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Holz und Laminat

11.10.2010

Dunkle Böden - warme Eleganz. Auf Wohnmessen und in Schauräumen sind die dunklen Schönheiten schon eine ganze Zeit präsent, ihre Angebotspalette wird fast täglich größer.

<b>Räuchereiche, mocca geölt</b><br>von <a href="http://www.bauwerk-parkett.com/" target="_blank">Bauwerk</a>. Die Parkettdielen aus der Serie Trendpark sind mit einer feinen Längsfase versehen.Auf Grund ihres großen Flächenanteils im Raum sind Bodenbeläge äußerst dominante Gestaltungsmittel. Und da sie zudem nicht so leicht zu ändern sind wie etwa Wandbeläge, Wand- und Deckenfarben oder Möbel, entscheiden sich die meisten Bauleute und Renovierer für eher hellere Böden „die man lange sehen kann“ und „die zu jedem Einrichtungsstil passen“.

Zugegeben, nicht in jedem Raum macht sich ein dunkler Boden gut. Man sollte diese Lösung aber nie von vorneherein ausschließen. Gerade mit Bodenbelägen aus Holz oder in Holzoptik lassen sich ungemein wohn­lich-warme oder auch extravagante Stimmungen erzeugen. Unsere Bildbeispiele machen das deutlich.

 

 

 

<b>Laminatboden Vivo Nature Nussbaum Perigord von Egger.</b><br>Der Leimlos-Klickboden hat Stabparkettformat und eine samtige, "Velvet Matt" genannte Oberfläche (<a href="http://www.egger.com" target="_blank">Egger</a>).Ein Grund für den eher seltenen Einsatz von dunklen Holzböden war bislang auch der Preis. Von Natur aus dunkle Holzarten sind in der Regel eher teuer, weil sie seltener sind, von weit her kommen – oder beides.

Hier hat sich einiges getan.Durch unterschiedliche technische Kunstgriffe können dunkle Holzböden preisgünstiger produziert werden. Und bei den Laminatböden sind die Holzpreise ohnehin kein Thema.

 

 

 

 

 

 

 

 

<b>Landhausdiele Eiche arabica forte</b><br>Geschroppt von der Parkettmanufaktur (<a href="http://www.haro.de" target="_blank">Haro</a>). Mit aromatischem Duftöl behandelt ist dieser Boden auch etwas für den Geruchssinn.Schon durch die Reduzierung des Anteils an teuren exotischen oder einheimischen Hölzern auf die Nutzschicht bei Mehrschichtparkett oder Furnierböden hat man einen großen Einspar­effekt. Doch es gibt noch viele weitere Lösungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

<b>Landhausdiele Eiche markant</b><br>geschroppt und mit Wurmlüchern von Parkettmanufaktur (<a href="http://www.haro.de" target="_blank">Haro</a>). Die der Natur nachempfundenen Löcher in den Dielen werden in Handarbeit von einem Holzspezialisten hergestellt.So lassen sich helle Hölzer dunkler machen durch den Einsatz von Beizen, pigmentierten Wachsen oder Ölen sowie mit anderen chemischen Hilfsstoffen, etwa beim Räuchern mit Ammoniak oder Salmiak. Hierbei wird das Holz allerdings nur an der Oberfläche dunkler.

Ganz groß im Kommen ist derzeit das Verändern der Farbgebung von heimischen Hölzern durch thermische Verfahren. So genanntes Thermoholz wird durch eine Hochtemperaturbehandlung unter Sauerstoffentzug und Wasserzugabe hergestellt. Bei Temperaturen von 170 bis 230 Grad werden die Hölzer durch und durch dunkler ohne Zugabe von Farbstoffen. Sie werden zudem formstabiler und verströmen danach einen charakteristischen Kaminfeuer-Geruch.

 

 

 

 

<b>Tipp</b><br>Für Feuchträume oder ähnlich problematische Verlegeorte (nicht unterkellertes Altbau EG) wird spezielles Aqua-Laminat angeboten, das hoher Feuchtebelastung Stand hält. Foto: <a href="http://www.elesgo.com/" target="_blank">HDM</a>Die ganze Welt der dunklen Hölzer steht den Laminat­­herstellern offen. Die Nachbildungen werden raffinierter: Bessere Druck­verfahren, natürlicher anmutende Oberflächenstrukturen oder Details wie Fasen an den einzelnen Elementen täu­schen das Auge immer besser.

 

 

 

 

 

 

 

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