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Nachträgliche Dämmung: Das gibt es zu beachten

06.12.2017

Haus Dach Himmel

Bild: pixabay.com/carlamossolin (CC0 1.0)

Kennen Sie das? Im Winter wird es trotz Heizung auf Hochbetrieb nie richtig warm in der Wohnung oder im Haus und im Sommer staut sich die Hitze, so dass es fast unerträglich in den eignen vier Wänden wird – besonders bei Wohnungen unterm Dach. Wenn ja, könnte es an der Zeit für Sie sein, über eine nachträgliche Dämmung nachzudenken. Denn die spart nicht nur Geld, sie führt auch dazu, dass Sie stets ein angenehmes Klima Zuhause haben. 

 

Nachträgliche Dämmung kann bares Geld sparen

Gedämmte Hausfassaden sparen in erster Linie Heizkosten. Der Grund ist naheliegend: geht weniger Energie aufgrund schlechter Dämmung verloren, muss weniger geheizt werden – und das spart Geld.

Aber nicht nur das: Immobilien, die mit einer Dämmung ausgestattet sind, die neueste Standards erfüllt, sind mehr wert, als Immobilien ohne eine solche Dämmung. Sollten Sie also nach der Sanierung die Immobilie verkaufen, können Sie mit einem Energiepass nachweisen, dass Ihre Immobile eine hervorragende Dämmung besitzt und somit mehr Geld für sie bekommen.

Auch auf eine weitere Weise können Sie mit einer nachträglichen Dämmung sparen: Geht es darum, die Energieeffizienz einer Wohnung oder eines Hauses zu steigern, denken viele Hauseigentümer in erster Linie an den Austausch der Heizanlage. Natürlich raten auch viele Heizungsbauer dazu. Eine ganz neue Heizung in eine Wohneinheit einzubauen ist nämlich ein sehr lukrativer Auftrag, der für den Kunden relativ teuer werden kann. Doch das muss nicht sein: Bevor Sie die komplette Heizanlage wechseln lassen, versuchen Sie es zunächst mit einer nachträglichen Dämmung. Häufig reicht die nämlich schon aus, um die Heizkosten zu senken – eine neue Heizung muss es dann nicht sofort sein. Tatsächlich bringt eine fachmännisch durchgeführte Dämmung nämlich mehr, als ein Wechsel der Heiztechnik und ist obendrein viel günstiger. 

 

Das gibt es bei der Dämmung des Daches zu beachten

Über das Dach wird sehr viel Energie abgegeben. Bis zu 30 Prozent der Wärme, die Sie über die Heizung generieren, kann über das Dach verloren gehen und so beginnen die meisten Eigentümer bei einer nachträglichen Dämmung mit dem Dach.

Zwei verschiedene Arten lassen sich dabei unterscheiden:

  • Die Dämmung zwischen den Sparren
  • Die Dämmung auf den Sparren

Die Dämmung zwischen den Sparren hat ihren Namen daher, dass das Dämmmaterial zwischen den Dachsparren angebracht wird. Der Nachteil: Das Material kann nur so dick sein, wie die Sparren selbst. Der große Vorteil dieser Methode ist aber, dass sie relativ schnell durchgeführt werden kann. Geschickte Handwerker schaffen es sogar, diese Dämmung ganz allein zwischen den Dachsparren anzubringen, denn im Prinzip wird das Dämmmaterial einfach zwischen die Sparren geschoben und befestigt. Hierbei besteht die Gefahr, dass die Sparren Wärmebrücken bilden und die sind besonders gefährlich was die Bildung von Schimmel angeht. 

Die Dämmung auf den Sparren gilt wirtschaftlich und bauphysikalisch als bessere Variante, da sie die optimaleren Dämmeigenschaften hat, allerdings muss bei der Aufsparrendämmung aber auch das gesamte Dach abgedeckt werden – in Eigenregie ist das kaum möglich. 

Aber zusätzlich zu der besseren Dämmung erhält das Dach und damit auch das gesamte Haus in einem Schritt eine Modernisierung, was ebenfalls zum Wert des Hauses beiträgt. 

 

Die Dämmung der Außenwände

Die Außenwände werden in der Regel von außen gedämmt, nur in seltenen Fällen muss man auf eine Dämmung von Innen ausweichen, dann beispielsweise, wenn die Hausfassade unter Denkmalschutz steht. 

Bei der Dämmung der Außenwände kommen meist sogenannte Wärmedämmverbundsysteme zum Einsatz. Dabei werden bestimmte Platten mit Mörtel einfach direkt auf den Putz aufgeklebt. Diese Platten bestehen aus verschiedenen Stoffen, wie

  • Glaswolle
  • Steinwolle
  • Polystyrol 
  • Polyurethan

Sind die Platten auf der Außenwand befestigt, werden sie mit Dübeln gesichert und können dann wie gewohnt verputzt werden. 

Was zunächst relativ simpel klingt, kann viele Tücken enthalten. Beispielsweise dürfen nur Wärmedämmverbundsysteme jeweils eines Herstellers verwendet werden. Diese sind nämlich aufeinander abgestimmt und können nur so den gewünschten Effekt erbringen. Das Kombinieren unterschiedlicher Systeme verschiedener Hersteller ist nicht zielführend und sollte daher unterlassen werden. Diese Art der Dämmung lässt sich daher am besten von einem Fachmann durchführen, geht man es nämlich falsch an, besteht wiederum die Gefahr, dass man sich Wärmebrücken erschafft und daraus Schimmel entsteht.

 

Zum Schluss noch der Keller

Lost Place Halle

Bild: pixabay.com/Tama66 (CC0 1.0)

Für Besitzer eine Fußbodenheizung ohnehin ein Muss, aber auch für andere Eigentümer immer eine gute Idee: Die Dämmung des Kellers. Denn wenn man im Erdgeschoss immer kalte Füße hat, kann das darin liegen, dass der Keller nicht richtig gedämmt ist und die Kälte durch die Kellerdecke nach oben abgegeben wird. Aber nicht nur das: Ein schlecht oder gar nicht gedämmter Keller birgt die Gefahr, dass sich dort Schimmel bildet, oder es sogar zu Schäden an der Bausubstanz kommt. Denn nicht nur Schimmel mag es gerne feucht und dunkel, auch der gefürchtete Hausschwamm fühlt sich in einer solchen Umgebung besonders wohl.

Mit einer fachmännisch durchgeführten Dämmung des Kellers muss das bald kein Thema mehr sein, denn die Dämmung des Kellers lässt sich schnell und unproblematisch durchführen: Meist benutzt man auch hierfür spezielle Dämmplatten, die einfach mit Mörtel festgeklebt oder mit Dübeln an die Decke angebracht werden.

Ist der Keller Ihres Hauses mehr als ein Abstellraum, sollte er auch regelmäßig geheizt werden. In diesem Fall ist es empfehlenswert, nicht nur die Decke, sondern auch den Boden und die Wände zu isolieren, da sonst die Wärme über diese Teile des Kellers abgegeben wird.

Achtung: Im Keller sollten Sie unbedingt den Heizkessel sowie die Zu- und Ableitungen mit hitzebeständigem Dämmmaterial versehen.

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