Wellness-Refugium im Dachgeschoss

Es gibt Chancen, bei denen man einfach zugreift, weil sie sich so schnell nicht mehr bieten. So dachte zumindest eine junge Betriebswirtin, als sie erfuhr, dass der Dachraum ihres Hauses zum Verkauf gestellt werden sollte. Der Börsenmaklerin gehört seit einigen Jahren die Wohnung im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses.

Ihr Wunsch: Im Dachgeschoss ein Wellness-Refugium einzurichten, indem sie sich vom Stress ihres Alltags erholen kann.

Ein traumhaft schönes Bad in einem sanierten Dachgeschoss. Rustikale Dachbalken harmonieren mit modernem Baddesign. Foto Studio BE

Die Dachgeschosswohnung über ihr war heruntergekommen und seit Längerem nicht mehr bewohnt. Für die Betriebswirtin begann deshalb eine spannende Zeit der Planung und Ausführung. Um das Dachstudio von ihrer Wohnung im Obergeschoss aus erschließen zu können, ließ sie zunächst einmal die Decke öffnen und eine Treppe nach oben einbauen. Dann wurden Wände entfernt, die Dachkonstruktion gedämmt und die Zimmmerleute bauten mehrere Dachfenster ein, um mehr Tageslicht in das Dachstudio zu bringen. Die tragenden, jahrzehntealten Holzbalken ließ sie freilegen. Darin lag für die Renoviererin der besondere Reiz: Die rustikale Balkenoptik mit einem modernen Baddesign zu verbinden.

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Und so ließ sie auf einer Giebelseite eine Finnische Sauna und bodenebene Dusche einbauen, weil ihr das Schwitzen und wieder Abkühlen gut tut. Einmal wöchentlich gönnt sie sich diesen Luxus, im Sommer wie im Winter.

Ein weiterer Wunsch: Eine ovale Badewanne. Diese hat sie auf der Traufseite aufgestellt. Der Versuchung, die Wanne frei mitten im Raum zu platzieren, widerstand sie zwar – zu sehr liebt sie den großen Bewegungsspielraum im Dachstudios – und so entschied sie sich, die Wanne an der Kniestockwand aufzustellen. An dieser ließ sie eine lange Sitzbank mauern und mit Fliesen belegen. Morgens kommt sie dann oft nach oben, um hier zu sitzen und bei einer Tasse Kaffee unter den Dachfenstern den Morgen zu genießen.

Ebenfalls ein Muss: Stylishe und innovative Badprodukte. An der anderen Traufseite platzierte sie deshalb ein Dusch-WC. Und als Gegen­gewicht zur alltäglichen Hektik und Reizüberflutung wählte sie eine Badausstattung mit klaren Linien, reduzierten Farben und modernen Formen. Dazu gehörte auch eine barrierefreie Duschfläche mit Linienentwässerung.

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