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Kürzung der Solarförderung

01.03.2012

Je nach Anlagengröße sollen die Abnahmepreise zwischen 20 und 30 Prozent gekürzt werden. (Simon Kraus. Fotolia)Die Photovoltaik sorgte zu Jahresbeginn für Streit
zwischen den Ministern Rösler und Röttgen: Nach dem neuen Rekordzuwachs der Photovoltaikleistung im Jahr 2011 wollte man die Solarstrom-Förderung schneller als bisher geplant absenken.

Doch wie schnell und in welchem Maß?
Am 22.2.2012 haben sich die streitbaren Minister auf einen Kompromiss geeinigt. Um einen Käuferansturm zu vermeiden ist geplant, bereits zum 9. März die Photovoltaik-Einspeisevergütungen drastisch zu kürzen:

Für Dachanlagen bis zehn Kilowatt (kW) Leistung soll es dann nur noch 19,5 Cent pro kW ins Netz eingespeisten Solarstrom geben; das sind 20,2 Prozent weniger.

Bei Dachanlagen bis 100 kW ist sogar eine Kürzung um 29 Prozent auf 16,5 Cent pro kW vorgesehen.

Ab dem 1.5.2012 verringern sich diese Beträge um 0,15 Cent pro Monat, um eine Jahresendrallye beim Zubau wie in 2011 zu vermeiden.

Doch damit nicht genug:
Anlagen bis 10 kW Leistung erhalten ab 1.1.2013 die EEG-Vergütung nur noch für 85 Prozent
der im Kalenderjahr erzeugten Strommenge (bei alle anderen Anlagen sind es 90 Prozent). Zeitgleich entfällt der Eigenverbrauchsbonus nach dem EEG 2012.

Was tun?
Wer bis zum Stichtag 9. März noch eine Photovoltaikanlage installieren lassen möchte, sollte dies machen. Tipp: Um windigen Geschäftemachern keine Chance zu geben, unbedingt auf einen
marktgerechten Preis achten (Angebote vergleichen!).

Alle anderen Interessierten sollten abwarten, bis der Bundestag die vorgesehenen Änderungen verabschiedet hat. Dann wird es auch (softwaretechnisch) möglich sein, die künftigen Solarrenditen zu bewerten. Aufgrund des starken Wettbewerbs dürften die Anlagenpreise
weiter sinken.

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