit rund 100 000 Quadratmeter Fläche mehr oder weniger „unfreiwillig“ als Tauschobjekt für Grundstücke, die an anderer Stelle zum Autobahnbau benötigt wurden. Zum Kern des Anwesens gehören heute ein Herrenhaus und eine Stallung, die beide vermietet sind, und das von der Eigentümerfamilie bewohnte „Kavaliershaus“, das im Jahr 1835 errichtet wurde.

Mauerwerksanierung lohnt sich

„Alles, was wir an Miete und Pacht hier einnehmen, fließt seit Jahrzehnten in die Sanierung und Instandsetzung des Anwesens“, erzählt Harald Müller-Rohde. Da sich jetzt glücklicherweise neue finanzielle Spielräume ergaben, nahm der Eigentümer auch gleich das nächste Projekt in Angriff. Der schöne Gewölbekeller des von seiner Familie bewohnten Kavaliershauses war inzwischen so feucht, dass von den Flaschen der dort gelagerten kostbaren Weine die Etiketten abfielen und die Korken schimmelten. Der Raum musste also dringend abgedichtet werden. Die geplante Nutzung? „Ein schöner Raum mit Billardtisch, Dartscheibe und selbstverständlich auch zur Nutzung als Weinkeller“, so Harald Müller-Rohde. Seine umfangreichen Recherchen in verschiedenen Medien führten ihn zur Abdichtungstechnik Neputé & Büning GmbH in Wiesbaden, einem Isotec-Fachbetrieb.

Fachliche Details beim entfeuchten. Foto: Isotec

Stefano Neputé erläutert dem Hausbesitzer Harald Müller-Rohde (links) einige fachliche Details. Foto: Isotec

Die Vor-Ort-Analyse von Stefano Neputé ergab

Da der gesamte Gewölbekeller in der Erde steht, hatte sich hier sowohl seitlich eindringende als auch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit massiv ausgebreitet. „Hier war eine vollflächige Innenabdichtung von Wänden und Gewölbedecke erforderlich – als Schutz vor der eindringenden Feuchte und um auch langfristig eine stabile Luftfeuchtigkeit zu schaffen“, so der Experte für Mauerwerksanierung Stefano Neputé. „Eine zusätzliche Horizontalsperre mit der bewährten Paraffininjektion, die zum Isotec-Standard-Portfolio gehört, hätte hier keinen Sinn ergeben, da sich die Feuchte weiterhin darüber und darunter ihren Weg gesucht hätte.“

Überzeugendes Konzept

Das vorgeschlagene Konzept zur Mauerwerksanierung überzeugte Harald Müller-Rohde, sodass er schnell den Auftrag erteilte. Im 50 Quadratmeter großen Gewölbekeller wurde auf knapp 120 Quadratmetern Wand- und Deckenfläche eine professionelle Innenabdichtung eingebracht. Der Ablaufplan: Zunächst wurden die alten Bodenplatten aus Sandstein ausgebaut, gereinigt und wieder eingesetzt. In einem weiteren Schritt wurde eine Bitumenschweißbahn zwischen Sohle und Wand – dem sogenannten Wand-Sohlen-Anschluss – überlappend eingefügt und anschließend mit Dichtungsschlämmen abgedichtet. Damit konnte eine Problemzone zwischen Fußboden und Innenwänden, durch die häufig Feuchtigkeit von der Bodenplatte ins Mauerwerk eindringt, fachgerecht in die Abdichtung einbezogen werden.

Nach der Mauerwerksanierung ist der Keller entfeuchtet - jetzt kann man hier Billiard spielen. Foto: Isotec

Lange Jahre kaum vorstellbar, dass sich der muffige Gewölbekeller jemals wieder so schön präsentieren kann. Ohne Angst davor dass Feuchtigkeit den Billardtisch zerstören könnte, dürfen sich Hausbesitzer und Gäste dem Spiel hingeben. Foto: Isotec

Optimales Sanierungsergebnis

Um ein optimales Ergebnis bei der Mauerwerksanierung zu erzielen, brachten die Fachleute weiterhin die Innenabdichtung in vier Schritten ein. Zunächst wurden die Innenwände inklusive der Gewölbedecke mit einem Sandstrahler über eine Woche lang gründlich gereinigt, um die Oberflächen für die eigentliche Abdichtung optimal vorzubereiten. Im Anschluss konnte das Team den Dichtputz in zwei Lagen auftragen. Im dritten Schritt  kam die Kombiflexabdichtung von Isotec zum Einsatz, bevor zuletzt ein Schutzputz zur mechanischen Sicherung der Innenabdichtung eingebracht wurde.
Die Abdichtungsmaßnahme dauerte insgesamt knapp vier Wochen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Wir freuen uns schon darauf, hier bald schöne Abende mit guten Weinen, spannenden Billard-Partien und Dart-Wettbewerben zu verbringen“, so Harald Müller-Rohde. Die Zeit verschimmelter Weinflaschen ist damit endgültig vorbei. Text: Dirk Paulus

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 12/1-2018)


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