renovieren.de Renovieren, Modernisieren, Sanieren
Newsletter

Mauerwerksanierung: Der Feuchtigkeit auf der Spur

24.11.2016

Mauerwerksanierung. Foto: Getifix/epr

Vor jeder Sanierung: Zu einer gründlichen Analyse gehört auch die Messung der Feuchtigkeit im Mauerwerk. Foto: Getifix

Immer wieder hört man Klagen über feuchte Stellen an Kellerwänden. Bei Häusern älteren Baujahrs ist häufig keine fachgerechte Abdichtung vorhanden. Die Feuchtigkeit dringt so problemlos in das Mauerwerk ein und steigt – wenn sie nicht rechtzeitig gestoppt wird – über das Kapillarsystem hoch und verursacht Schäden an der Bausubstanz. 

Aber eben nicht nur das: Schimmelpilze, Schwammbefall oder ähnliche Feuchtigkeitsschäden – für jeden Bewohner und die Immobilieneigentümer sind solche Probleme zu Hause ein wahrer Alptraum. 

Und dieser Teufelskreis dreht sich noch fest weiter: Denn Feuchtigkeit im Mauerwerk sorgt auch dafür, dass die Wärmeleitfähigkeit zunimmt, was eine Verschlechterung der Wärmedämmung des Hauses bedeutet. Und so kann es etwa im Winter zur Kondensation an der Wand und dadurch zu einem weiteren Anstieg der Durchfeuchtung kommen. 

Mauerwerksanierung. Foto: Getifix/epr

Feuchtigkeit verursacht Schäden. Es gilt, mit dem Fachmann die richtigen Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Foto: Getifix

Treten feuchte Stellen oder Schimmelpilze auf, ist eine genaue Analyse erforderlich, um die Ursache dafür aufzuspüren und auszuschalten. Wenn geklärt ist, ob eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht stauendes Wasser oder von außen drückendes Wasser wirksam werden soll, geht es an die Sanierung. 

Verhindert werden können zum Beispiel die Schadensbildungen durch aufsteigende Feuchtigkeit mittels einer sogenannten Horizontalsperre. Bei Neubauten standardmäßig bereits eingebaut, ist sie in vielen Bestandsbauten allerdings undicht oder gar nicht erst vorhanden. Eine Abdichtung des Gebäudes kann sowohl von außen als auch von innen erfolgen.

Mauerwerksanierung. Foto: Hahne/epr

Der Feuchtigkeit den Weg versperren: Die „Intrasit IC 28OS“, eine auf Silanbasis hergestellte Injektionscreme, verspricht selbst bei stark durchfeuchteten Wänden eine perfekte Abdichtung. Das Besondere: Anders als bei flüssigen Materialien entsteht hier dank der cremigen und daher standfesten Konsistenz kein unkontrolliertes Abfließen innerhalb der Wand.  Foto: Hahne

Eine Innenabdichtung ist weniger aufwendig und unabhängig von den äußeren Gegebenheiten. Die Fachbetriebe nutzen dafür zum Beispiel spezielle, geprüfte und zugelassene Systemlösungen, die entwickelt wurden, um den höchsten Feuchtigkeits- und Druckwasserbelastungen standzuhalten. Die Profis arbeiten auch mit Spezialsperren: Mithilfe eines Spezialgels wird verhindert, dass Feuchtigkeit durch den Baukörper drückt und aufsteigt. 

Sanierputzsysteme kommen zum Einsatz, um das bereits feuchte- und salzgeschädigte Mauerwerk instandzusetzen. Mit einem Plattensystem aus Kalziumsilikat wird die Feuchte- und Salzbelastung im Mauerwerk noch besser kompensiert und zusätzlich die Kondensations- und Schimmelpilzgefahr gebannt.

(aus der Zeitschrift Althaus modernisieren 12/1-2017)

Bereich: