renovieren.de Renovieren, Modernisieren, Sanieren
Newsletter

Mineralwolle: Multitalent fürs Haus

09.10.2015

Mineralwolle ist der Oberbegriff für Dämmstoffe aus Glaswolle oder Steinwolle. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch die zur Herstellung verwendeten Rohstoffe. Steinwolle wird größtenteils aus mineralischen Rohstoffen wie Kalkstein, Feldspat, Dolomit, Basalt, Diabas sowie aus Recyclingmaterialien hergestellt. Glaswolle besteht bis zu 80 Prozent aus Altglas, ergänzt durch Kalkstein und Sand. Das Rohmaterial, welches zur Herstellung von Mineralwolle benötigt wird, stammt aus heimischen Regionen und ist nahezu unbegrenzt verfügbar. Zu den mineralischen Substanzen kommen bis zu sieben Prozent organische Stoffe wie Bindemittel und Öl sowie wasserabweisende Stoffe hinzu.

Bei der Herstellung wird das mineralische Rohmaterial zunächst bei 1400 bis 1500 °C eingeschmolzen und im flüssigen Zustand zu Fasern versponnen. Auf das entstandene Vlies wird ein Bindemittel aufgesprüht. Damit das Dämmmaterial seine Formstabilität erhält, muss das Bindemittel anschließend bei 250 °C aushärten. Danach ist der Dämmstoff fertig und kann zugeschnitten werden.

Die neue Generation Glaswolle im Farbton Karamell ersetzt sukzessive die bisherigen gelben Glaswolle-Produkte. Grund: Eine neue Rezeptur mit erhöhtem Anteil von Komponenten aus nachwachsenden Rohstoffen. www.isover.deMineralwolle schützt vor Wärme (Wärmeleitstufe WLS 032) und Kälte, dämmt den Schall und bietet einen optimalen Brandschutz. Außerdem ist Mineralwolle alterungsbeständig, besonders wirtschaftlich sowie durch ihre einfache Handhabung problemlos und gesundheitlich unbedenklich zu verarbeiten. Ob Decke, Innenwände, Fußböden, Außenwände oder das Dach – dieser Dämmstoff bietet Lösungen für nahezu alle Anwendungsbereiche. So helfen gegen kalte Füße Mineralwolleplatten, die von unten an die Kellerdecke geklebt oder gedübelt werden.

Beim Dachausbau dämmen Sie zwischen den Sparren und falls erforderlich mit ergänzender Untersparrendämmung. Gegen Zugluft an massiven Wänden eignet sich eine von innen vorgesetzte Dämmschicht. Diese Dämmschicht kann zwischen einem Ständerwerk aus Holz- beziehungsweise aus Metallprofilen eingebracht werden, die dann mit einer Dampfbremse versehen und mit einer Gipskartonplatte verkleidet wird. Auch das direkte Ankleben einer druckfesten Dämmplatte ist üblich. Hier wird anschließend mit einer Verbundplatte mit integrierter Dampfbremse die Innenbekleidung angebracht.

An der Fassade schließlich dient Mineralwolle zum einen als verklebter und verdübelter Vollwärmeschutz (WDVS = Wärmedämmverbundsystem) mit Gewebeeinlage und Putzauftrag und zum anderen auch als lose verbaute Dämmebene hinter einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade (VHF) als flächengestaltender Wetterschutz. Selbst das Einblasen in Hohlräume bei zweischaligem Mauerwerk ist möglich.

Bildergalerie:

Vollwärmeschutz  aus Steinwolle-Platten,  die auf die Rohmauer  oder Altbaufassade geklebt werden. www.fmi-mineralwolle.de
Auch für besseren Schallschutz: Trennwanddämmung   mit Glaswolleplatten und nachfolgender Gipsplattenbeplankung. www.isover.de
Integrierte Dämmung: Ziegelmauerwerk kann ohne zusätzliche Außendämmung auskommen, wenn die Dämmung bereits in den Hohlkammern der Steine steckt. www.unipor.de
Immer gerne im Einsatz: Die Dämmmatten werden auf Maß zugeschnitten, damit man  sie lückenlos zwischen die Dachsparren einklemmen kann. www.fmi-mineralwolle.de
Auch zum Einblasen stehen Mineralwolledämmstoffe zur Verfügung. www.knauf-insulation.de
Hier beim nachträglichen Dämmen eines zweischaligen Mauerwerks, rechts als lose eingebrachte Dämmebene auf der obersten Geschossdecke. www.knauf-insulation.de
Bereich: