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Mehrgenerationenhaus

24.04.2018

Ausgangspunkt war ein Zweifamilienhaus, Baujahr 1938. Über die Jahrzehnte war nur wenig an der Struktur und an Details des Gebäudes geändert worden, sodass es der Architekt Frank Jürgen Hintzenstern effizient an die Bedürfnisse seiner Familie anpassen konnte. Heute präsentiert es sich individuell gestaltet und fit für die Zukunft.

Umgebautes Haus mit mit freistehender Terrasse. Foto: Bernhard Müller.
Die intensiv genutze, freistehende Terrasse erweitert als vorgesetzte Stahlkonstruktion den Wohnraum ins Grüne. Foto: Bernhard Müller

Schon von Weitem fällt das Haus auf, und hebt sich ab von den umgebenden Gebäuden, die in den 1930er- bis 1950er-Jahren entstanden. Aus dem Rahmen fallen vor allem die  straßenseitigen, als spangenförmige Einheit entworfenen Zubauten – der Carport und der überdachte Vorplatz – sowie die  mit Flächen aus rhombusförmigen Lärchenleisten rhythmisierten Fassaden. Die Hölzer wurden mit einer Vergrauungslasur behandelt, und bieten auch nach sieben Jahren noch eine homogene Optik. Kontrastierend dazu sind ein Teil der Leisten nach einem stringenten Schema rot angelegt, hier wurde die Farbe der  mit Dickschichtlasur gefinishten, dreifach verglasten Holzfensterrahmen zitiert. Hellgrau engobierte Tonziegel von Creaton wiederum bilden die formal schlüssige Dachdeckung.

Mehrgenerationenhaus

Eingangsbereich des Mehrgenerationenhauses.<br />
Foto: Bernhard Müller
Überdachter Vorplatz mit Carport. Foto: Berhard Müller

Ein altersgerechtes Mehrgenerationenhaus sollte entstehen, schon der Eingangsbereich trägt diesem Ziel Rechnung: Geschützt durch die in Stahlrahmen gefasste Pressstapeldecke, gelangt man zur Haustür und in den neuen Anbau, der eine sechsstufige Treppe beherbergt. „Dort lässt sich bei Bedarf problemlos ein Treppenlift installieren“, sagt Frank Jürgen Hintzenstern. Mit dem weiteren Raumprogramm hat die fünfköpfige Familie für die Zukunft alle Optionen: Wohnen die Kinder heute noch im Obergeschoss, die Eltern im Dachgeschoss (Schlafzimmer), können die Eltern später ins barrierefreie Erdgeschoss ziehen, und eines oder mehrere der Kinder zum Beispiel die Einliegerwohnung nutzen.

Auch außen wird sich bis dahin etwas ändern: Für die Terrasse ist eine gläserne, horizontale Überdachung geplant, ähnlich konstruiert wie das Dach des Carports. Die baulichen Voraussetzungen sind schon geschaffen. 
(Text und Fotos: Bernhard Müller)

(aus der Zeitschrift Altbau modernisieren 12/1-2018)

BILDERGALERIE - Bitte klicken Sie zur Großansicht auf die Bilder:

Straßeneitig fällt vor allem die spangenförmige Einheit von Carport und Vorplatz auf.
Viel Licht bis tief in den Raum: Die Stürze aller Fenster im Haus wurden erhöht.
Die frühere Bühne wurd mit ausgebaut. Neu eingebrachte Hölzer nivellieren den Boden, die Gefache sind mit Zellulose gedämmt und mit OSB-Platten beplankt.

Fakten

Baujahr:1938
Wohnfläche vorher: 200 qm
Wohnfläche heute: 250 qm
Dämmung: 20 cm Vollwärmeschutz (Mineralwolle), verstärkter Dachstuhl mit Zellulose-dämmung und Holzweichfaserplatten im Aufbau
Haustechnik: Gasheizung, kontroll ierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung,Solarthermie (25 qm)
Energiestandard: KfW-Effizienzhaus 40
Architekt:
Frank Jürgen Hintzenstern
Gehr Hintzenstern Schmid
Architekten und Ingenieure
Schillerstraße 20
72525 Münsingen
Telefon 07381/929890
www.ghs-architekten.net

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