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Energie sparende Fenster

26.08.2011

Dank Wärmedämmung mit niedrigen U-Werten geht der Trend hin zu großflächigen Fensterelementen. So lässt sich jedes Haus zu einem ganzjährigen Freilichtkino verwandeln und die Sonnenwärme wird optimal genutzt.

Mehr Individualität durch die Ausstattung
Maß-Renovierungsfenster mit speziellem Verleistungsprofil. (Roto)Integrierte und automatisierte Lüftungssysteme gewinnen an Bedeutung. Damit verbunden gibt es heute Wettersensoren, die bei Regen oder Wind offene Fenster verschließen. Einweiteres Thema ist die drahtlose Kommunikation in Form von Funksteuerungen. Bei Abwesenheit fährt z.B. der Rollladen abends per Zeitschaltung herunter und morgens wieder hoch. 

Kabelgesteuerte, magnetische Verschluss- und Öffnungsmelder im Beschlag sorgen für noch mehr Sicherheit und können an jedes Kontrollsystem oder an eine Alarmanlage angebunden werden. Um Heizkosten zu sparen, gibt es die Funktion „Fenster auf, Heizung aus“. 

Besondere Technik für das gewisse Extra
Schaltbare Glasscheiben bieten noch mehr Komfort: Für mehr Privatsphäre können spezielle Scheiben auf Knopfdruck von blickdicht auf durchsichtig geschaltet werden. Möglich machen das zwischen zwei Scheiben befindliche, mikrofeine Flüssigkristalle, die sich bei elektronischer Spannung ausrichten und die im Normalzustand undurchsichtige, aber lichtdurchlässige Scheiben durchsichtig werden lassen. 

Ein anderes Prinzip verfolgt dimmbares Glas: In mehreren Schritten wird das Glas blau eingefärbt und reduziert so die Sonneneinstrahlung. Auch die Blendwirkung des Sonnenlichts wird verringert, womit zusätzliche Verschattungsmaßnahmen entfallen. Zudem spart man sich den Energieverbrauch für eine klimatechnische Raumkühlung.

Wärmedämmung statt Energieverschwendung
Spezialbeschichtungen erhöhen den Energiegewinn um 20 % und senken den Heizwärmebedarf um bis zu 16 %. (Internorm)Neue Fenster sind so konstruiert, dass sie Energie und Lichtstrahlen hinein- und möglichst wenig Wärme wieder hinauslassen. Wärmedämmfenster haben einen etwa zweimal besseren Wärmeschutz als bisherige Fenster mit Isolierverglasung. Sie bestehen aus zwei bis drei Scheiben, die mit Edelgas gefüllt und mit einer hauchdünnen unsichtbaren Metallschicht überzogen sind. Durch die Metallschicht werden die Wärmestrahlen wieder nach innen reflektiert und können nicht entweichen. 

Um die Wärme im Raum zu halten, werden die Fenster zum einen sehr gut abgedichtet und mit geeigneten Möglichkeiten zur gezielten Lüftung ausgeführt. Dadurch kann die warme Luft nicht permanent und unkontrolliert entweichen. Zum anderen sind die Scheiben so im Rahmen eingebaut, dass ihr gegenseitiger Abstand als Wärmedämmung wirkt.

Glas und Rahmen machen den Unterschied
Kombiniert mit verbesserten Rahmenkonstruktionen bilden sie sogenannte „Superfenster“. Diese bestehen aus Rahmenprofilen, die in Sandwichbauweise wärmegedämmt werden. Als Rahmenmaterialien kommen Holz, Stahl, Aluminium, Kunststoff und Kombinationen mit PU-Dämmkern zum Einsatz.

Der Wärmeverlust über die Ränder wird einerseits durch einen tieferen Glaseinstand im Rahmenmaterial und andererseits durch Kunststoffmaterialien im Isolier­glasrandverbund vermindert. 

Diese Fenster erreichen einen Gesamt-Uw-Wert von zirka 0,8 - 0,9 W/(m2/K) und sind auch als Passivhausfenster bekannt. Nachteile dieser Bauweise sind der höhere Preis, das höhere Gewicht der Flügel und damit kleinere mögliche Glasscheiben sowie geringere solare Wärmegewinne. Dennoch überwiegen meistens die Vorteile durch die Energieeinspareffekte.

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