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Einbruchschutz

21.01.2013

Welche Einbruchschutz-Technik für Sie geeignet ist, muss von Fall zu Fall individuell entschieden werden. Grundlage des Einbruchschutzes ist in der Regel der Schutz durch entsprechende mechanische Elemente. Die Absicherung einer Tür darf sich prinzipiell nicht auf bestimmte Bereiche, etwa auf das Schloss oder sogar nur den Schließzylinder beschränken. Jede Tür ist nur so sicher wie ihr schwächstes Bauteil. Häufig ist der komplette Austausch gegen eine geprüfte, einbruchhemmende Tür die beste Lösung. Aber auch die Ertüchtigung der vorhandenen Türen durch die Installation von geeigneten (Zusatz)-Elementen wird die Einbruchsicherheit Ihrer Türen verbessern.

Beim Zuziehen schwenken Riegel und Schwenkhaken der Haustüren automatisch in die Schließbleche. Komfortabel: Bis zu 100 Fingerabdrücke kann der Fingerprint speichern. HörmannSicherung von Fenstern und Fenstertüren: Herkömmliche Fenster, Terrassen- und Balkontüren sind meist leicht aufzuhebeln. Bei Neu- und Umbauten bietet sich deshalb der Einbau geprüfter, einbruchhemmender Fenster an. Sinn macht aber auch das Nachrüsten von einbruchhemmenden Fensterbeschlägen und Fenstersicherungen, um Einbrechern mehr Widerstand zu leisten.

Sicherung durch Pilzkopfzapfen: Einfache Fensterbeschläge dienen nur dazu, Fenster gegen Wind und Regen geschlossen zu halten. Eine wirksame Einbruchhemmung wird erst durch einen innen liegenden Beschlag mit mehreren Pilzkopfzapfen erreicht, die rundum angeordnet sind und beim Verschließen in stabile, mit dem Rahmen verschraubte Stahlschließbleche greifen. Mit ihrer T-Form „verkrallen“ sich die Pilzkopfzapfen mit dem Rahmen und bieten so einen hohen Schutz gegen das Aufhebeln des Fensters.

Zusatzschlösser/Scharnierseitenschutz: Zusätzliche Verriegelungen haben die Aufgabe, das Fenster auch bei Einbruchversuchen sicher geschlossen zu halten. Dabei muss die Bandseite ebenso wie die Griffseite gesichert werden, da die Scharniere von Fens-tern ohne Zusatzschloss keine ausreichende Einbruchsicherheit bieten.

Abschließbare Fenster: Abschließbare und geprüfte Fenster- und Türgriffe sind in Verbindung mit Aushebel- und Anbohrschutz sinnvoll und erforderlich.

Fensterglas: Ergänzend zu den Sicherungsmaßnahmen der Fenster- und Türrahmen durch entsprechende Beschläge kann es sinnvoll sein, auch die Glasflächen vor Durchbruch zu schützen. Neben einbruchhemmenden Verglasungen beim Neueinbau empfiehlt sich zur Nachrüstung vorhandener Fenster der Einsatz einer durchwurfhemmenden Sicherheitsfolie. Sie hält das durch einen Angriff zerbrochene Glas im Rahmen zusammen und erschwert den Durchbruch des Glases – und damit den Einstieg in das Gebäude.

Kellerfenster und Lichtschächte müssen gleichwertig wie alle anderen leicht erreichbaren Fenster gesichert werden. Es ist empfehlenswert, nicht von außen zu öffnende Kellerfenster zu vergittern oder von innen durch mindes-tens 3 Millimeter starke Stahllochblenden („Mäusegitter“) zu sichern.

Als Verschlusssicherung eignen sich die Vorhängeschlösser oder verschraubte Bolzen. Bei ebenerdigen Kellerfenstern ist eine Abdeckung mit begehbaren, stahlarmierten Glasbausteinen zu überlegen.
Alarmanlagen, Türkommunikationssysteme und Bewegungsmelder ergänzen mechanische Sicherheitstechnik.
70 Prozent aller Einbrüche erfolgen durch das Aushebeln der Fensterflügel. Dabei sind Fenstertüren besonders gefährdet, wie unsere Grafik zeigt. Gayko
Alarmanlagen: Wegen ihrer abschreckenden Wirkung sind sie mechanischen Sicherheitseinrichtungen wie Schlössern oder Spezialfenstern und -türen weit überlegen. Zwar können sie einen Einbruch nicht verhindern, setzen den Einbrecher jedoch einem höheren Risiko aus, auf frischer Tat ertappt zu werden. Dies gilt allerdings nur, wenn die Anlage von einem Elektrofachbetrieb professionell installiert wurde. Bei einer Direktschaltung zur Polizei oder einer Wach- und Schließgesellschaft wird im Alarmfall ein Notruf ausgelöst. Dies kann entweder durch einen stillen Alarm erfolgen oder an eine Sirene gekoppelt sein. Weitere mögliche Maßnahmen sind die Einschaltung der Innen- und/ oder Außenbeleuchtung und die Weiterleitung der Alarmierung an eine ausgewählte Telefonnummer.

Bewegungsmelder: Eine sinnvolle Maßnahme stellen auch integrierte Passiv-Infrarot- Bewegungsmelder dar. Hausbesitzer sollten nicht nur die Haustür und den Eingangsbereich mit einer solchen Anlage versehen, sondern das gesamte Grundstück einschließlich Garten – am besten in Kombination mit leistungsstarken Strahlern. Der Markt hält hierfür feuchtigkeitsresistente Automatikschalter bereit.
Um Manipulationen zu verhindern, sollten die Bewegungsmelder, genau wie alle anderen Schalter und Steckdosen, stets auch von innen an- und abschaltbar sein sowie einen Dauerbetrieb ermöglichen.

Elektrische Rollladensteuerung: Was viele nicht wissen: Da, wie aus der Grafik auf Seite 50 ersichtlich, rund 80 Prozent aller Einbrüche in Einfamilienhäuser über Fenster und Terrassentüren erfolgen, bieten elektrisch gesteuerte Rollladen- oder Jalousieantriebe nicht nur ein Höchstmaß an Komfort, sondern auch ein Mehr an Sicherheit. Noch bequemer sind Systeme mit Zeit- oder Fernsteuerung, über die man genau festlegen kann, um welche Tageszeit die Jalousien hoch- oder heruntergefahren werden.

Immer sehen, wer draußen vor der Tür steht: Das einfach zu bedienende VideoTerminal sorgt hier für mehr Sicherheit und ein gutes Gefühl. GiraProgrammiertes Licht und Radio: Eine weitere Möglichkeit, Anwesenheit vorzutäuschen, bieten digitale Zeitschaltuhren. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, je nach Programmierung Lampen und Radios in unregelmäßigen Abständen vollautomatisch an- und auszuschalten – und das in jedem Raum der Wohnung oder des Hauses. Hochmoderne Geräte ermöglichen sogar einen Zufallsbetrieb.
Systeme für die Türkommunikation: Nach Angaben der Polizei schlagen Einbrecher bevorzugt zwischen 10 und 13 Uhr zu – während die Bewohner arbeiten oder Besorgungen machen. Ist man zu Hause, sorgt eine Türsprechanlage für Klarheit über die Identität des Besuchers – vor allem in Kombination mit einer Videokamera.

Download: "Checkliste Fenstersicherheit"

INFO
Effektiver Einbruchschutz bedarf Fachwissen und Erfahrung. Nur eine fachmännische Beratung kann aufzeigen, welche Sicherungen im konkreten Fall die richtigen sind und passgenaue, komfortable Sicherheitslösungen gewährleisten. Der Einbau von Sicherheitstechnik sollte immer vom Fachmann erfolgen, denn eine fehlerhafte Installation macht die hochwertigsten Vorrichtungen wirkungslos.
Mit der Expertensuche der Initiative unter www.experten-gegen-einbruch.de finden Sie Kontakt zu qualifizierten Unternehmen der Sicherheitsbranche und zu Spezialisten, die individuell zu Fragen rund um den Einbruchschutz beraten. Weitere Informationen zum elektrischen Einbruchschutz unter: www.elektro-plus.com




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