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Hilfreiche Fördermittel für die Altbau-Renovierung

25.09.2017

Mit zu den wichtigsten Aspekten der Energiewende gehört das Einsparen von Energie. Vor allem Altbauten bieten hier ein großes Potential, da sich die Technik in Sachen Wärmedämmung in den letzten Jahren und Jahrzehnten entscheidend weiter entwickelt hat. Allerdings ist eine solche Renovierung mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, die sich oft nur auf lange Sicht mit den eingesparten Heizkosten gegenrechnen lassen. Allerdings gibt es auch eine große Zahl unterschiedlicher Förderungsmöglichkeiten für die Sanierung von alten Gebäuden in Sachen Energieverbrauch.

Gebäude in Darmstadt

 



Zuschüsse für die Renovierung



Vor allen anderen Fördermaßnahmen sind die Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu nennen. Diese können pro Wohnung bis zu 30.000 Euro betragen. In der Höhe ist der gewährte Zuschuss dabei abhängig vom Grad der durch die Renovierung erzielten Wärmedämmung. Dabei werden nicht allein die absoluten Werte zum Maßstab genommen. Dies liegt daran, dass bestimmte alte Gebäude so konstruiert sind, dass bestimmte Grade an Wärmedämmung gar nicht erreicht werden können. In solchen Fällen genügt es für das volle Ausschöpfen der möglichen Förderung den für das jeweilige Gebäude bestmöglichen Wert zu erzielen. Dabei wird nicht nur die Baumaßnahme als solche sondern auch die zuvor durchgeführte Energieberatung sowie die fachmännische Begleitung der Bauarbeiten mit bezuschusst. Viele Hauseigentümer haben von diesen Möglichkeiten keine Ahnung und schrecken vor den zur Beantragung notwendigen Formularen zurück. Besser ist es aber, sich genau zu informieren, welche Fördermöglichkeiten der KfW für das konkrete Projekt bestehen.



 

Vor Ort recherchieren



Auf bundesweiter Ebene wird die Förderung von Altbau-Sanierungen vornehmlich im Wege der Bezuschussung über die KfW durchgeführt. Daneben gibt es aber noch eine große Zahl weiterer Fördertöpfe in den einzelnen Bundesländern sowie zum Teil auch auf kommunaler Ebene. Förderbedingungen sind dabei oft an bestimmte Voraussetzungen im Hinblick auf den jeweiligen Altbau verknüpft. Die Renovierung denkmalgeschützter Bauten wird dabei naturgemäß in stärkerem Maße gefördert als sanierungsbedürftige Immobilien jüngeren Datums. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem, sich möglichst aktuelle Informationen zu beschaffen. Denn eine Vielzahl solcher Fördermaßnahmen ist nicht nur örtlich sondern auch zeitlich begrenzt. Oft wird auch nur eine bestimmte Zahl von Antragstellern zugelassen. Umso wichtiger ist eine intensive Recherche bereits im Rahmen der ersten Planungsphase für die anstehende Sanierung. Nur dann lassen sich alle relevanten Fördermöglichkeiten recherchieren, kombinieren und rechtzeitig beantragen.

 

Alternative Energien nutzen



Neben der bloßen Verbesserung der Wärmedämmung des Hauses sollte bei einer grundsätzlichen Sanierung auch die Nutzung erneuerbarer Energie eine Rolle spielen. Auch für diese Erneuerungen gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten wie etwa besonders günstige Kredite durch die KfW. Für den Einbau und die Nutzung von Solarthermie-Anlagen, Wärmepumpen und Biomasseheizungen gibt es außerdem die Möglichkeit einer Basis Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Gefördert werden aber auch konventionelle Heizungsanlagen auf Basis von Öl oder Erdgas, bei denen die Abwärme effektiv genutzt wird. Bei der Überlegung, welche Technik genutzt wird, sollte aber nicht nur die Höhe der einzelnen Fördermöglichkeiten miteinander verglichen werden.

 



Auf steigende Energiepreise vorbereitet sein



Der Rückgang der Vorkommen fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle wird in den kommenden Jahren zu einem massiven Anstieg der Preise für Energie führen. Umso wichtiger wird dann ein möglichst geringer Verbrauch sein. Ein großer Teil des Bedarfs sollte zudem spätestens dann über erneuerbare Formen der Energieerzeugung gedeckt sein. Da sich alte Formen der Beheizung dann nicht mehr rechnen, wird auch die Förderung der Nutzung von Sonnenenergie, Erdwärme und Biomasse zurückgefahren werden. Insofern macht es Sinn, bereits heute die notwendigen Vorkehrungen für eine Verringerung des Energieverbrauchs zu treffen, da derzeit noch eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten vorhanden ist.

 

Unabhängiger in Sachen Strom



Während es in Sachen Warmwasser und Heizung eine Vielzahl unterschiedlicher technischer Ansätze bei den regenerativen Energien gibt, macht bei der Stromgewinnung im heimischen Bereich vor allem Photovoltaik Sinn. Zwar lässt sich Strom auch Zuhause mit Windkraft erzeugen, aber die Installation und Wartung ist gegenüber Solarmodulen deutlich größer und vor allem arbeiten diese Anlagen in der Regel deutlich ineffizienter. Da für den Strom das Gleiche gilt wie für Öl und Erdgas, ist es sinnvoll, sich auch in diesem Zusammenhang auf zukünftig stark anziehende Preise einzustellen. Denn spätestens wenn der Autoverkehr nach und nach auf elektrischen Antrieb umgestellt wird, wird auch der Verbrauch sprunghaft in die Höhe schnellen, ohne dass der Ausbau der Kapazitäten in Bezug auf Windparks, Biogasanlagen und Solarkraftwerke Schritt halten kann. Auch in diesem Fall besteht die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Förderung durch die öffentliche Hand. Selbstverständlich besteht auch für Photovoltaik Anlagen die Möglichkeit der Inanspruchnahme besonders günstiger Kredite bei der KfW. Vor allem aber gibt es eine Einspeisevergütung für aus Sonnenenergie gewonnenen Strom zum Festpreis mit Abnahmegarantie. Kombiniert rechnen sich Solaranlagen zur Stromgewinnung meist bereits heute Vor allem aber lassen sich auf diese Weise die zukünftigen zu erwartenden Preisaufschläge für den Strom besser abfangen, weil nur ein Teil des Stroms aus dem Netz bezogen werden muss.

 



Eine ganzheitliche Planung betreiben



Wenn es um die Förderung von Sanierungsarbeiten an alten Gebäuden geht, spielt vor allem das Thema Energie eine zentrale Rolle. Neben einer möglichen Bezuschussung für eine bessere Wärmedämmung geht es dabei auch und vor allem um die Nutzung alternativer Energiequellen für Heizung und Strom. Für alle diese Verbesserung gibt es jeweils individuelle Förderprogramme. Um eine Immobilie wirklich fit für die Zukunft zu machen, ist meist eine Kombination mehrerer Maßnahmen sinnvoll. Entsprechend wichtig ist eine gute Beratung, welche Lösungen für das jeweilige Gebäude aufgrund von Lage und Ausrichtung am meisten Sinn machen - zumal es auch für eine solche Beratung spezielle Zuschüsse gibt.

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