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Barrierefrei wohnen

03.01.2013

Im Alter schaffenTreppenlifte mehr Wohnkomfort. BHW Bausparkasse/LiftaBarrierefreiheit spielt in den Planungen junger Bauherren oft noch eine untergeordnete Rolle. Meist wird mehrstöckig gebaut, um das Grundstück optimal zu nutzen und das Baubudget möglichst niedrig zu halten. Häufig wird dabei übersehen, dass sich Treppen im Alter als Hindernis entpuppen.

Gefragt: Gradlinigkeit
Für viele der derzeit 17 Millionen Menschen über 65 ist der Gang über Treppen mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bedarf an Hilfsausstattungen nimmt daher deutlich zu. Häufig kann ein Treppenlift Abhilfe schaffen. Wer schon als Bauherr vorausschauend geplant hat, ist im Vorteil. "Für den Lifteinbau reicht in der Regel eine Treppenbreite von 70 Zentimetern", erläutert Karin Dieckmann vom Verein Barrierefrei Leben, der online eine kostenlose Wohnberatung anbietet. Ist die Treppe gerade angelegt, kostet die Nachrüstung des Treppenlifts rund 4.000 Euro. Bei kurvigem Stufenverlauf müssen Eigentümer dagegen mit deutlich höherem Aufwand rechnen.

Vater Staat hilft
Uta Schaller von der BHW Bausparkasse empfiehlt Betroffenen daher, für Modernisierungsfälle wie den Einbau eines Treppenlifts frühzeitig Rücklagen zu bilden, zum Beispiel über den Abschluss eines Bausparvertrags.

"Wer Barrieren in seinem Haus reduziert, kann zudem auf staatliche Förderung zurückgreifen. Das KfW-Programm Altersgerecht Umbauen fördert Treppenlifte mit zinsgünstigen Darlehen ab einem Prozent", so die BHW-Expertin. Sie rät Modernisierern, auch die Förderprogramme ihres Bundeslandes zu nutzen. So bezuschusst beispielsweise die Hamburger Wohnungsbaukreditanstalt altersgerechte Umbaumaßnahmen mit bis zu 15.000 Euro.


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