Die Badezimmer Betonoptik ist modern und dank fugenloser Technik extrem pflegeleicht. Wie Sie das graue Ambiente stylish erleben können, zeigt diese Badgestaltung. In unserer Schritt für Schritt Anleitung mit Bildern erfahren Sie, wie Sie mit Flüssigpigment und Spachtelmasse die Badezimmer Betonoptik selbst umsetzen und ein fugenloses Bad umsetzen.
Auf einen Blick
Fugenloser Industriestil statt Fliesen
Grau setzt Akzente im Wohnraum, wie diese Badezimmer Betonoptik zeigt. Der graue Betonlook präsentiert sich als effektvoller Farbton: mit lebendiger Struktur, in spannender Auftragstechnik und als beruhigende Flächeninszenierung punktet ein fugenloses Bad.
Fehlertipps und Vorsorge
Bei der Betonoptik müssen Sie darauf achten, dass richtig abgedichtet wird, besonders in Nassbereichen. Zur Vermeidung von Rissen, sollten Sie beim Verpressen nicht zu trocken arbeiten. Gerade im Duschbereich hat Sicherheit oberste Priorität: daher ist die Anti-Rutsch-Behandlung des Bodens wichtig.
Die Vorteile: Pflegeleicht, langlebig und zeitlos
Prägend für das Badezimmer Betonoptik Ambiente sind die großflächig verspachtelten Boden- und Wandbereiche in. Besser gesagt: Nicht nur der Boden im Hauptraum ist in diesem Look, auch die integrierten Nebenräume – Dusche und WC sind durchweg so gestaltet. Und dann eben auch die trennende Waschbeckenwand – als Blickfang im sonst zurückhaltend weiß gehaltenen Dachbad.
Boden und Wand sind beim Badezimmer Betonoptik Stil optisch aus einem Guss. Das bedeutet: Fugenfrei, ansatzfrei, rasterfrei. Das wiederum beruhigt das Auge und optimiert den Pflegeaufwand – besonders im Nassbereich. Denn durchweg homogen und glatt, bieten so geartete Beschichtungen leicht zu reinigende Oberflächen. Selbst Kalk lässt sich mit üblichen Haushaltsreinigern leicht entfernen.
Wichtig: Achten Sie auf geeignete Reiniger. Ein fugenloses Bad benötigt keine aggressiven Reinigungsmittel.
Spannende Badezimmer Betonoptik: Ein Mix aus Glanz und Struktur
Grau zeigt sich bei der Badezimmer Betonoptik in allen Schattierungen: Mal etwas wolkig, mal leicht changierend, mal mit mehr Glanz, mal leicht aufgeraut, mal topfeben und glatt, mal dreidimensional und haptisch erlebbar. Keine Stelle gleicht der anderen und keine Wand ist wie die andere. Der manuelle Auftrag ist erforderlich und gewollt – und damit eigentlich Programm.
Kleine vermeintliche Unstimmigkeiten sind nicht Fehler, sondern erwünschte Effekte. Das Grundprinzip das dahinter steht: Schichtweises Auftragen und abschließendes Verpressen. Hier kommt dann die Kunst des Verarbeiters zu Geltung.
Insgesamt ist diese Art der Flächengestaltung eine sehr handwerkliche. Das Ambiente ist nicht zu vergleichen mit sonstigen Putz- oder Fliesenwänden. Individuell, modern und absolut stylisch. Ein fugenloses Bad ist noch dazu absolut pflegeleicht.
Dusche im stilvollen Look
Die Dusche ist ein Teilbereich des im Prinzip offenen Grundrisses, fensterseitig versteckt hinter der Waschtischwand. Dieser Bereich ist mit Ausnahme der Decke rundum verspachtelt, auch der Duschboden und selbst die praktische Wandnische. Ergebnis ist ein fugenloses Bad. Nässe kann dem Material nichts anhaben, da die Flächen zum Schluss komplett versiegelt werden.
Hier handelt es sich um ein Fertighaus mit Gipskarton-Innenwänden. Wenn zuvor sämtliche Rohwände lückenlos abgedichtet worden sind, kann auch hier keine Feuchtigkeit eindringen. Besonders wichtig in einem Bad: Rutschfest ist die Spachtelung bei der Badezimmer Betonoptik auch.
Badezimmer Betonoptik gestalten
In diesem Beispiel hatten die Hausbesitzer eine Idee – und verfolgten sie auch konsequent. Die Badezimmer Betonoptik sollte zeitgemäßen Schwung in den Tagesstart bringen. Und abends war eine sanfte Ausklangstimmung gewünscht. Kein kaltes Weiß oder Grau und keine grellen Töne. Alles eher verhalten und doch wirkungsvoll. Und dass das mit Grau gelingt, zeigen die Bilder eindrucksvoll.
Raumgefühl und Atmosphäre
Die Badezimmer Betonoptik kann schnell rau oder zu industriell wirken, vor allem, wenn die anderen Räume weniger clean gestaltet sind. Um den Look insgesamt „weicher“ zu gestalten, gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Farbige Textilien
- Materialien wie Stahl oder Holz
- Pflanzen
- Beleuchtung
Ein paar Farbtupfer über Textilien und Accessoires, einen natürlichen Touch dank Holz, und Materialien wie roher Stahl für die Tischkufen und Beton für die Wandleuchten und Seifenschalen. Der gezielte Einsatz von unterschiedlichen Materialien sorgt für einen harmonischen Stilkontrast, der die zeitlose Badezimmer Betonoptik gekonnt ergänzt.
Pflanzen, die das Klima im Badezimmer mögen, sind ebenfalls geeignet eine warme, wohnliche Atmosphäre zu schaffen statt ausschließlich „kühlem Industrie-Look“. Besonders geeignet sind Aloe Vera, Efeutute oder Einblatt, da sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Licht vertragen.
Zuletzt ist Beleuchtung und Licht ein gutes Mittel um auch die Badezimmer Betonoptik vielseitiger zu machen. Während tagsüber weißes Licht in Verbindung mit den grauen Betonflächen anregend wirkt, ist abends ein eher gemütliches Ambiente gewünscht. LED-Lampen, die individuell einstellbar sind – von weiß-blauem hin zu gelblich-warmen Licht – können je nach Tageszeit und Stimmung die Atmosphäre eines Raumes verändern. Sanftes, indirektes Licht sorgt für ein gemütliches Ambiente, in dem sich der Tag entspannt ausklingen lässt.
Checkliste Materialien und Werkzeug
- Flüssigpigment schwarz zum Einfärben
- Wasser (Menge s. Anleitung Pigment)
- Spachtelmasse
- Imprägnierung für Nassbereiche
- Grundierung
- Messbecher
- Eimer
- Mörtelmixer, Quirler oder Rührstab aus dem Baumarkt
- Traufel
- evtl. Schleifgerät
- Grundierungsroller mit Stab
PDF-Download: Checkliste Materialien und Werkzeuge
Schritt für Schritt Anleitung
Schritt 1 – Spachtelmasse einfärben

Schritt 2 – Pigment mit Wasser vermischen

Schritt 3 – Grundspachtel hinzugeben

Schritt 4 – Mischen wiederholen

Schritt 5 – Material auf Gipskartonflächen aufziehen

Schritt 6 -Material vollständig aufziehen

Schritt 7 – Zweiter Auftrag

Generell gilt: Zwei Auftragsschichten sind mindestens erforderlich und auch der richtige Zeitpunkt für den zweiten ist wichtig – etwa nach dreißig Minuten.
Schritt 8 – Verpressen

Schritt 9 – Boden vorbereiten

Schritt 10 – Grundierung beginnen

Schritt 11 – Boden gleichmäßig abrollen

Schritt 12 – Bodenfläche spachteln

Schritt 13 – Badboden durchspachteln

Schritt 14 – Zweiter Auftrag

Schritt 15 – Trocknen

Schritt 16 – Imprägnierung

Schritt 17 – Boden imprägnieren

Schritt 18 – Wand imprägnieren

Zum Schluss – nach ausreichender Austrockung (mindestens ein Tag) – werden alle Flächen versiegelt. Dazu dient eine Grundierung, die per Rolle aufgetragen wird. Damit werden die Spachtelflächen wasserfest und dauerhaft geschützt – sowohl am Boden als auch an den Wänden.
Weitere Informationen
Beton-Spachtelung, Bezeichnung Belimago Loft angeboten von www.acoplan.de.
Flexible, mineralische 1 K-Dichtschlämme Aquamat Monoelastic bietet www.isomat.at.
Essence Einhand-Wannenbatterie zur Bodenmontage, Essence 2-Loch-Wand-Waschtischbatterie, Edelstahl Supersteel sowie Grohtherm SmartControl Thermostat mit 2 Absperrventilen, Handbrause und Deckenkopfbrause von www.grohe.de.
PDF-Download: Badezimmer Betonoptik



