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Badrenovierung unterm Dach

02.08.2018

Wie bequem und befreit Duschen selbst unter schrägen Wänden sein kann, zeigt diese Badrenovierung mit Glasbausteinen. Eine neue Raumordnung, ein 
passgenauer Waschplatz mit Musik sowie Fliesen in Holz-Optik machen das individuelle Duschparadies unterm Dach möglich. Mit allem Komfort.

Badrenovierung mit Glasbausteinen. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft.

Grüne Glasbausteine setzen einen lebhaften Farbakzent im Dachbad. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

Mit knapp 12 Quadratmetern ist die Grundfläche dieses Bades eigentlich nicht klein – wenn da nicht die Dachschrägen wären. Die ehemaligen Besitzer hatten zwar beim Einrichten ihr Bestes gegeben, allerdings mit den gegebenen Mitteln der 1970er-Jahre. Für die neuen Bauherren stand bereits nach der ersten Besichtigung des künftigen Zuhauses fest: Alles muss raus! Nach dem Umbau hält man sich im Badbereich wieder gerne auf. Die freundlichen Farben und die wohnlich anmutende Ausstattung mit einer Ruhebank zum Entspannen laden dazu ein, jeglichen Stress von sich zu streifen. Augenfällig ist die Kombination der Materialien bei der Dusche: Die Feinsteinzeug-Fliesen in Holzoptik harmonieren mit in Hellbeige verputzten Wänden. Glasbausteine statt Duschwand aus Glas geben der Zone eine sehr moderne Note.

Badrenovierung mit neuer Raumordnung

Duschen gibt es mittlerweile in unendlich vielen Ausführungen. Besonders hoch im Kurs stehen bodengleiche Lösungen. Damit aus dem Wunsch komfortable Wirklichkeit wird, veränderte die beauftragte Badplanerin die Raumordnung und ließ Wasch- und Duschbereich die Plätze tauschen. Das neue Nischendasein steht dem Duschplatz gut. Durch die verwendeten Glasbausteine bleibt zudem die Raumtransparenz voll erhalten. Eine Nische fürs Duschgel mit integrierter LED-Beleuchtung sorgt für zusätzliches Licht.

Großzügig mit Glasbausteinen

Effektvoll im bewusst zeitlos gewählten Umfeld: die Glasbausteine. Sie sehen nicht nur apart aus und lassen viel Licht durch, sondern verhelfen dem Raum zu einem großzügigen Erscheinungsbild, betont Badplanerin Marie Striewe (siehe Interview rechts). Bedienfreundlich ist die platzsparende Unterputzarmatur in glänzendem Chrom. Ob man von der Kopf- zur Handbrause umschalten, die Strahlart wechseln oder das Wasser fließen lassen oder stoppen möchte: Das Modell lässt sich intuitiv über Knopfdruck bedienen und ist damit ebenfalls eine ideale Lösung für Kinder, Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Armaturenkörper sowie Frischwasser- und Abflussleitungen sind in einer neuen Vorwand verschwunden. Ohne dass sie dafür in Teilen abgetragen oder aufbereitet werden musste, wurde dafür an der alten Wand ein Trockenbausystem befestigt. Es besteht aus Tragwerk, dem Modul für die Installation der Armatur sowie einer Beplankung. Die Vormontage sicherte einen unkomplizierten Einbau und beschleunigte die Renovierung.

Das Bad verfügt nach der Badrenovierung über eine barrierefreie Dusche. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

Die neue Dusche ist im Gegensatz zum vorherigen Modell barrierefrei ausgeführt. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) 

Waschplatz nach Maß

Neutrales Weiß sollte es für den Waschplatz sein. Die Planung war aufgrund der Dachsituation nicht einfach. Um die generelle Stoßgefahr zu minimieren, entschied man sich gegen eine mittige Positionierung des Beckens. Weil zudem für die Höhe der Schubladen sowie die Länge des Waschtisches selbst ein nicht dem Standard entsprechendes Maß gefragt war, durfte der Tischler abermals ran. Weitere Vorgaben: eine gerundete Ecke und push-to-open-Technologie für griffloses Öffnen des Stauraumes. Für die Waschtischplatte wurde Corian gewählt. Der Mineralwerkstoff hat eine gleichmäßige und widerstandsfähige Oberfläche wie aus einem Guss. Eigenschaften, über die auch das Einbaubecken aus Stahl/Email verfügt..

Fotos: Verein Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

Produkte und Hersteller

WC-Anlage: „iCon“ von Keramag; Spülkasten, Betätigungsplatte, Vorwandinstallation: „UP-Kasten 960“, „Planus“, „Tece-Profil“ alle von Tece; Waschbecken: „Centro“ von Kaldewei; Waschtisch: Sonderanfertigung vom Tischler; Accessoires: Toilettenbürstengarnitur, -papierhalter sowie -papierersatzrollenhalter, Handtuchhaken, Zahnputzgläser zum Stellen sowie Glashalter alle aus der Serie „Elegance“ von Keuco; Armaturen: Waschtischmodell „Talis“, Duschthermostat und Handbrause „Shower Select“ von Hansgrohe; Bodenfliesen: Serie „Slimtech Wood-Stock“ in „Creme Wood“ von LEA Ceramiche; Badheizkörper: Serie „Panio Scale Duo Designheizkörper“ von Corpotherma; Ruhebank: Sonderanfertigung des Tischlers, www.achimvonmalottki.de; Fugenlose Wandgestaltung: www.ulrichholz.de; Heizung und Sanitär: www.frank-harth.de; Planung und Koordination: Marie Striewe, www.werkraum-bad.de

(aus der Zeitschrift Die neuen Bäder 2018)

BILDERGALERIE - Bitte klicken Sie zur Großansicht auf die Bilder:

Das Bad vor der Renovierung. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
Die Dusche verfügt über eine praktische Nische zum Abstellen von Utensilien. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
Musik aus dem Spiegel: Unterputz-Radios machen es möglich. Sie sitzen in der Wand wie Lichtschalter und Steckdosen. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
  Das WC wurde etwas höher montiert, damit die Hausbesitzer im Alter leichter aufstehen können. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
Ein optisches und technisches Highlight ist die mit Fliesen belegte Duschrinne. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

Marie Striewe. Foto: Sascha LeppDie Hamburgerin Marie Striewe, von der Bad-Akademie der Vereinigung der Deutschen Sanitärwirtschaft (VDS) zertifizierte Bad-Managerin, erläutert im Interview die Highlights und Beson­derheiten des sanierten Dachbades.

Glasbausteine setzen in dem Bad einen Glanzpunkt. Was spricht für dieses Material?
Die Glasbausteine sehen nicht nur apart aus und lassen viel Licht durch, sondern verhelfen dem Raum auch zu einem großzügigen Erscheinungsbild. Außerdem sind sie pflegeleicht und unempfindlich gegen Wasser und Ablagerungen. Das hat die Bauherren überzeugt. Einige grün eingefärbte Bausteine sorgen für lebendige Akzente und tragen ebenso wie das durch wasser- und seifenbeständigen Feinputz erzeugte fugenlose Wandfinish zur Wohlfühlstimmung bei.

Schön sehen auch die Fliesen in Holzoptik aus. Was hat die Bauherrschaft bewogen, sich dafür zu entscheiden?
Fliesen in Holzoptik vereinen den wohnlichen Charakter des Naturmaterials mit der Strapazierbarkeit von Feinsteinzeug. Die realistische Maserung der für das Bad gewählten Linie strahlt die von den Bauherren gewünschte Natürlichkeit aus. Mit einer Materialstärke von lediglich 5 Millimetern ließen sich die Fliesen überdies auf dem alten Belag verlegen, sodass man das Bad weiterhin ohne nennenswerte Schwelle betreten kann. Lediglich in der Dusche musste der Boden für die Verlegung von Estrich mit Gefälle aufgestemmt werden. Um die Optik einer komplett verfliesten Fläche aufrecht zu halten, wurde als Wasserablauf eine befliesbare Duschrinne gewählt.

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