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Sonnenschutz spart Energie

08.08.2017

Moderne Sonnenschutz-Systeme sorgen nicht nur für Blendschutz und halten im Sommer die Hitze draußen. Was viele nicht wissen: Bei richtigem Einsatz können sie auch helfen, die Energieeffizienz von Eigenheimen erheblich zu verbessern.

Sonnenschutz von Warema

Foto: Warema

Tatsächlich hat die Energieeffizienz von Gebäuden eine enorme Bedeutung für die Verringerung des CO2-Ausstoßes. Studien haben gezeigt, dass für Beleuchtung, Heizung, Kühlung von Gebäuden in Europa rund 40 Prozent des Energiebedarfs aufgewendet werden. Durch effizienten Sonnenschutz in Verbindung mit einer intelligenten Steuerungslösung lassen sich alleine in der Europäischen Union rund 111 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Die energetisch optimale Lösung ist laut Sonnenschutzspezialist 
Warema eine Wärmeschutzverglasung kombiniert mit dem Einsatz eines außen liegenden Hitzeschutzes, eines innen liegenden Blendschutzes und einer automatischen Sonnenschutzsteuerung. Damit verbinden sich maximaler Komfort und Wohlbefinden mit minimalem Energieeinsatz.

Wichtigstes Element eines energieeffizienten Sonnenschutzes ist der außen liegende Sonnenschutz, der im Idealfall mit einer intelligenten Steuerung kombiniert wird. Er fängt die Strahlen vor der Verglasung ab und vermeidet ein unerwünschtes Aufheizen der Räume im Sommer. Dadurch ist eine energieintensive Klimatisierung der Räume in vielen Fällen unnötig. In den kalten Wintermonaten soll so wenig Heizenergie wie möglich verloren gehen. Durch das Luftpolster zwischen Fenster und Rollladen wird die Wärmedämmung deutlich verbessert, 
sodass Rollläden die notwendige Heizenergie merklich verringern. Zudem wird das Beschlagen der Außenscheiben verhindert und der Tauwasserausfall an der Innenseite der Fensterscheiben reduziert. Außenjalousien, auch Raffstoren genannt, können durch die variable Lamellenstellung unterschiedlich viel Tageslicht in den Raum lassen. Mit einer automatisierten Lamellennachführung hat man immer blendfreies Tageslicht und kann die Aussicht genießen. Die Energie für Kunstlicht wird so reduziert.

Sonnenschutz Raffstoren von Warema

Nach Angaben von Markenhersteller Warema sorgen außen und innen liegende Sonnenschutz-Produkte in Kombination mit einer intelligenten Steuerung für mehr Energieeffizienz. Foto: Warema

In Bezug auf den CO2-Ausstoß 
bedeutet das: Eine Außenjalousie kann im Laufe ihres Lebenszyklus über 8,5 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Dabei verursacht sie selbst nur 150 Kilogramm CO2 durch Produktion, Transport und spätere Entsorgung.

Innen liegender Sonnenschutz ist mehr als eine dekorative Ergänzung zu Außenjalousien und Rollläden. Er wirkt sich positiv auf Akustik und Licht aus, verhindert, dass die Menschen im Raum geblendet werden und erzeugt eine wohlige Atmosphäre. Falls kein außen liegender Sonnenschutz realisiert werden kann, ist er eine gute Alternative.

Dabei kommt mit einer hellen Behangfarbe mehr Tageslicht in den Innenraum. Zugleich werden mehr Sonnenstrahlen nach außen reflektiert, was den Wärmeeintrag im Sommer reduziert. Ein heller hochreflektierender Behang kann so die Sonnenenergie um bis zu 60 Prozent reduzieren im Vergleich zu einer Verglasung ohne Sonnenschutz. Ein dunkler Behang unterstützt im Winter durch die Nutzung der natürlichen Wärmeeinträge die Heizung, da er die Sonnenstrahlen nicht reflektiert, sondern absorbiert. Dabei lässt er jedoch auch weniger Tageslicht in den Innenraum.

Besonders effizient wird Sonnenschutz in Verbindung mit einer intelligenten Steuerung. Sie übernimmt die automatische Regelung von Temperatur und Helligkeit je nach Tages- und Jahreszeit, Temperatur und Klima.

 

So wirkt Sonnenschutz

Warema Steuerung

Sommer: Tag

An einem heißen Sommertag muss der solare Energieeintrag niedrig gehalten werden, damit das Gebäude auch ohne  energieintensive Klimaanlage kühl bleibt. Der außen liegende Sonnenschutz reduziert den Lichteinfall, der innen liegende kann zusätzlich aktiviert werden.

 

Warema Steuerung

Sommer: Nacht

Nach einem heißen Sommertag ist die Wohnung stark aufgeheizt. Nachts ist also Lüften angesagt. Alle Sonnenschutzprodukte sollten durch die Steuerung hochgefahren werden, damit sie bei der Querlüftung den Wärmefluss von innen nach außen nicht blockieren. 

 

Warema Steuerung

Winter: Tag

An einem kalten Wintertag ermöglicht das Fenster solare Energiegewinne. Der außen liegende Sonnenschutz wird nicht eingesetzt, während der innen liegende den Blendschutz übernimmt. Dunkle, absorbierende Farben holen dabei viel Sonnenenergie ins Haus. 

 

Warema Steuerung

Winter: Nacht

In einer kalten Winternacht sollte der Wärmedurchgang von innen nach außen möglichst niedrig sein. Alle Sonnenschutzprodukte werden nach unten gefahren. Die Luftpolster zwischen Verglasung und Sonnenschutz verbessern die Wärmedämmung immens.

Grafiken: Warema

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 8/9-2017)



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