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Immer frische Luft

14.12.2010

Durch eine kontrollierte, automatische Wohnungslüftung lässt sich Energie sparen und den Wohnkomfort erhöhen.

a weht heute kein Lüftchen mehr: Erstklassige Fenster und Gebäudehüllen sind inzwischen extrem gut gedämmt und damit außerordentlich energieeffizient. Allerdings können durch die Superdämmung eher Feuchtigkeitsschäden auftreten – wenn nicht ausreichend gelüftet wird. Die gute alte Stoßlüftung als Patentrezept für ein gesundes Wohnklima hat ausgedient, sie wird auch den Komfortansprüchen nicht mehr gerecht.

Dank moderner technischer Systeme erfolgt der Luftaustausch automatisch, permanent und mit geringem Wärmeverlust.

Das Prinzip der Lüftungssysteme: Verbrauchte Luft und Feuchtigkeit werden mit einem Ventilator aus Küche, Bad und WC abtransportiert und frische Luft strömt durch Außenwanddurchlässe nach.

AbluftanlagenAbluftanlagen
Ein Ventilator saugt Luft aus den stark belasteten Bereichen – Küche, Bad, WC – ab und bläst diese über einen Kanal nach außen. Wenn Luft abgesaugt wird, muss Außenluft in die Wohnung nachströmen.

Für die Luftzufuhr sind Außenluftdurchlässe (ALD) zuständig, die in Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern eingebaut werden. Die Größe der ALDs wird auf die jeweilige Wohnung „zugeschnitten“.

Abluftanlagen können einfach mit dem Lichtschalter gekoppelt werden, z.B. bei Bädern ohne Fenster. Optimal ist es, wenn unabhängig von Ihrer Anwesenheit eine permanente Grundlüftung erfolgt.

 

 

 

Zentrale LüftungsanlagenZentrale Lüftungsanlagen
Mit einem Ventilator wird die Raumluft abgesaugt. Die Außenluft wird mit einem zweiten Ventilator über Luftkanäle hereingeleitet. Diese Zuluft wird zuerst in die „Aufenthaltsräume“ – Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer – geblasen. Von dort gelangt sie über den Flur in die „Ablufträume“.

Fast alle Zu- und Abluftanlagen bieten Wärmerückgewinnung: d.h. die kalte Außenluft wird durch die Abluft erwärmt – ohne Gerüche und Feuchte aufzunehmen. Bei effizienten Anlagen ist die Zuluft fast so warm wie die Raumtemperatur – sogar im Winter. Sie sparen Heizkosten und vermeiden kalte Zugluft.

Die Lüftung kann in mehreren Stufen eingestellt werden. Auch hier empfiehlt sich eine permanente Grundlüftung. Die Zuluft kann einfacher als bei Abluftanlagen gefiltert werden, Abluftanlagen z.B. mit Pollenfiltern für Allergiker.

 

 

 

Dezentrale LüftungsgeräteDezentrale Lüftungsgeräte
Mit dezentralen Lüftungsgeräten können Sie einzelne Räume lüften. Montiert werden diese an der Außenwand neben dem Fenster oder im Bereich der Fensterbank. Oder sie werden mit dem Heizkörper kombiniert und unter dem Fenster befestigt.

In den meisten Fällen handelt es sich um Zu- und Abluftgeräte. Auch hier ist Wärmerückgewinnung üblich, der Wirkungsgrad ist jedoch niedriger als in zentralen Lüftungsanlagen. Die Lüftung ist in mehreren Stufen regelbar und lässt sich gut an die Raumnutzung anpassen.

Jedes Lüftungsgerät benötigt eine Zuluft- und eine Abluft-Öffnung in der Fassade. Achten Sie besonders auf leise Ventilatoren, damit Sie nachts ruhig schlafen können.

Top-Infos:
Für eine eher einfache Lüftungsanlage müssen Sie mit Investitionskosten in Höhe von rund 2000 Euro rechnen.

Eine hochwertige Ausführung mit Wärmerückgewinnung liegt in einer Preisregion zwischen 5000 und 8000 Euro.

Herstelleradressen und weitere Infos erhalten Sie bequem von zu Hause aus unter der Adresse http://wohnungslueftung-info.de.

Die KfW fördert den Einbau von effizienten Lüftungsanlagen. Weitere Infos gibt es dazu unter www.kfw.de.

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