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Sanierung eines Einfamilienhauses

02.06.2017

Sanierung eines Einfamilienhauses. Foto: journalfoto

Foto: journalfoto

Das im typischen Stil der Zeit gebaute Haus stand gut erhalten am Rande einer bayerischen Stadt. Es sollte das neue Domizil für eine Familie mit zwei kleinen Kindern werden. Beim nahezu vollständigen Entkernen des Gebäudes wurde unter anderem eine Zwischenwand im Erdgeschoss entfernt, und somit das Wohnzimmer erweitert. Dem Feuchteschaden im Keller – verursacht durch starke Regenfälle kurz nach dem Kauf – begegnete Architekt Christian Brack mit dem Abdichten und Dämmen des Kellergeschosses. In den ringsum verlaufenden Graben ließ sich auch die Zuluftleitung der Lüftungsanlage einbetten.

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Eine Reihe weiterer Maßnahmen half, den Standard „KfW-Effizienzhaus 85“ zu erzielen. So erhielten Fassade und Dach eine Dämmung mit 6 Zentimeter starken Holzweichfaserplatten sowie Zelluloseflocken. Bei den Fassadenfenstern fiel die Wahl auf Holz-Aluminiumkonstruk-tionen mit dem sehr niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,6 W/m2K (Verglasung). Aus Kostengründen wurde Fichtenholz der Vorzug vor der deutlich teureren Eiche gegeben.

Auch gestalterisch bietet dieses Objekt hohe Qualität. Die Fensteröffnungen sind harmonisch proportioniert und in den Flächen angeordnet, schön abzulesen etwa am Eingangsgiebel mit seinem
fein abgestimmten Wechselspiel von fest verglasten und schmaleren, kippbaren Elementen. Ein puristisches, quasi unsichtbares Glasdach schützt die schicke Haustür aus heimischer Douglasie. Innen kam ein Teil der originalen Materialien zu neuen Ehren, beispielsweise die bildhübschen Wandfliesen in der Küche oder vorhandene Natursteinbeläge.

(aus der Zeitschrift: Althaus modernisieren 6/7-2017)

Energetisch nicht mehr tragbar: Der kaum genutzte giebelseitige Balkon und die bollwerkartige Terrassen-/Balkonsituation bildeten Wärmebrücken. (journalfoto
Die Gebäudehülle wurde aufwendig gedämmt, bei der Fassade kamen unter anderem Holzweichfaserplatten und Zellulose zum Einsatz. (journalfoto)
Die Festverglasungen im Dach sind kostendämpfend an das Sparrenmaß angepasst. Im Untergeschoss sind Heizung, Büro und Gästezimmer untergebracht. (journalfoto)
Holz-Alufenster mit hochdämmender Verglasung ersetzen die alten Konstruktionen. Aus Kostengründen sind die Rahmen aus Fichte gefertigt. Passt trotzdem zum Eichenparkett. (journalfoto)
Zur Terrasse hin sind die Fenster-/Türenelemente bodentief ausgeführt. Oberflächenfinish und Interieur präsentieren sich schlicht-elegant und sehr funktionell. Unter dem Parkett liegt eine Fußbodenheizung.   Links: Auch im Unter-geschoss entstanden lichtdurchflutete Räume mit hoher Wohnqualität. (journalfoto)
Die teils freitragende, in die Gebäudemitte verlegte Verbindungstreppe ist ein planerisches und handwerkliches Meisterstück. Für ausreichende Kopfhöhe wurde ein zweites Dachflächenfenster eingebaut. (journalfoto)
Die neue Stahl-Holz- Konstruktion ist thermisch vom Hauptgebäude getrennt. Von hier gelangen die Bewohner ebenerdig in den Garten. (journalfoto)

Baujahr:
1965

Wohnfläche vorher:
162 m2

Wohnfläche heute: 
192 m2

Fassade und Dach:
Dämmung mit Holzweichfaserplatten und Zellulose, Holz-Alu-Fenster

Heizung:
Gas-Brennwerttechnik (Bestand), Solarkollektor für Heizung und Warmwasser,Fußbodenheizung, Kachel-ofen, Lüftungsanlage

Architekt:
Christian Brack
Brennergasse 9
87435 Kempten
Telefon 0831/5859572
www.brack-architekten.de

Fotos und Text: www.journalfoto.de (Bernhard Müller)

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