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Barrierefreie Bäder für jedes Alter

13.07.2015

Markenhersteller bieten für generationengerechte Badräume abgestimmte Systemlösungen an, die<br />
auch hohe Ansprüche an zeitgemäßes Design erfüllen. VDS/Hewi

Bei der Gestaltung von barrierefreien Bädern rücken ästhetische Aspekte immer mehr in den Vordergrund. Denn wer möchte sich schon täglich mit seinen körperlichen Problemen in den eigenen vier Wänden konfrontiert sehen. Wenn ein Bad dagegen mit gut designten Produkten eingerichtet wird und ergonomischen Gesichtspunkten Rechnung trägt, dann kommt der stigmatisierende Charakter im Sinne von „Krankenhaus­atmosphäre“ gar nicht erst auf. „Universal Design“ heißt die Leitidee von Ausstattungen, die von Jung und Alt, von gesunden, kranken sowie behinderten Menschen gleichermaßen genutzt werden können, ohne dass spezielle Lösungen, etwa bei einem körperlichen Handicap, erforderlich sind.

Die Produkte sind besonders gut durchdacht und bringen das erholsame Baderlebnis einerseits und die Aspekte des generationenübergreifenden Gebrauchsnutzens andererseits in Einklang. Mit ihnen schaffen sich jüngere Bauherren bereits heute ein Traumbad, mit dem sie auch morgen unabhängig von fremder Hilfe bleiben. Ohnehin voll im Trend liegt der Abbau von Hindernissen bei Duschen: Bodengleiche Ausführungen ohne Stolperkanten erfreuen sich nicht nur bei Rollstuhlfahrern und Nutzern von Rollatoren, sondern auch bei nicht behinderten Menschen jeden Alters großer Beliebtheit. Seitdem die staatliche Förderbank KfW das neue Förderprodukt „Altersgerecht Umbauen – Zuschuss 455“ im Programm hat, steigt die Anzahl der förderfähigen Produkte, speziell im Bereich der Entwässerungslösungen.

Getreu dem Motto „rauf und runter“ gilt das Augenmerk der Designer zunehmend höhenverstellbaren Lösungen. Es lassen sich sowohl Waschtische als auch WCs per Knopfdruck ganz individuell und sogar während der Nutzung in der Höhe verstellen. Solche Ausstattungen basieren zumeist auf Vorwandinstallationen, die schon in der Rohbauphase eingebaut und daher ein fester Bestandteil der Planung durch den Sanitärprofi sein müssten.

Und wie entwickelt sich das Bad in den nächsten Jahren weiter? Eine aktuelle Forsa-Studie, beauftragt von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), gibt ebenso aufschlussreiche wie repräsentative Antworten der Bundesbürger.

Mit einem Bad, das sich dank moderner Technologien beim Betreten sofort den persönlichen Bedürfnissen des Nutzers anpasst, könnten sich die Deutschen in den nächsten Jahren durchaus anfreunden. Schon heute gefällt es 43 Prozent von ihnen „sehr gut / gut“. Das ermittelte eine neue Repräsentativstudie des Forsa-Institutes für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS).

Die Berliner Sozialforscher ermittelten, was die Deutschen von der Möglichkeit halten, dass sich ein Badezimmer in naher Zukunft beim Betreten durch den Nutzer automatisch an dessen Bedürfnisse anpasst. Die schillernde Perspektive: Wenn die Tür aufgeht, sorgen moderne Technologien dafür, dass von der Beleuchtung über die Höhen von Waschtisch und Toilette bis zur gewünschten Wohlfühltemperatur und zum Lieblingsduft sofort alles „individualisiert“ wird. Der Erhebung zufolge könnte das für die Bevölkerung ab 18 Jahre mittelfristig durchaus ein Thema sein.

Schon jetzt gefällt das 16 Prozent „sehr gut“ und weiteren 27 Prozent „gut“. 19 Prozent finden das „weniger gut“ und 37 Prozent wollen sich damit derzeit „überhaupt nicht“ anfreunden. VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann wertet die Momentaufnahme als „klares Indiz dafür, dass die realen Marktchancen für das digitalisierte Badezimmer nicht schlecht stehen“. Die Industrie könne sich daher in ihrer intensiven Entwicklungsarbeit durch das Votum bestätigt fühlen. Wie eine spezielle Analyse zeige, seien die 18- bis 44-Jährigen und Haushalte mit vier Personen und mehr für das Hightech-Bad der Zukunft besonders aufgeschlossen.

Bildergalerie:

Diese Duschrinne fügt sich dank ihres ablängbaren Profils und ihrer schlanken Form in jede räumliche Situation ein und lässt sich unkompliziert reinigen. VDS/Geberit
Das Waschtischmodul kann von 700 auf 1000 Millimeter stufenlos auf die benötigte Höhe des Nutzers angepasst werden. VDS/Hewi
Die meisten Unfälle im Bad entstehen durch Ausrutschen auf glatten Oberflächen. Der neuen Duschflächen-Beschichtung „Antirutsch pro“ sieht man ihre rutschhemmende Wirkung fast nicht an. Bette
Ästhetische Produkte und funktionale Systemlösungen – wie die „Plan Care“-Serie – sind bei der barrierefreien Badplanung gefragt. Keuco
Flexibel einstellbar: Das Waschtisch-Element lässt sich stufenlos um bis zu 20 Zentimeter in der Höhe verstellen und passt sich damit an die wechselnden Bedürfnisse großer und kleiner Nutzer in der Familie an. Viega
Komfort pur: Per Knopfdruck fährt das WC-Element „Eco Plus“ die WC-Keramik bis zu  8 Zentimeter nach oben oder unten. Viega



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