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Möbel in der Wand

12.06.2013

Was präsentiert werden soll, steht sichtbar hinter Glas und verdeckte Fächer können mit Möbelfronten ausgestattet werden.In seinen eigenen Prospekten spricht der Anbieter von Wandflächenmöbeln und bringt die Sache so eigentlich ganz gut auf den Punkt. Obwohl: Wandflächenmöbel – so könnte man argumentieren  – sind nichts anderes als Einbaumöbel. Insofern nichts Neues. Ja, aber: Neu ist nämlich, dass sich hier keine vollflächigen Einbauten ergeben, sondern Einzelelemente. Und das ist eben das Raffinierte und Interessante.

Außerdem handelt es sich hier nicht um fertige Einbaumöbel, die einfach in eine Nische oder als Gesamtwand aufgebaut werden, sondern Wand und Einbauten sind eine Einheit, ein System.
Gerade heute, wo eine eher zurückhaltende Innenarchitektur gewünscht ist, passt diese Ausbaualternative übrigens perfekt ins Konzept. Und auch deshalb, weil hiermit wirklich individuelle Lösungen realisiert werden können.

Individuell hinsichtlich des erforderlichen Stauraumbedarfs, individuell in Bezug auf Platzierung und Format, individuell aber auch in Sachen Optik und Ausstattung. Eine klare, moderne Designsprache verbindet sich also mit einer variantenreichen und funktionalen Stauraumlösung und einer simplen Bauweise.

Dem Bauprinzip liegt das Thema Trockenbau zugrunde. Gearbeitet wird mit Aluminiumprofilen, Spanplattenelementen und Gipskartonplatten. Da alles eine Einheit bildet, sind später auch keine Ansätze oder Fugen zu erkennen. Die gesamte Front besteht nach Einbau der Elemente durchweg aus Trockenbauplatten, die Wandnischen entstehen durch die frei verteilten Systembauteile aus einem speziell hochdichten Holzspanplattenmaterial.

Auch wenn man für deren Zusammenbau auf vorgegebene Standardmaße zurückgreifen muss, hat man dennoch eine äußerst große Gestaltungsfreiheit. Denn wie viele dieser Kastenelemente man verbaut, wie diese angeordnet sind und in welchem Raster, bleibt jedem frei.

Nach dem Zusammenbau der Korpusse werden diese mit speziellen Halteklammern am Profil-Ständerwerk eingerastet. Durch die vorhandenen Nuten in den Korpusaußenseiten sorgt das Wandmöbel-System automatisch und exakt für den richtigen Gipskartonplatten-Überstand.

Denn sind die Elemente komplett platziert (sie lassen sich innerhalb der Ständer noch in der Höhe verschieben) und endfixiert, werden alle restlichen Wandflächen sowie die Stegflächen zwischen den Korpussen mit Gipskarton verkleidet. Am Übergang zum Holzwerkstoff ist dann keine Rissbrücke erforderlich, ebenso braucht es keinen Kantenschutz.

Die Flächen und Nischen werden zum Schluss gestaltet. Verputzen ist ebenso möglich wie streichen  oder tapezieren, alles uni in Weiß zu halten ist ebenso machbar wie das Akzentuieren der Nischen mittels anderem Farbton. Und ob alles offen bleibt oder mit Glas- oder anderen Fronten geschlossen wird, ist ebenfalls einem selbst überlassen.

Weitere Informationen
Das Wandmöbelsystem gibt es unter der Bezeichnung Jafix im Baustoffhandel
Anbieter: ww.jaas-baubedarf.de
Maße: 20, 40, 60, 80, 100, 120, 140 und 200 cm,
Bautiefen: 18 und 35 cm.

Weitere Bilder

Offene Nischen für TV und Co., geschlossenes Fach mit Glastüren und Glasboden.
Dachschrägenlösung mit nutzbarer Trennwand, dabei wurden die Nischen peppig inszeniert.
Die Holzwerkstoff-Korpusse lassen sich in unterschiedlichen Größen und Bautiefen zusammenbauen.
Diese werden innerhalb des Aluminiumprofilrasters eingebaut und können später noch in der Höhe verschoben werden, bis sie endgültig fixiert werden.

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