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Haussteuerung

05.06.2012

Die MSR Luftqualitätssteuerung von Velux reagiert auf die Luftfeuchtigkeit und auf die Schadstoffkonzentration im Raum. Bei Grenzwertüberschreitungen werden die Fenster automatisch geöffnet und wieder geschlossen.Wie von Geisterhand geht das Licht an und nach Verlassen des Raums auch wieder aus: Möglich macht das kein Zauberspruch, sondern eine automatisierte Beleuchtung mit Präsenzschaltung. Die sorgt dafür, dass Licht nur dann an ist, wenn es gebraucht wird und spart so bis zu 25 Prozent der Beleuchtungsenergie ein.

„Mit normalen Schaltern bleibt das Licht oft länger eingeschaltet als nötig. Intelligente Schalter hingegen reagieren tageslichtabhängig und über infrarotgesteuerte Sensoren auf die Körperwärme des Menschen. Sie erkennen so, wann die Bewohner den Raum betreten und künstliches Licht brauchen“, weiß Hartmut Zander von der Initiative Elektro+ in Berlin.

Besonders praktisch beim Verlassen des Hauses oder vor dem Schlafengehen: ein Zentralschalter, über den sich das Licht im kompletten Haus, aber auch der Herd oder die Kaffeemaschine mit einem Knopfdruck ausschalten lassen. Einsparpotenzial bietet auch eine Helligkeitsautomatik, die die Rollläden im Winter bei Eintritt der Dämmerung und im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung herunterfährt. Dies minimiert in der kalten Jahreszeit Wärmeverluste und sorgt an heißen Tagen für Sonnenschutz.

„Um im Urlaub Anwesenheit zu simulieren, bietet sich eine Zeit- oder Fernsteuerung an, die die Jalousien morgens und abends bewegt“, so Zander. Doch die Möglichkeiten der Automatisierung im Haus gehen noch weiter: Bei der Heizung macht sich eine automatische Steuerung schnell bezahlt. Bedenkt man, dass eine Reduzierung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius bereits rund sechs Prozent der Heizenergie spart, wird das Potenzial einer individuellen und automatischen Regelung der Temperatur in einzelnen Räumen schnell deutlich. Sinnvoll ist auch eine zusätzliche Zeitschaltuhr, durch die jeder Raum individuell zu vorgegebenen Zeiten automatisch gewärmt wird.

Bauherren sollten bei Neubau oder Modernisierung gemeinsam mit dem Fachmann die notwendigen Grundlagen für die geplanten Automatisierungselemente besprechen. Auch wenn die Investition in eine Automatisierung der Beleuchtung, Heizung oder in eine Rollladensteuerung erst für später geplant ist, empfiehlt die Initiative Elektro+ dennoch vorzusorgen:

Alles lässt sich bequem nachrüsten, wenn ausreichend Elektroinstallationsrohre zur Verfügung stehen. So ist es leicht möglich, auch im Nachhinein beispielsweise mit einem Installations-Bussystem eine Funktion zur zentralen Abschaltung bestimmter Stromverbraucher einzubauen. Dies ist gerade im Hinblick auf die vielen Standby-Geräte im Haushalt von Bedeutung.             

Weitere Informationen

Automatisieren lässt sich ein
Haus mit einfachen Insellösungen bis hin zum allumfassenden
Installationsbus. Pauschale Lösungen gibt es nicht, die Kosten schwanken
dementsprechend zwischen rund 5 000 und 70 000 Euro. Die
Grundinstallation für ein großes, luxuriöses Haus kostet etwa 4 000
Euro.

Weitere Komponenten (Verschattung, Heizung, Licht, Alarm- und
Warn­­sys­teme) sind dann jederzeit modular nachrüstbar. Auch
Multimedia- und IT-Lösungen sowie Hausgeräte können hier eingebunden
werden. Für kleine oder mittlere Einfamilienhäuser kann je nach
Ansprüchen ein Funksystem ausreichen. Damit lassen sich Lichtszenen,
Verschattung, Alarm- bzw. Warnanlagen, Fenster und oft auch die Heizung
steuern.

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